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Das Stadtgespräch August 2020

Die Ausgabe August vom Stadtgespräch auf Mein Rheda-Wiedenbrück

SOMMERWARE -20% auch auf

SOMMERWARE -20% auch auf bereits reduzierte Ware entstehen neue Gebiete. Darüber hinaus ermöglichen wir Nachverdichtungen im Bestand. An der Triftstraße z. B. sind 15 neue Wohnhäuser denkbar. Weitere kleine und große Flächen werden dazukommen. Das Stadtgespräch: Bei einer Quote von 20 % wie bisher für Sozialwohnungen kommt die Stadt damit auf rund 140 Sozialwohnungen. Tatsächlich werden bis 2022 aber 530 neue Sozialwohnungen benötigt – 360 neue zuzüglich der rund 170, die wegfallen. Somit entsteht ein Defizit von rund 320 Sozialwohnungen bis 2022, wenn ich Ihre Wohnraumstudie richtig lese. Warum wird die Quote für Sozialwohnungen nicht erhöht? Theo Mettenborg: Wir haben einen Richtwert von etwa 20 Prozent für fast alle Baugebiete festgelegt. Damit wird es in den kommenden Jahren im geförderten Wohnungsbau Verbesserungen geben, die zwingend sind. Das Erstellen von sogenannten »Sozialwohnungen« ist leider auf unserem boomenden Wohnungsmarkt kein Selbstläufer – das ist uns bewusst. Wir bewerten gerade alle Aspekte zum Thema »Wohnen« mit den Fraktionen. Eine denkbare Lösung könnte eine flexible Quote von 20 bis 40 Prozent sein, die die Gegebenheiten der jeweiligen Gebiete berücksichtigt. Das Stadtgespräch: Im Rat wurde die Auffassung vertreten, dass der aus dem Ruder gelaufene Wohnungsmarkt nicht ohne regulatorische Eingriffe in den Griff zu bekommen ist. Ist das richtig? Theo Mettenborg: Rheda-Wiedenbrück ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität und ein sehr stark nachgefragter Wohnort. Deshalb führt die Nachfrage seit Jahren zu steigenden Preisen. Die Ausweisung neuer Bauflächen hat eine hohe Priorität, um der hohen Nachfrage ein ausreichendes Angebot gegenüberstellen zu können. Darüber hinaus arbeiten wir derzeit mit den unterschiedlichsten Instrumenten an einer Verbesserung der Situation. Dazu gehören unter anderem das bodenpolitische Instrument der Eigenentwicklung der Stadt, die Erhöhung des Richtwertes von öffentlich gefördertem Wohnraum, sowie die zielgenaue Festlegung des Bedarfs hinsichtlich der Wohnungsgrößen mit Blick auf die Wohnungssuchenden. Das Stadtgespräch: Warum verfolgt Rheda-Wiedenbrück nicht das Konzept einer sozialgerechten Bodennutzung, beispielsweise nach dem Münsteraner Modell? Theo Mettenborg: Da sind wir nahe dran. Auch das Münsteraner Modell ist Teil der Diskussionen in der politischen Abstimmung zum »Wohnen«. Viele Maßnahmen, die in Münster wirken, haben wir bereits an verschiedenen Stellen umgesetzt. Münster erwirbt z. B. Teile der Baulandflächen, so dass maximal die Hälfte der Flächen von privaten Investoren entwickelt wird. Zudem gibt es konkrete Vorgaben zum Anteil der öffentlichen Förderquote. Eine Vergabe von Einfamilienhausgrundstücken erfolgt preisgedämpft nach städtischen Richtlinien. Auch Rheda-Wiedenbrück ist hierbei umfangreich tätig: Wir haben als Stadt viele Flächen erworben, für die wir Bauleitplanung erstellen und die Wohnfläche an den Markt bringen. Flächen für den Mietwohnungsbau erhält der Bieter, der das beste Konzept vorlegt. Vor großen Bauplanungen schließt die Stadt mit den Vorhabenträgern verbindliche Verträge ab, mit denen wir unsere wohnungspolitischen Ziele sicherstellen. Das Stadtgespräch: Warum bietet die Stadt keine Grundstücke auf Erbpacht an? Theo Mettenborg: Das Erbpacht-Modell war bisher nicht die erste Alternative für die Mehrheit der Bauwilligen. Als ein Instrument gegen Grundstücksspekulationen und starke Preissteigerungen bringen wir Erbpacht aktuell aber auch mit in die Überlegungen ein. Das Stadtgespräch: Wir danken für das konstruktive Gespräch. 10 Das Stadtgespräch

1 FDP-Vorstandsmitglied WSimon Gerhard und der Fraktionsvorsitzende Patrick Büker »Wir müssen Flächen mobilisieren« FDP zur Baulandentwicklung (Kem) »Das Problem beim derzeitigen Wohnungsmarkt ist, dass wir zu wenig Flächen haben. Wir haben als FDP daher schon seit längerer Zeit angemahnt, endlich eine Debatte zur Mobilisierung von Bauland in unserer Stadt zu führen«, erklärt FDP-Vorstandsmitglied Simon Gerhard. »Unerschlossenes Bauland hat in Rheda-Wiedenbrück einen Wert im unteren dreistelligen Bereich je Quadratmeter«, sagt er weiter. Die Freien Demokraten schlagen vor, auch höhere Ankaufpreise oder eine Entwicklung durch private Investoren zuzulassen. Simon Gerhard erklärt das Modell: »Die Stadt kauft Bauland zu marktgerechten Preisen an und erschließt es. 20 % der Flächen werden dem sozialen Wohnungsbau vorbehalten und 40% der Flächen werden zu sozialverträglichen Preisen um 200 Euro pro Quadratmeter gemäß den städtischen Vergaberichtlinien verkauft. Die übrigen 40 % werden höchstbietend verkauft und subventionieren damit die verbilligte Abgabe der anderen Flächen«. Fraktionsvorsitzender Patrick Büker über die Vorteile dieses Konzepts: »Den Grundbesitzern wird ein angemessener Preis gezahlt, der sie eher zum Verkauf ihrer Flächen bewegt. Der Bau neuer Wohnungen nimmt den Druck vom Wohnungsmarkt und senkt langfristig das Preisund Mietniveau in unserer Stadt ab. Zudem können 60 % der Flächen zu sozialverträglichen Konditionen verkauft werden«. Ein weiterer Vorteil, so Büker, sei die Möglichkeit, dass auch private Investoren so verfahren. Im Gegenzug für die Gewährung des Planungsrechts würde sich der Investor dann verpflichten, 60 % der Flächen zu sozialverträglichen Preisen gemäß der städtischen Vergaberichtlinien zu veräußern«. Altlastsanierung Der Fachbereich Tiefbau saniert innerhalb der Sommerferien die Altlast auf dem Grundstück der Parkschule. Bodenuntersuchungen bestätigten eine Hausmülldeponie auf dem Areal und ermöglichten eine fachliche Bewertung. Die Deponie wird im Rahmen der Erweiterung der Parkschule in Abstimmung mit dem Kreis Gütersloh und unter Aufsicht eines Fachbüros vollständig ausgebaut und danach mit Füllboden wieder aufgefüllt. Vorsorglich wurden 500.000 € im Haushalt bereitgestellt. Das Stadtgespräch WIR LIEBEN UNSER HANDWERK! Möbel, Einrichtungen und Innenausbauten nach individuellen Wünschen. Bosfelder Weg 65 · 33378 Rheda-Wiedenbrück · Tel. 44172 info@tischlerei-schulte.de · www.tischlerei-schulte.de Jetzt 3% Mehrwertsteuer sparen! Cafe &Restaurant Jeden Mittwoch imAugust Marinierte Rindfleischspieße, serviert mit Rauchsalz-Hollandaise, Grillgemüse und Kartoffelspalten Zum Preis von 23,50 € pro Person Jeden Donnerstag im August Hanging Tender an Rotwein-Schalottenjus, Ofengemüse und Rosmarinkartoffeln Zum Preis von 27,50 € p.P. i-Männchen-Tag im Emshaus Am Donnerstag, 13. August 2020 servieren wir unseren Erstklässlern spezielle Kindergerichte inklusive einer kleinen Überraschung. Wir freuen uns auf Ihre Reservierung! Mi. bis Fr. von 18 – 22 Uhr |Sa. Café ab 15 Uhr | Küche von 18 – 22 Uhr So. Café durchgehend geöffnet | Küche von 12 – 14 Uhr & 18 – 22 Uhr Montag und Dienstag Ruhetag oder nach Vereinbarung. Aktuelle Öffnungszeiten erhalten Sie auch auf unserer Homepage & telefonisch. Emshaus Rheda | Gütersloher Straße 22 | Tel. 40 60 400 | www.emshaus-rheda.de 11

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