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Das Stadtgespräch August 2018

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6 Das

6 Das Stadtgespräch Festprogramm Thron Niemeier vor 50 Jahren: (v. l.) Adjutant Josef Beckschäfer, Werner und Brigitte Petermann, Stefan und Gerda Maasjosthusmann, Paul und Cilly Niemeier, Gerhard und Gerda Schelper, Raimund und Ruth Freesmeier, Willi Michels und Else Lakebrink, Adjutant Hermann-Josef Eustermann Thron Teckentrup vor 40 Jahren: (v. l.) Königsoffizier Josef Runde, Josef und Elisabeth Beckschäfer, Willi und Mathilde Dreier, Heinrich und Katharina Teckentrup, Fritz und Otti Descher, Anton und Wilma Schulte, Königsoffizier Eberhard Reckhaus Thron Reinke vor 25 Jahren: (v. l.) Adjutant Achim Wenk, Thronoffizier Paul Niemeier, Birgit und Willi Pierenkemper, Petra und Rolf Dresen, Sabine und Burkhard Reinke, Gudrun und Bernfried Westergerling, Anne und Paul Venne, Thronoffizier Theo Brenntrup, Adjutant Reinhold Maasjosthusmann Freitag, 3. August 18.00 Uhr Festgottesdienst in der St. Aegidius-Pfarrkirche 19.30 Uhr Kranzniederlegung und großer Zapfenstreich auf dem Kirchplatz. Marschweg: Kirchplatz, Marienstr, Marktplatz, Wichernstr., Wasserstr., Rietberger Str., Auf dem Pulverkamp, Wartenbergstr., An der Reitbahn 20.00 Uhr Königsschießen der Jungschützen auf den Vogel 20.15 Uhr Großer Partyabend mit der Band »Nightfire«, Zeltdisco mit DJ Samstag, 4. August 14.00 Uhr Antreten auf dem Kirchplatz, Königsparade. Marschweg: Kirchplatz, Marienstr., Markt, Wichernstr., Wasserstr., Mönchstr., Berliner Wall, Ostenwall, Rietberger Str. (bis zum Sportplatz) 15.30 Uhr Beginn des Königsschießens 20.00 Uhr Empfang der Traditions- und Gastvereine 21.00 Uhr Begrüßung der neuen Throngesellschaft im Festzelt, anschließend Königsball mit den »Alpenbanditen« Sonntag, 5. August 10.30 Uhr Schützenfrühstück mit anschließendem Frühschoppen 12.15 Uhr Große Verlosung 15.00 Uhr Antreten auf dem Kirchplatz mit Aufmarsch der »Alten Wiedenbrücker Stadtwache« und »1st Sauerland Pipes & Drums«, anschließend Königsparade. Marschweg: Kirchplatz, Lange Str., Klingelbrink, Kirchstraße, Wichernstraße, Marktplatz, Marienstr., Ostenstr., Rietberger Str., Auf dem Pulverkamp, Wartenbergstr., An der Reitbahn 18.00 Uhr Beginn des Vogelschießens 20.00 Uhr Geselliger Festabend mit DJ Sven Bücker, Proklamation von Vogelkönig und Insignienschützen 24.00 Uhr Beginn der Nachtruhe: Musikende und langsamer Ausklang Festwirt ist Thorsten Borgmeier aus Rietberg

7 Viel Aufmerksamkeit findet die sozialkritische Skulptur »Die Spinner-Familie« BRONZESKULPTUR BEGRÜSST DIE BESUCHER DER FLORA WESTFALICA Ein Geschenk der Familie Höner an die Doppelstadt (Kem) »Und vergesst im Wohlstand nicht, die noch heute im Elend leben und sterben«, fordert der Künstler Dr. Wilfried Koch den Betrachter der von ihm gefertigten Skulptur auf. Die im Sommerflor beim Emssee stehende sozialkritische Darstellung des Bildhauers zeigt eine in auswegloser Not lebende Spinner- Familie aus der zum Altkreis Wiedenbrück gehörenden Senne Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Preis des feinen handgesponnenen Garns sank so tief, dass dieser kaum die Kosten des Flachses decken konnte. Die sich durchsetzende Maschinenspinnerei raubte ihnen die Existenz. Der Wiedenbrücker Landrat fragte seinerzeit: »Wovon wird die bleiche Schaar hohläugiger Kinder von den blassen Eltern ernährt, die nichts in der Hütte haben? Der Hungertyphus ist, soweit nicht schon vorhanden, unausbleiblich«. Der Bildhauer setzt mit seinem Kunstwerk dieser Situation ein mahnendes Denkmal. Seine Aussage könnte auch für die sozialen Verwerfungen der Gegenwart stehen. Vater, Mutter und Sohn der in Bron- ze gegossenen Spinner-Familie stehen und hocken keineswegs in Innigkeit zusammen. Die Drei leben einzeln nebeneinander. Sie leiden einzeln und doch untereinander als Schicksalsgenossen. Der Vater steht resigniert, mühsam aufrecht. Seine rechte Hand ist erschlafft bei ihrem hoffnungslosen Kaufangebot, die Kleidung zerstört. Er ist erloschen. Die Mutter, vom Fleische gefallen, in die Arbeit hineingebeugt, wirkt ohne Anspruch auf Mitleid und Aufsehen, ist die Stärkste von allen. Der Junge schaut mit hohlen Augen auf seine Haspel. Er hat jede kindliche Unbefangenheit verloren. Der Künstler: »Ich hätte gern einem von den Dreien ein Lächeln ins Gesicht geformt. Sie gaben keinen Anlass«. Das Gesamtgewicht der Skulptur beträgt 1.100 kg, mit Geräten 1.400 kg. Der dargestellte Mann ist 2,22 m groß. Die Bronze ist schwarz patiniert. Der frühere Bürgermeister Bernd Jostkleigrewe würdigte anlässlich der Enthüllung in einer sehr einfühlsamen Rede den 1929 in Duisburg geborenen Künstler. Dieser gehöre zu den universalbegabten Menschen. Er wirke in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Sparten bis zur Vollendung. Dieses zeige sich eben auch bei seinem Schaffen als Bildhauer. Wie kaum einem anderen gelinge es ihm, durch den Gesichtsausdruck, die Gestik und Größe der Hände, die Stellung der Füße sowie der Körpersprache den Seelenzustand der dargestellten Menschen widerzuspiegeln. Die Spinner-Familie sei dafür ein gelungenes Exempel. Bürgermeister Theo Mettenborg dankte der Familie Bruno Höner für dieses eindrucksvolle Geschenk an die Stadt Rheda- Wiedenbrück. Sie habe damit ein Stück Stadtgeschichte geschrieben, umschrieb er die Freude über diese Initiative. Der feierlichen Enthüllung wohnten über 200 Gäste bei.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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