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Das Stadtgespräch August 2018

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40 TIPPS

40 TIPPS Das Stadtgespräch BÜCHER FÜR DIE GESUNDHEIT: CHARLOTTE KARLINDER »Gesund ist das neue sexy« Was heute nicht alles sexy ist: arme Großstädte, Mensa-Essen oder Autos. Jetzt also auch noch die Gesundheit. Obwohl, ganz so weit hergeholt ist das letztere dann doch nicht, denn Tests zeigen schon lange, dass wir diejenigen, die gesund aussehen, attraktiv finden. Und das tun wir, weil unser natürliches Programm nach Möglichkeiten schaut, gesunde Nachkommen zu produzieren. Also ist gesund attraktiv! Doch Gesundheitsexpertin Charlotte Karlinders Ansatz ist ein wenig weniger prosaisch. Sie behauptet: Gesundheit macht Spaß! Ihre besten Gesundheits-Tipps und Tricks hat die bekannte TV- Moderatorin nun in ihrem ersten Gesundheits-Ratgeber zusammengestellt. Die fast einhundert bestechend einfachen Ratschläge basieren auf wissenschaftlichen Studien und sind sofort im Alltag umsetzbar – ganz egal, ob es ums Abnehmen geht, ums Entspannen, mehr Energie, um Kinder und Familie, eine schnelle Hilfe bei Alltagserkrankungen oder um mehr Weiblichkeit und ein aktives Liebesleben. »Die meisten Menschen denken, etwas für ihre Gesundheit zu tun bedeute, nur noch Salat zu essen und sich täglich im stickigen Fitness-Studio abzumühen – das ist totaler Quatsch! Es gibt so viele einfache und spaßige Gesundheits- Tipps und Tricks! So kann z. B. eine einfache bunte Wäscheklammer am Ohr gegen Kopfschmerzen und andere Symptome helfen, wenn man den richtigen Akkupressurpunkt dafür kennt«, tröstet die Medizinjournalistin. Charlotte Karlinders persönliche Wohlfühlgeheimnisse gepaart mit ihrem humorvollen Augenzwinkern helfen Frauen, wieder authentisch sie selbst zu sein und für jedes Wehwehchen eine schnelle Lösung parat zu haben. Erschienen bei Knaur, 208 Seiten, viele farbliche Abbildungen, 19,99 Euro. DIETRICH GRÖNEMEYER UND ANJA RUSCH »Kost-Fast-Nix No. 1« Um gesund, einfach und superlecker geht es auch im Kochbuch von Herbert Grönemeyers großem Bruder Dietrich, der bis zu seiner Emeritierung 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Radiologie und des weltweit einzigen Lehrstuhls für Mikrotherapien der Universität Witten/Herdecke war, und Anja Rusch, Leiterin der Dietrich-Grönemeyer-Stiftung. Viele denken, es sei gar nicht so einfach, für die ganze Familie günstig zu kochen. Doch weit gefehlt! Der Ratgeber »Kost-fastnix« bietet jede Menge preiswerter Einkaufstipps für Lebensmittel und die passenden Rezepte für günstige Gerichte gleich dazu. So bleibt die Freude am Kochen auch bei kleinem Budget dauerhaft bestehen, betonen die Autoren. Aber das sei längst nicht alles, denn günstig kochen kann auch noch richtig gesund sein – und sollte es sogar, denn unsere Gesundheit ist ein viel zu kostbares Gut, als dass wir sie einfach wegsparen sollten. Deshalb umfasst dieses ungewöhnliche Kochbuch viele praktische Tipps, wie man am besten günstig einkaufen und gesund kochen kann. 29 originelle Lieblingsrezepte gilt es zu entdecken. Günstig kochen wird mit dem Buch von Dietrich Grönemeyer und Anja Rusch zu einem spannenden Vergnügen, das einen ganz neuen Blick auf die tägliche Speisekarte verspricht. Die Einkaufstipps für Lebensmittel helfen dabei, die beste Qualität zu wählen – und das zu fairen Preisen. Die Autoren betonen, dass gesunde Ernährung und günstiges Kochen für die ganze Familie dank »Kostfast-nix« eine geniale Möglichkeit für mehr Lebensqualität ist, die sich gleich mehrfach auszahlt. Erschienen bei Systemed, 100 Seiten, viele Farbfotos, 10 Euro. A.L. LANG »Die ultimative Fuck-it-Liste« Einen ganz anderen Ansatz zum entspannten Leben bietet das Buch von A.L. Lang, das 222 Dinge beschreibt, die man niemals tun sollte. In Zeiten der Bucket List (things to do before you kick the bucket – also frei übersetzt: Sachen, die man machen sollte, bevor man den Löffel abgibt) bietet dieses nicht ganz ernst gemeinte Büchlein dennoch einen kleinen Ausweg aus dem ständigen noch machen müssen so mancher Wunschliste. Nach Angaben des Verlags war A. L. Langs Liste der Lebensträume bereits früh abgearbeitet, nämlich nach der Veröffentlichung von fünf Büchern, von denen es eines auf die Bestsellerliste der New York Times schaffte. Heute ist A. L. Lang älter und weiser und konzentriert sich lieber auf die wichtigen Dinge im Leben … wie etwa die Anfertigung der Steuererklärung, ohne darüber den Lebenswillen zu verlieren. So qualifiziert kann sie natürlich auch andere essentielle Lebensfragen beantworten, etwa ob man die Welt bereisen will. A.L. Lang rät davon ab. Man mag glauben, es koste rein gar nichts, das Nordlicht zu sehen, aber trotzdem müssen Sie eine Hypothek auf Ihr Haus aufnehmen, um eine Runde Drinks in Island bezahlen zu können. In Norwegen treibt Sie die Betrachtung dieses Freiluft-Äquivalents zur Lavalampe noch tiefer in den Ruin – zumal wenn Sie auch etwas essen wollen. Unverblümt ausgedrückt: Lassen Sie es. Lassen Sie es einfach sein. Die Welt zu bereisen ist teuer, gefährlich, unbequem, verwirrend und letztendlich eine riesige Enttäuschung. Im Grunde wie die Ehe, aber ohne den unbedenklichen Sex. Alles Nähere zu diesem und 221 weiteren Punkten für die ultimative Not-to-do-Liste in diesem Buch, das bei Heyne erschienen ist (217 Seiten, 9,99 Euro). Mit das Witzigste an diesem Buch ist, dass der Verlag sich genötigt sah, einen Warnhinweis ins Impressum zu schreiben, damit niemand die Tipps tatsächlich nachmacht. Vermutlich hat ein Lektor gefragt »Wie blöd kann man sein?«, worauf ein anderer hätte antworten können »Ziemlich ganz schön blöd, lass uns lieber einen Warnhinweis schreiben«… Na wenigstens die Selbsttestfragen sind ernst gemeint, zum Beispiel unter der Überschrift »Sind Sie wirklich der Typ für die Ehe?«, heißen die Alternativen: ich bezeichne meinen momentanen Partner als a) Schatziputzi, Zuckerbärchen, Hase oder b) den größten Fehler meines Lebens. Wenn das nicht subtil ist.

TIPPS 41 DVD Die Erfindung der Wahrheit »Die Erfindung der Wahrheit« war an den Kinokassen der USA ein Flop. Meine Vermutung ist, dass im Amerika des Donald Trump kaum jemand einen solchen Film sehen möchte. Das ist wirklich schade. Aber der Streifen ist wohl einfach zu nah an der Wahrheit. Die Wahrheit, die ja seit dem neuen Präsidenten sehr relativ geworden ist, scheint auch schon vor dem Wahlsieg des großsprecherischen alten Mannes mit den orangenen Haaren ein sehr umstrittenes Thema in den USA gewesen zu sein. Läge der Wahlsieg Trumps nicht gleichzeitig mit der Uraufführung des Films, man könnte »Die Erfindung der Wahrheit« für einen Kommentar halten. Warum geht es also in dem Film, der im Original den sehr harmlosen Titel »Miss Sloane« trägt? Es geht um Elizabeth Sloane, eine knallharte Lobbyistin, die sich einer Anhörung vor dem amerikanischen Kongress stellen muss. Sie hat sich ganz offenbar mit den falschen Leuten angelegt. Und das sind in Amerika (und vermutlich bei uns ja auch) die Leute mit richtig viel Geld. Doch anders als bei uns hat die Waffenlobby ein gewaltiges Gewicht, auch wenn es um die Waffen in privater Hand geht. Allerdings ist es den Waffenproduzenten doch ein wenig lästig, dass ständig Kinder und Jugendliche erschossen werden. Und deren Mütter sind seltsamer Weise aufgebracht. Und genau das soll sich ändern, wenn es nach Bill Sanford (richtig schön mies dargestellt durch Chuck Shamata) geht. Der möchte die beste Lobbyistin anheuern, damit die die Frauen auf die Seite der Lobby bringt. Denn wenn mehr Frauen bewaffnet wären, dann würde den Kindern doch auch weniger passieren. Witziger Weise (na, eigentlich eher trauriger Weise) hat Trump genau dieses Argument wenige Monate später benutzt, als er vorschlug, die Lehrer sollen sich doch bewaffnen, um die Amok-Läufe selbst stoppen zu können. Doch diesmal ist Elizabeth trotz lukrativem Angebots nicht davon zu überzeugen, dass eine Verschärfung der Waffengesetze vollkommen unnötig ist. Das bringt ihr allerdings die Kündigung bei ihrer Firma ein. Stattdessen lässt sie sich überreden, in einer kleinen Firma die Kampagne für die Gesetzesänderung zu leiten und damit gegen die Waffenlobby anzutreten. Dabei wandelt sie sich keineswegs von der knallharten Geschäftsfrau, die ihre Ziele ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzt, zum Gutmenschen. Auch bei der kleinen Firma mit Moral zieht sie alle Register, darunter auch eine ganze Reihe von miesen Tricks. Doch miese Tricks sind auch das Spezialgebiet der Waffenlobby und so entsteht ein ungleicher Kampf. Wenn Grisham das Drehbuch geschrieben hätte, wäre wohl ganz klar, wer den Kampf David gegen Goliath gewinnt. Doch genau das kann der Zuschauer nicht erwarten, was zum großen Teil auch an der tollen Leistung von Jessica Chastain liegt, die eine wirklich spezielle, völlig undurchschaubare Miss Sloane ist. In Europa hat sich der politische Thriller mit den vielen Überraschungen übrigens besser verkauft als in den USA – da fragt man sich warum! HÖRBUCH: HARLAN COBEN »In deinem Namen« Wenn Sie beim Hören von Cobens Roman den Eindruck haben, als spräche George Clooney zu Ihnen, dann ist das kein Zufall. Detlef Bierstedts Gesicht ist zwar nicht allzu bekannt, wohl aber seine Stimme, denn er synchronisiert den Hollywoodstar Clooney. Und genau diese Stimme passt auch zu diesem Krimi des Erfolgsautors Harlan Coben. Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Er wurde als erster Autor mit den drei bedeutendsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet, seine Thriller sind in über 40 Sprachen übersetzt worden und erobern regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten. Auch sein neuester Roman hat wiederum Bestsellerpotential. Fünfzehn Jahre ist es her, dass Detective Nap Dumas seinen Zwillingsbruder Leo verlor. Damals wurden Leo und dessen Freundin Diana unter mysteriösen Umständen tot auf den Eisenbahngleisen ihrer Heimatstadt in New Jersey gefunden. Damals verschwand auch Maura, Naps große Liebe, ohne ein Wort des Abschieds. Als jetzt im Wagen eines Mordverdächtigen Mauras Fingerabdrücke auftauchen, hofft Nap, endlich Antworten zu bekommen. Doch stattdessen stößt er nur auf immer neue Fragen: über die Frau, die er einst liebte, über eine verlassene Militärbasis und vor allem über Leo und Diana. Denn die Gründe, warum sie sterben mussten, sind dunkel und gefährlich. Erschienen ist die Hörbuchfassung im Hörverlag, gut neun Stunden Laufzeit, 11,95 Euro. Die Lesefassung ist bei Goldmann herausgekommen, 384 Seiten, broschiert, 14,99 Euro.

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