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Das Stadtgespräch August 2018

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20 Das

20 Das Stadtgespräch DAUERSTINKER WILDER MÜLL Die Stadt, der Müll, die Schmutzfinken »Schatz, ich geh gerade mal den Müll weg bringen!«. Wenn dieser Gang etwas länger dauern sollte, könnte er auch zu einer Fahrt ausgeartet sein. Wir verfolgen hier möglicherweise einen der egoistischen Umweltsünder, die diese Stadt vermüllen. Ja, denn etwas wegzuwerfen, stehen zu lassen oder abzuladen, scheint vielen Mitbürgern leicht von der Hand zu gehen. Herrenloses Auto Nehmen wir das Beispiel Auto. Vor einigen Wochen hat ein Zeitgenosse seinen PKW auf der Bahnhofstraße abgestellt. Vorher entfernte er die Nummernschilder und mögliche Hinweise auf seine Identität. Die im Auto liegenden Lumpen und Einkaufstüten verrieten jedenfalls nicht, wer der oder die Besitzerin der Wagens ist. Verschrottung leicht gemacht oder: »Kümmert ihr euch um meinen Schrott, dann brauche ich das nicht zu tun«. Eigentlich blöd, diese Auto-Absteller, denn wer sein Auto zum Beispiel beim Schrotthändler im Lintel zur Verschrottung abgibt, bekommt zum guten Gewissen sogar noch 80 bis 100 Euro bar auf die Hand! Abgestellt an der Bahnhofstraße Gelbe Hinweise Der Stadt bleibt zunächst nichts anderes, als die Wagen mit einem gelben Warnhinweis zu versehen. Darauf steht, dass der meist nummernlose PKW innerhalb von 3 bis 4 Wochen zu entfernen sei. Die nicht nur optische Umweltverschmutzung kommt häufiger vor, als uns lieb ist. Insgesamt 54 »Aufforderungen zum Entfernen eines Fahrzeugs aus dem öffentlichen Raum« wurden von der Stadt allein in diesem Jahr an »herrenlose« Autos geklebt. Drei Fahrzeuge ließ die Stadt entfernen. Die Kosten werden dem Eigentümer in Rechnung gestellt, heißt es bei der Stadtverwaltung, falls man ihn ausfindig machen kann! Müllbeutel am Straßenrand Auf Anonymität setzen auch andere Umweltsünder. Vor kurzer Zeit auf dem Reinkenweg zum Beispiel. Dorthin gelangte offenbar der eingangs beschriebene Gatte und sein Müllbeutel mit dem üblichem Haus- und Verpackungsmüll. Autotür auf, Beutel raus und schnell weg – danach sieht es zumindest aus, tagelang, wochenlang. Als Müllabladeplatz wählen die Müllis gern Containerstandorte. Dort fällt es nicht auf, wenn ein Auto vorfährt. Schnell raus mit dem, was nicht mehr gebraucht wird. Zum Beispiel auf dem Werlplatz. Dort wird immer wieder abgeladen, was zu Hause nicht Müllentsorgung auf dem Werlplatz mehr gefällt. Radios, Computer, Fernseher und sonstiger Restmüll, der zum Recycling gehört oder in die wohlgemerkt (!) eigene Tonne. Allein an den Glascontainern dieser Stadt wurden im vergangenen Jahr 40 Tonnen Müll illegal entsorgt. Dazu kommen noch weitere Müllmengen, die zum Beispiel Mitarbeiter von Bauhof, Flora, »Pro Arbeit« oder Freiwillige am »Stadtputztag« einsammeln. Adresse hinterlassen Täter werden hin und wieder erwischt, zum Beispiel weil sie dumm genug sind, ihren Müll irgendwo zurück zu lassen mitsamt Adressenaufklebern oder anderen Hinweis auf ihre Identität. So bestraft Gott die Dummen unter den Egos und Stadtverschmutzern. Praktisch wäre es, beim Müll auch ein Foto zu hinterlassen. Das könnten wir dann hier regelmäßig veröffentlichen unter der Rubrik: »Dreckspatz des Monats«.

21 Kurz & knapp Gold-Auszeichnung Die Volkshochschule Reckenberg-Ems gehört mit ihrer 100% Tochter FARE zu den erfolgreichsten Unternehmen Deutschlands. Sie wurde für herausragende Leistungen in der Kategorie »Mittlere Unternehmen« mit dem renommierten Ludwig-Erhard-Preis, dem Deutschen Excellence Preis in Gold ausgezeichnet. Beratungsangebot im neuen Ev. Gemeindehaus Ab 7. September bieten Fachfrauen des Vereins Pro Arbeit in Kooperation mit den Beraterinnen der Diakonie, des SKFM und der Gleichstellungsstelle der Stadt wöchentlich von 10 bis 12 Uhr ihre Hilfe an. Beratungsangebote für folgende Lebenssituationen sind geplant: Erwerbslosigkeit, soziale Probleme, Wohnungsnotfälle, berufliche Orientierung / Bewerbung, systemisches Coaching, Klärung der eigenen Situation, unterstützende Beratung. Seltene Auszeichnung Beim letzten Besuch in Matiši wurde Birgit Strothenke von Bischof Pavils Bruvers die Auszeichnung »Schild der Treue« überreicht. Die Ehrung für ihre Verdienste in der jahrelangen Erhaltung und Stärkung der Partner-Gemeinschaft zwischen beiden Kirchengemeinden wurde vom Erzbischof in Riga, Janis Vanags, unterzeichnet. Pfarrer Andis Smilga verlieh ihr die Kette mit dem entsprechenden Anhänger. Im Anschluss gratulierten und dankten ihr viele Gäste und freuten sich mit den zahlreich erschienenen Gemeindegliedern über den Besuch eines Bischofs seit fast 100 Jahren. Pfarrer Rainer Moritz und Angelika Riegel berührten mit Klezmermusik. KLEINE MARKTMUSIK LOCKT VIELE BESUCHER Kantorin feierte Dienstjubiläum (Kem) Bei der jüngsten Darbietung der Reihe »Kleine Marktmusik« fanden wieder sehr viele Besucher den morgendlichen Weg in die Stadtkirche. Sie erlebten zum einen ein außergewöhnliches Klezmerkonzert. Pfarrer Rainer Moritz (Saxofon, Akkordeon) und Kantorin Angelika Riegel interpretierten gemeinsam sehr einfühlsam und bewegend diese Musik des osteuropäischen Judentums. Zum anderen konnten die Besucher auf das zehnjährige Dienstjubiläum der Kantorin anstoßen. Die 45-jährige B-Kirchenmusikerin leitet den Kirchenchor und hat in den zurückliegenden Jahren viele Gottesdienste, Musikprojekte und Konzertveranstaltungen gestaltet. Neben der Marktmusik hat sie das »Offene Singen« und andere Chor-Projekte neu etabliert. Ein zentrales Anliegen sind ihr die Musikvermittlung und musikpädagogische Zugänge zum Singen, so Pfarrer Moritz.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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