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Das Stadtgespräch August 2017

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34 Das Stadtgespräch Der Doktorplatz Anfang 1900 Bild: Külker Geselliges Leben auf dem Doktorplatz vor 20 Jahren Bild: Kliche stärkte in einer weiteren Unterredung die Vorstellung der Initiative für einige Bäume im Zentrum des Doktorplatzes neue Standorte zu wählen, um mehr Platz für Veranstaltungen zu gewinnen – beispielsweise für den Andreasmarkt. Und er brachte noch eine tolle Idee ins Gespräch: »Wenn die drei Bäume aus der Mitte rausgenommen werden, kann im Winter eine wunderschöne Eisbahn eingerichtet werden – mit Glühweinstand«, sagte er. Bei der Initiative ist man sich sicher, dass der Ideengeber auch schon einen Sponsor für dieses attraktive Angebot im Hinterkopf hat. Falls der Kinderspielplatz Bestandteil des Platzes bleibt, sollte er einen neuen Standort rechts von der Münze erhalten, so Robert Tönnies weiter. Er kündigte zudem gegenüber der Initiative an, dass die Chance besteht, dass die Münze nunmehr doch weiterhin für ein gastronomisches Angebot bereit steht. Entsprechende Verhandlungen laufen derzeit mit zwei interessierten Gastronomen. Seine weiteren Vorschläge: Eine größere Fahrrad-Abstellanlage nebst E-Bike- Ladestation sollte links neben der Gaststätte Neuhaus entstehen. Damit die Passanten den Doktorplatz mit dem Steinweg als eine Einheit erleben können, sollte die Ampelanlage über die Münze hinaus ausgeweitet werden. Damit würde zugleich die Verkehrssicherheit an dieser gefährlichen Stelle der Schlossstraße erhöht. Der Technische Beigeordnete griff die zahlreichen Vorschläge positiv auf. Er selber fand bei den Anwesenden der jüngsten Bürgerversammlung Zustimmung für seine Anregung den Platz vor der »Weißen Villa« als Standort für die von der Initiative angeregte Bühne zu wählen. Im Winter sollte die Bühne eingelagert werden. Zur Idee einer öffentlichen WC-Anlage, die schon vor Jahrzehnten Altstadtbürgermeister Hermann Krink gefordert hatte und eines I-Punktes sagte Pfeffer, diese Ideen könne man im weiteren Verfahren natürlich prüfen. Grauwacke aufnehmen Auch die von der Initiative geforderte komplette Erneuerung der Bodenfläche fand beim Baudezernenten Zustimmung. Die »Grauwacke« sollte durch ein ansprechendes Altstadtpflaster der Firma Eustermann ersetzt werden. Verschiedene Städte haben damit schon sehr gute funktionale und gestalterische Ergebnisse erzielt. Das Pflaster ist zugleich prädestiniert für die seit vielen Jahren geplante optische Einheit von Doktorplatz und Berliner Straße. Zusätzlich können bei Veranstaltungen z.B. Pömpel den Platzcharakter hervorheben. Zur Akzentuierung des Platzes soll nach den Vorstellungen der Initiative auch der Wegfall der Bordsteine beitragen. Als vordringlich erscheint zudem die Beseitigung des Gefälles (immerhin 1,20 m). Das Gesamtpaket käme dem Platz nicht nur aus gastronomischer und veranstaltungstechnischer Sicht zugute, sondern auch Passanten mit Kinderwagen und Rollatoren sowie Frauen mit höheren Schuhen, wie mehrere Zuhörer anmerkten. Es wurde von ihnen noch daran erinnert, auch hinderliche Schilder und Laternen zu entfernen. Die Größe des Platzes erreicht bei Hinzunahme der Berliner Straße rund 3700 qm (von Wand zu Wand gemessen), bei der ausschließlichen Nutzung des vorhandenen Platzes sind es immerhin noch 2700 qm. Zum Vergleich: Der Historische Marktplatz hat eine Größe von rund 900 qm. Illuminierte Abendstimmung Der Vorschlag Pfeffers, die Erzeugung einer stimmungsvollen Atmosphäre in den Abendstunden durch eine Illuminierung der Fassaden, ggf. Bäume auf dem Doktorplatz zu prüfen, fand allgemeine Zustimmung bei den Anwesenden. Zur Unterstreichung der historischen Bedeutung schlug die Initiative vor, die beiden Säulenstümpfe des früheren Rathauses auf dem Doktorplatz mehr in den Blickpunkt zu rücken. Sie unterstrich ihre Auffassung, dass die Wünsche der Bürger bei der Neugestaltung des historischen Platzes Berücksichtigung finden sollten und warfen die Frage auf, warum bei der Vielzahl der qualifizierten Vorschläge noch Steuergeld kostende Experten bei der Erstellung des Konzepts zum Zuge kommen sollen. Pfeffer begründete das Vorgehen damit, dass es darum gehe, einerseits die personellen Kapazitäten im Rathaus zu unterstützen und andererseits auch Gedanken von außen ins Rathaus zu lassen. Er unterstrich, dass er ein offenes Ort für die Vorschläge der Bürger habe. Zukunftspläne Die Präsentation der ersten Planungsvorschläge und die Beteiligung der Öffentlichkeit sind für diesen Herbst vorgesehen. Mit einer politisch abgestimmten Lösung wird bis Ende März 2018 gerechnet. Die erforderlichen Mittel sollen im nächsten Haushaltsplan angesetzt werden. Die Stadt hofft auf Landesmittel in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Die drei Sprecher der »Initiative Doktorplatz« blicken noch weiter in die Zukunft: »Ziel sollte es sein, dass der ›neue‹ Doktorplatz am 1. Mai 2019 eingeweiht wird – vielleicht unter einem neuen Maibaum«. Ein weiteres Sorgenkind wartet auf die Beratung im BSUV. Die Altstädter wünschen sich eine bessere Ausleuchtung der Bahnhofstraße und einen zusätzlichen Fußgängerüberweg in Höhe der Kleinen Straße. Optimal wäre es, wenn die Bahnhofstraße zudem verkehrsberuhigt würde. Immerhin befinden sich im Einzugsbereich der Bahnhofstraße zwei Senioreneinrichtungen, ein Mutter-Kind-Haus und die Wenneber-Grundschule. Raimund Kemper

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Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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