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Das Stadtgespräch April 2018

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Themen der Ausgabe: Bürger- und Vereinemarkt in Wiedenbrück // Rückgang der Kriminalität // Krankenhaus-Notfallaufnahme wird missbraucht // Was Rheda-Wiedenbrücker Autohändler zu den drohenden Dieselfahrverboten sagen // Gastronomische Ausgehtipps // Jetzt tut sich was am Gänsemarkt // und viele weitere

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40 Das Stadtgespräch Wolke sieben REDENSARTEN AUF DEN GRUND GEGANGEN Wolke sieben – cloud number nine Wolke sieben oder Cloud number nine Wer so richtig glücklich ist, fühlt sich wie auf Wolke sieben. Auf dem amerikanischen Kontinent findet sich das größte Glück allerdings auf Wolke neun, wie die Fans des kanadischen Sängers Bryan Adams spätestens seit 1999 wissen. Das ist das Erscheinungsjahr eines seiner größten Hits »Cloud Number Nine«. Mit Zahlen hat er es offenbar nicht so. Sein größter Hit war vermutlich »Summer of 69«, wobei der Rockmusiker 1969 gerade zehn Jahre alt war. Da hat er garantiert ‘ne Menge geiler Partys gefeiert. Die Wolke neun ist jedoch nicht Adams Erfindung, sondern spätestens seit den 1950er Jahren bekannt. Dennoch ist der Ausdruck sprachwissenschaftlich gesehen wohl nicht besonders alt, denn vermutlich geht er auf den Internationalen Wolkenatlas von Hildebrandsson, Riggenbach und Teisserenc de Bort zurück, der 1895 erschien. Der wies zehn Wolkentypen aus, wobei die mit Abstand kuscheligste offenbar der Typ neun war: die Cumulus-Wolke, die wie ein Kopfkissen aussieht. Aber vielleicht liegt der Ursprung doch noch weiter in der Geschichte, denn bei den Germanen soll die Zahl neun ja eine heilige Zahl gewesen sein. Um den Ursprung der Wolke sieben zu erkunden, muss man Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende zurückgehen. Der Ausdruck geht vermutlich auf den siebten Himmel zurück, der durch Aristoteles geprägt wurde, obwohl auch schon in Mesopotamien von sieben Himmeln die Rede gewesen war. Aristoteles (* 384 v. Chr., † 322 v. Chr.) sprach nämlich von den sieben Himmelsschalen, auf denen sich jeweils die sieben bekannten Planeten Mond (ja, der wurde als Planet gezählt), Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn bewegten. Dem siebten Himmel kam dabei eine besondere Rolle zu, endete dort doch die materielle Welt. Danach kam nur noch die unsichtbare geistige Welt, die Welt der Phantasie, Wünsche und Träume. Auch nach dem jüdischen Talmud ist der siebte Himmel der höchste, dessen hebräischer Name bedeutet Gewölk (also Wolke sieben). Auch der Islam kennt übrigens den siebten Himmel, ebenso die Christen. Im Alten Testament besteht der siebte Himmel aus göttlichem Licht, das der Mensch nicht begreifen kann. Überhaupt ist die Zahl sieben eine besondere Zahl im Christentum. So schuf der Herr die Welt in sieben Tagen, wobei die Arbeit am siebten Tag ruhen sollte – vom verkaufsoffenen Sonntag war da noch nicht die Rede. Man denke auch an die sieben Plagen oder die sieben Todsünden, was eher die dunkle Macht der Zahl belegt. Auch die sieben Weltwunder sind bekannt. Und die Lottozahlen sind wohl auch nicht zufällig sechs plus Zusatzzahl – also sieben. Also ist die Wolke sieben auch irgendwie magisch – und das, obwohl jeder, der schon einmal geflogen ist, doch weiß, dass man auf Wolken nicht sitzen kann.

41 Pommes mit Mayo diätzuträglich DIÄTEN: Wenn Sündigen zum Erfolg führt Geplante Sünden sind nicht schlimm Das Frühjahr wäre ja eine wunderbare Zeit – wenn da nicht der Sommer drohen würde. Denn mit dem Sommer kommt ja bekanntlich die Bikini- und Badehosenzeit und das hat selbstverständlich ernste Konsequenzen! Die kalte Jahreszeit hinterlässt ja Spuren, die auf der Waage nur allzu deutlich werden. Es ist also wieder Zeit für eine Diät. Davon gibt es ja Unmengen – eine erfolgversprechender als die nächste. Es gibt die unterschiedlichsten Ansätze zum Erfolg, allerdings nur, wenn man sich strikt an die Vorgaben hält, denn Sündigen ist verboten. Stimmt so nicht, sagen jedenfalls Forscher von der Universidade Católica Portuguesa in Lissabon. Und spotten Sie nicht, dass die Katholiken sich mit Sünde ja bestens auskennen, denn auch von der holländischen Universität in Tilburg waren Forscher beteiligt. Die haben sich nämlich daran gemacht zu untersuchen, wie es sich mit dem Sündigen bei Diäten tatsächlich verhält. Wobei sie das Wort Sündigen durch das offenbar weit wissenschaftlichere von der »hedonistischen Deviation« ersetzten, also das lustgesteuerte Abweichen. Sie ließen zwei Probandengruppen ein und dieselbe Diät machen. Die Kalorienobergrenze waren dabei 1.500 Kalorien (die bekommt man schon mit einer ordentlich belegten Pizza und einer großen Cola zusammen). Während die eine Gruppe eingeschärft bekam, dass sie diese Grenze auf keinen Fall überschreiten durften, gestand man der zweiten Gruppe zu, jeweils an einem Tag in der Woche 2.700 Kalorien zu sich nehmen zu dürfen. Täglich mussten die Probanden in Online-Tagebüchern beschreiben, wie es ihnen erging. Der Fokus lag dabei auf der Motivation. Dass der Wille stark und das Fleisch schwach ist, ist spätestens seit der Zeit des Matthäus- Evangeliums für uns klar. Und auch die Probanden sündigten im Laufe des Experiments. Der große Unterschied war lediglich, dass diejenigen, denen ein striktes Einhalten der Diätregeln auferlegt worden war, mit ungeheuer schlechtem Gewissen sündigten, was nun wiederum dazu führte, dass ihre Motivation weiterzumachen, rapide in den Keller sank. Die mit dem geplanten Sündentag dagegen hielten die Motivation aufrecht. Dieses Ergebnis hatten die Forscher wohl auch erwartet. Überrascht hat es sie hingegen, dass der wöchentliche Sündentag nicht zu Gewichtszunahme führte. Im Grunde im Gegenteil, denn die Sünder waren am Schluss der Untersuchung viel eher bereit, die Diät weiter zu führen als die streng nach Vorschrift geführten Teilnehmer. Wer die höhere Motivation hat, hält länger durch und hat dadurch größeren Erfolg. Allerdings betonen die Forscher, dass Sünden geplant sein müssen. Spontane Sünden führen zu schlechtem Gewissen. Interessanter Weise scheint das Gleiche auch für andere Lebensbereiche zu gelten, etwa für das Sparen. Auch dabei scheint es so zu sein, dass diejenigen, die sich gelegentlich finanziell etwas gönnen, auf lange Sicht die besseren Sparer sind als diejenigen, die ausschließlich und immer wieder jeden Pfennig, also jeden Cent, zweimal umdrehen. UNSERE BQM... modisch & och für Enlage! ACKFELD Shoes & more BERLINERSTRASSE 39 33378 RHEDA - WIEDENBRÜCK Tel. 0 52 42 - 40 15 50 Besucht uns auch auf unserer Facebook-Seite Immer samstags bis 16 Uhr geöffnet! NEU – ONLINE-SHOP www.ackfeld-schuhe.de

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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