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Das Stadtgespräch April 2018

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Themen der Ausgabe: Bürger- und Vereinemarkt in Wiedenbrück // Rückgang der Kriminalität // Krankenhaus-Notfallaufnahme wird missbraucht // Was Rheda-Wiedenbrücker Autohändler zu den drohenden Dieselfahrverboten sagen // Gastronomische Ausgehtipps // Jetzt tut sich was am Gänsemarkt // und viele weitere

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28 Das Stadtgespräch (V. l.) Vorsitzender Kamuran Ugurlu, Bildungsbeauftragter Yilmaz Kahraman, Stv. Vors. Sainer Aktas, Gemeindemitglied Keramettin Baki ALEVITEN: IN DER HEIMAT DISKRIMINIERT ALEVITEN: IN DER HEIMAT DISKRIMINIERT In Deutschland akzeptiert (Kem) »Die Aleviten werden im türkischen Staat diskriminiert«, sagte Yilmaz Kahraman, Bildungsbeauftragter der Alevitischen Gemeinde Deutschland e. V. Auf Einladung der Alevitischen Gemeinde Rheda- Wiedenbrück stellte er in ihrem Gemeindehaus am Hellweg die Alevitische Glaubensgemeinschaft vor. Zahlreiche Vertreter aus dem Stadtrat, der Stadtverwaltung sowie aus verschiedenen Vereinen und Initiativen waren der Einladung des Gastgebers gefolgt. Der Referent erklärte, dass die Türkei Probleme mit Minderheiten habe. Wer in der türkischen Gesellschaft sage, dass er nicht an den Koran glaube, müsse wissen, dass das nicht gehe. Es gebe keinen alevitischen Religionsunterricht, in manchen Gegenden würden die Häuser der Aleviten mit Kreuzzeichen markiert. Schon die Osmanen verfolgten die Aleviten rund 500 Jahre lang blutig, berichtete er. Die Aleviten zogen sich deshalb in die Berge zurück. Sie bezeichneten sich selbst als Muslime, um sich vor politischer und religiöser Verfolgung zu schützen. Hier, in Deutschland fühlen sich die Aleviten wohl, so der Referent. Seit 2007 habe der deutsche Staat das Alevitentum als eigenständige Religionsgemeinschaft anerkannt. Mittlerweile werde in allen »alten« Bundesländern alevitischer Religionsunterricht angeboten. Wenn es in Ostwestfalen trotz der dort lebenden 10.000 Aleviten noch keinen Religionsunterricht gebe, liege das daran, dass nicht immer die dafür erforderlichen 12 Kinder zusammenkämen und auch noch nicht genügend ausgebildete Lehrerpersonen zur Verfügung ständen. Der Referent kritisierte, dass man in Deutschland »blind auf dem rechten Migrantenauge ist«. Er berichtete, dass in Deutschland rund 800.000 Aleviten leben. Genaue Zahlen gebe es nicht. Die Anzahl der Alevitischen Gemeinden beträgt 158. Sie vertreten 255.000 – 275.000 Alevitinnen und Aleviten. Es gab verschiedene Gründe für die Einwanderung nach Deutschland. Während die einen im Zuge der Arbeitsmigration in den 1960er Jahren ihre türkische Heimat verließen, flohen die anderen vor politischer Verfolgung vor allem nach dem Militärputsch von 1980. Bei den Aleviten bleibt die Ausübung des Glaubens jedem Einzelnen überlassen. Es gibt keine schriftlichen Grundlagen, religiösen Dogmen und auch keine Missionierungen. Die Aleviten akzeptieren jeden Glauben. Um Alevit zu werden, muss man ein Gelübde ablegen. »Gott können wir nicht definieren. Er ist in allem«, so der Referent auf Nachfrage. Im Mittelpunkt der Religion stehen die Prinzipien des Teilens, der Toleranz, der Nächstenliebe und der Aufrichtigkeit. Ein wichtiges Prinzip im Zusammenleben und bei der Glaubensausübung ist das Einvernehmen – das Einvernehmen mit sich selber, der Familie, den Nachbarn und der Gemeinde. Erst wenn alle im Einvernehmen sind, können beispielsweise der Religionsunterricht und die Gemeindeversammlung (Cem) beginnen. Insgesamt brachte die knapp zweistündige Veranstaltung dem Publikum viele neue Erkenntnisse über ein sehr interessantes Thema. Sie schloss mit einem Buffet aus traditionellen Speisen.

TIPPS 29 LIV CONSTANTINE Dein Leben gegen meins Als Amber und Daphne sich kennen lernen, sind sie sich auf Anhieb sympathisch. Schnell werden die beiden beste Freundinnen und sind unzertrennlich. Dass sie aus völlig verschiedenen Welten kommen, scheint keine Rolle zu spielen. Während es das Leben nicht gut gemeint hat mit Amber, scheint Daphne auf der Sonnenseite zu stehen: Sie hat einen tollen, attraktiven Mann, zwei süße Kinder, viel Geld, welches ihr ein Leben im Luxus ermöglicht und hohes Ansehen in der Gesellschaft. Und Daphne ahnt nicht, dass Amber es satt hat, immer nur Pech zu kurzerhand von der Themse an den Bodensee. Dabei gibt es doch kaum etwas, was so typisch englisch wäre: Eine Bootsfahrt auf der Themse! Zu Zeiten von Königin Viktoria war das der Inbegriff des Ferienglücks. Der Ich-Erzähler, ein bekennender Hypochonder, hat für sich erkannt, dass er an schwerer Krankheit leidet: allgemeine Abneigung gegen Arbeit jeder Art. Das schreit nach Erholung. Zusammen mit zwei Freunden rudert er auf der Suche nach Natur und Erholung zwölf Tage lang flussaufwärts: von Kingston nach Maidenhead, Marlow, Dorchester, Reading und Oxford – und dabei von einer Panne zur nächsten. Nichts kann die Freunde aus der Fassung bringen, sämtliche Missgeschicke, trocken serviert von Erzähler J., wissen sie mit Stil und Witz zu ertragen. Die Gentlemen trösten sich mit der reizvollen Atmosphäre der Themsestädtchen (und in deren Kneipen), bis der Regen sie vorzeitig in die Zivilisation Londons zurückspült. Mit seiner Schilderung eines Campingurlaubs der drei Freunde George, Harris und J. sowie ihres Hundes Montmorenhaben. Aber Amber will ein neues Leben. Das von Daphne. Und dafür scheint ihr jedes Mittel recht zu sein. Doch auch Daphne spielt nicht mit offenen Karten, denn sie hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das zu einem gefährlichen Katz- und Maus-Spiel führt, bei dem schon bald nicht mehr ersichtlich ist, wer Opfer und wer Täter ist… »Dein Leben gegen meins« ist ein Psychothriller, den man so schnell nicht vergisst. Gekonnt spielt die Autorin mit dem Schubladendenken, das wir alle, durch das scheinbar »perfekte« Leben unserer Mitmenschen, haben. Ist das Gras wirklich grüner auf der anderen Seite? Der Leser wird von Anfang an in eine Geschichte hineingezogen, in der Macht, Neid, Missgunst, Lüge und Betrug die zentrale Rolle spielen. Je mehr man in das Leben von Amber und Daphne eintaucht, desto offensichtlicher wird auch, dass die Grenzen zwischen Opfer und Täter immer mehr verschwimmen und man fragt sich, wem man überhaupt noch trauen kann. Zudem sorgen unerwartete Wendungen für einen permanen- ten Spannungsbogen.Erschienen ist »Dein Leben gegen meins« als Paperback im Verlag Harper Collins, hat 464 Seiten und ist erhältlich in der Buchhandlung bücher-güth für 14, 99 Euro. WIEDERENTDECKT: JEROME K. JEROME »Drei Mann in einem Boot« Ich hatte ja gedacht, dass »Drei Mann in einem Boot« aus den Fünfziger Jahren stammt. Aber das lag wohl an der deutschen Verfilmung von 1961 mit Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff. Dieser klassische Schlagerfilm verlegte die Handlung der literarischen Vorlage Early-Fit Tarif für 24,90 € mtl. ,,Die beste Art, seine Träume wahr zu machen, ist aufzuwachen und früh zu beginnen”. Nutzen Sie unseren Early-Fit Tarif! Trainingszeiten: Montag-Freitag 8.00 –16.00 Uhr Sa: 13:00 – 18:00 Uhr & So: 09:00 – 14:00 Uhr inkl. Kurse Bosfelder Weg 94a | 33378 Rheda-Wiedenbrück Fon 4 73 68 | www.winnysgym.de Partner Workout! Gemeinsam macht‘s mehr Spaß und dein Partner bezahlt nur 11,90 mtl.* Dein Weg zum Erfolg! Anekabel 5 | 33378 Rheda-Wiedenbrück Telefon 0 52 42 / 9 68 00 58 info@winnysgym.de | www.winnysgym.de facebook.com/BodyCampSport * Angebot gültig bis 30.5.2018, Mindestlaufzeit 12 Monate plus einmalig 19,- Euro Starterkit, nur für Neumitglieder

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