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Stadtgespräch Februar 2016

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40 Das Stadtgespräch NEUGIERIG? www.oerpohl-gmbh.de 05242-9375-0 info@oerpohl-gmbh.de Das strenge italienische Auge des Gesetzes Ordnungshüter in Budapest Neues aus dem Verkehrsdschungel im Urlaub Offenbar hat manch ein Zeitgenosse das Gefühl, im Urlaub gelten die Verkehrsregeln irgendwie nicht. Oder sie sind ganz anders, was man ja nicht wissen kann – daher brauche ich sie auch nicht so zu befolgen wie daheim bei uns. Tatsächlich kennen einer Umfrage zufolge 20 Prozent der Touristen die Regelungen vor Ort nicht. Und ebenso tatsächlich ist es so, dass gelegentlich Autofahrer damit durchkommen, dass sie Strafzettel ignorieren. Ein deutscher Autofahrer beispielsweise hat mehrere Zahlungsaufforderungen eines britischen Inkassobüros ignoriert – bei einem osteuropäischen mit weniger feinen Methoden hätte er vielleicht gezahlt. Es ging um einen Strafzettel, den er in Budapest bekommen hatte. Die Inkassofirma ging vor Gericht, die Klage wurde jedoch vom Amtsgericht München abgewiesen, denn es könne nicht nachgewiesen werden, dass der Halter tatsächlich sein Fahrzeug verkehrswidrig abgestellt hätte. Glück gehabt. Weniger glücklich war dagegen der Urlauber, dem sein schon in Deutschland gebuchter Mietwagen in Italien angefahren wurde. Die Frau, die den Wagen angefahren hatte, machte sich allerdings keineswegs aus dem Staub, sondern hinterließ ihre Adresse. Das war dem Urlauber ganz recht, denn er war ohnehin in Zeitnot und hatte nur noch einen kurzen Stopp auf dem Weg zu seinem Rückflug eingelegt. Daher meldete der Urlauber den Schaden erst nach der Fahrt zum Flughafen. Der Vermieter behielt daraufhin die Kaution ein, die der Urlauber, wieder in der Heimat, versuchte, vor Gericht wieder zu bekommen. Sein Argument war, dass er den Rückflug verpasst hätte, wenn er erst auf die Polizei hätte warten müssen, die einen Unfallbericht hätte anfertigen sollen. Doch der verpasste Flug spielt in diesem Fall keine Rolle, weil der Mietvertrag ausdrücklich vorschreibt, dass bei Schäden die Polizei eingeschaltet werden muss und ein entsprechender Unfallbericht vorgelegt werden muss. Geschieht das nicht, zahlt der Mieter im ungünstigsten Fall selbst. Es empfiehlt sich also, den Vertrag genau zu studieren, auch wenn es noch nicht gekracht hat. Manch ein Urlauber meint auch, dass er es nicht besonders ernst nehmen muss, wenn er etwa im Mietauto geblitzt wird. Doch auch da ist Vorsicht angesagt. Die Behörden arbeiten unterschiedlich schnell und sind auch durchaus unterschiedlich stark hinter Missetätern her, auch natürlich nach denen, die im eigenen Auto anreisen. Zwar sind seit 2013 alle EU- Staaten verpflichtet, Halterdaten weiter zu geben, und ab 70 Euro sind Bußgelder vollstreckbar. Doch das heißt noch lange nicht, dass man von den Behörden in Griechenland, Irland oder auch Italien unbedingt belangt wird. Da hätte der Schlendrian auch mal etwas Positives. Sicher sind Nichtzahler dennoch nicht, denn man kann bei Wiedereinreise, einer Verkehrskontrolle und gerade bei Flugreisen ins Land und der damit verbundenen Passkontrolle später noch zur Kasse gebeten werden. Die Verjährungsfrist für Bußgelder beträgt in Italien etwa satte fünf Jahre. Gleichzeitig zählen Italien und Griechenland zu den Ländern, die Sofortzahler mit Rabatten belohnen, die bis zur Hälfte des Bußgeldes ausmachen können. Wenig Spaß verstehen die ansonsten so lustigen Holländer, wenn es um Verkehrsverstöße geht. Sie treiben auch bei uns gnadenlos die Tickets ein. Und die haben es in sich, wenn es zum Beispiel um ein Knöllchen geht, das in den Niederlanden gerne mal 90 Euro kostet. Handy am Steuer schlägt bei unseren Nachbarn mit schlappen 230 Euro zu buche. Und auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen muss man gewaltig aufpassen, denn wer 20 km/h zu schnell unterwegs ist, darf ab 160 Euro löhnen. Da ist in Westeuropa nur die Schweiz noch rabiater, denn dort kosten 20 km/h über Speedlimit ab 170 Euro. Die Skandinavier können darüber nur lächeln, kostet in Schweden das Ticket für 20 km/h zu schnell doch satte 270 Euro, in Norwegen gar 420 Euro nach Angaben des ADAC. Naja, und so viel Geld kann man doch gerade im Urlaub noch besser anlegen…

41 Adventskonzert des MGV von 1872 Rheda Was möchte jemand, der ein Konzert, speziell ein Adventskonzert besucht? Gibt es dazu Untersuchungen oder ausgiebige Befragungen? Keine Ahnung. Aber ich kann ja den Besucher befragen, den ich am besten kenne: mich selbst. Und da ich von meiner eigenen Einzigartigkeit in jeder Beziehung nicht mehr so ganz überzeugt bin (das kommt halt, wenn man älter wird), gehe ich davon aus, dass andere in etwa dasselbe wollen wie ich. Und das wäre in diesem Fall: das alt Bekannte oder das interessante Unbekannte oder, besser noch, alles beides. Fangen wir mit dem alt Bekannten an. Schon als Kind fand ich »Es ist ein Ros entsprungen« einfach wundervoll. Und das, obwohl ich den Text wohl nicht ganz richtig gedeutet hatte. Das ging schon meiner Mutter so, die Maria, die reine Magd (gesungen in der gut westfälischen Betonung: die reine Macht) als Maria, die reine macht gedeutet hat, denn schließlich musste ja wohl auch Maria irgendwann mal reine machen, also putzen. Der theologisch versierte Kenner weiß an dieser Stelle, dass sie sich dabei nur auf die zweite Strophe der protestantischen Fassung des Liedes von 1609 beziehen konnte, denn die katholische zweite Strophe von 1599 hat zwar diese Textzeile, endet aber mit Aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren und blieb doch reine Magd. Mich selbst hat als Kind, und ehrlich gesagt auch später, die unbefleckte Empfängnis wenig beschäftigt. Dafür dachte ich, dass es in diesem Lied um ein Pferd (Ross kannte ich von Ross und Reiter) geht, das mitten im kalten Winter nachts ausgebüxt ist (entsprungen). Zu meiner Entschuldigung sei vorgebracht, dass ich das Lied noch nie von einem Chor, jedenfalls keinem mit Anspruch, gehört hatte. Und genau diesen Anspruch stellte der MGV von 1872 Rheda bei seinem Adventskonzert wieder unter Beweis. Dieser Chor singt eben nicht durch, wenn eine Synkope gefordert ist. Und wenn die Besucher bei O Heiland, reiß die Himmel auf die Noten alle gleich lang singen, dann ist das in Ordnung, der Chor tut das nicht, natürlich nicht. Stimmungsvoll eröffnet mit Christoph Willibald Glucks Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt, ließ der Chor Rorate caeli (Ihr Himmel, tauet den Gerechten) ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert folgen. Und das auf Latein, was bekanntlich kein Problem ist, ebenso wenig wie die englischsprachigen Lieder, an die sich die sangesfreudigen Männer immer wieder wagen. Doch kommen wir zur Anfangsfrage zurück, denn das Konzert hatte durchaus unbekannte Musik, jedenfalls für mich unbekannte Musik. Am meisten beeindruckt hat mich das Concerto in D des Komponisten Francesco Manfredini von 1710. Wieder einmal ging die Taktik, das Konzert des Männergesangvereins mit Spitzenmusikern zu verstärken, auf, denn die beiden Trompeter Peter Mönkediek und Frieder Steinle, Solotrompeter beim WDR Sinfonieorchester, waren ein echter musikalischer Hochgenuss. So glasklar und glockenhell hört man die Bachtrompeten selten. Doch nicht nur die beiden WDR-Profis wussten zu überzeugen. Auch die witzige Interpretation von »Stille Nacht« und anderen Weihnachtsliedern des Amerikaners Charles Callahan, Jahrgang 1951, gelang Christoph Grohmann und Harald Gokus auf überzeugende Weise. Von zart bis stimmgewaltig ertönte die Orgel – die Sänger quittierten es mit anerkennendem Nicken – es fiel ihnen wie den Zuschauern auch sichtlich schwer, nicht zu applaudieren, denn das sollte erst am Ende des Konzerts geschehen. Nach dem abschließenden Lied »Die wunderste Zeit ist nah«, die von Christoph Grohmann bearbeitete deutsche Version des zeitgenössischen Stücks »The very best time of year« von John Rutter, in dem Chorleiter Edwin Pröm Chor, Trompeten und Orgel zusammenführte, brandete dann auch der Applaus für ein rundum gelungenes Konzert mit hochmotivierten Sängern auf. Bad komplett Wir bauen Ihr Bad. Inspiration & Beratung im Studio für Bad & Heizung Heizung komplett Heizsysteme mit Zukunft www.bad ~ solar ~ heizung ~ klima.de Foto: hewi Rietberg-Varensell, Basterweg 10 Fon: 0 52 44 - 93 21 90 Mo.-Fr. 9 - 18 Uhr, Sa. n. Vereinbarung Foto: Bemm

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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