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Stadtgespräch Februar 2016

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38 TIPPS Das

38 TIPPS Das Stadtgespräch Dialoge: »Tugend ist die Abwesenheit jeder Möglichkeit, sich dem Laster zu widmen«. Dieser Spruch und viele andere mehr können es locker mit Oscar Wilde aufnehmen. Und ebenso wie Wilde mochten die totalitären Machthaber diesen Autor nicht, der sich der Einberufung im Ersten Weltkrieg durch seinen Umzug in die neutrale Schweiz entzogen hatte. Und eigentlich hieß er zu allem Überfluss ursprünglich Walter Seligmann und war erst 1909 vom Judentum zum Katholizismus konvertiert. In der Dada-Bewegung, die den Nazis selbstverständlich als entartet galt, spielte er wichtige Rolle. Doch auch seine Kriminalgeschichten sorgten für Wirbel, fast wäre sein Roman Die Tigerin von 1925 den Zensoren der Weimarer Republik zum Opfer gefallen. Seine Werke werden in den Dreißiger Jahren auf »Liste 1 des schädlichen und unerwünschten Schrifttums« der Reichsschrifttumskammer gesetzt. 1942 wird er, der inzwischen im Prager Ghetto arbeitet, mit eintausend anderen Menschen von den Nazis ermordet. Seine Kriminalgeschichten, die der Manesse Verlag (447 Seiten, 24,95 Euro) gesammelt und im Manteltaschenformat neu aufgelegt hat, sind auch nach mehr als 90 Jahren keineswegs angestaubt. Vielmehr sind sie ein hochkarätiges Lesevergnügen nicht nur für diejenigen, die den Autoren schon jetzt kennen und lieben. DER HÖRBUCHTIPP: ECKART VON HIRSCHHAUSEN Ist das ein Witz? Vol.3 Kommt ein Witzbold zum Arzt – so könnte ein Witz anfangen. Der könnte auch gut sein, muss aber nicht. Denn nicht automatisch ergibt die Mischung von zwei Menschen, die im weiten Feld der humoristischen Unterhaltung unterwegs sind, auch tatsächlich Komisches. Offenbar muss auch in diesem Bereich, vielleicht sogar gerade im schweren Bereich der leichten Unterhaltung, die Chemie der interagierenden Künstler passen. Und genau davon kann der geneigte Zuhörer im dritten Teil des Hirschhausenschen Witz-Programms Zeuge werden. Nach den großen Erfolgen mit Hellmuth Karasek und Jürgen von der Lippe ist Guido Cantz der dritte, den Eckart von Hirschhausen zum Witze-Duell herauskitzelt und man fragt sich zwangsläufig Verstehen die Spaß? Und ob! Guido Cantz und Eckart von Hirschhausen kennen und schätzen sich seit ihren Anfängen in der Köln Comedy Schule vor 20 Jahren. Beide pflegen eine geheime Leidenschaft: die ehrwürdige Kunst des Witzeerzählens. Dabei hat sich Cantz im härtesten Markt der Welt (Zitat Hirschhausen), also im Kölner Karneval, durchsetzen können, was ja schon für sich genommen eine enorme Feuerprobe ist. Was erwartet den Hörer in Ist das ein Witz – Volume 3? Es steigert sich auf alle Fälle, angefangen bei: Kommt ein Mann ins Schuhgeschäft und sagt: Entschuldigung, ich hab zwei linke Füße – haben Sie Flip-Flips? Allerdings belassen es die beiden Akteure es nicht beim reinen Witzerzählen, sind also nicht die Nachfolger der in den 70er Jahren gefürchteten Witzeplatte, die auch schon mal aufgelegt wurde als Garant dafür, dass danach die Stimmung vollkommen im Eimer war. Nein, das Duo Hirschhausen- Cantz analysiert auch, wie das Witzerzählen funktioniert und wirkt, wie das Publikum sich verhält (manch ein Mann lacht erst dann, wenn seine Frau auch lacht) und was sonst noch alles passiert. Diese Beobachtungen sind wirklich klug, manchmal hilft es eben, wenn sich schlaue Menschen eines scheinbar banalen Themas annehmen. Das Hörbuch ist ein live-Mitschnitt aus der Springmaus in Bonn. Erschienen ist die Aufnahme im Hörverlag.

TIPPS 39 JUGENDBUCHTIPP: JESSE ANDREWS Ich und Earl und das Mädchen Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten … Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: sich möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool-Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet – wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich »um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied … Jesse Andrews hat einen Harvard-Abschluss und lebte schon in Spanien und Deutschland (wo er in einer Jugendherberge arbeitete). Er kommt ursprünglich aus Pittsburgh, Pennsylvania, und wohnt derzeit in Brooklyn, New York. Ich und Earl und das Mädchen (im Original heißt es das sterbende Mädchen) ist sein Debüt-Roman und wurde kürzlich auch verfilmt. Erschienen bei heyne fliegt, 301 Seiten, 8,99 Euro. KREISWEITER EINHEITLICHER PROBE-SIRENENALARM Immer am ersten Samstag im Monat um 12 Uhr Seit Januar gibt es wieder regelmäßige einheitliche Probealarme der Sirenen im Kreis Gütersloh. Die bisher uneinheitlichen Tests in den einzelnen Kommunen, teils wöchentlich, teils monatlich, gehören damit der Vergangenheit an. Der Probealarm ist jeweils am ersten Samstag im Monat um 12 Uhr – das heißt zum zweiten Mal am 6. Februar 2016. Der Probealarm besteht aus einem 15 Sekunden langen Dauerton bei den digitalen Sirenen, beziehungsweise aus einem Feueralarm (drei mal 15 Sekunden) bei den noch nicht umgerüsteten. Nach einer Umrüstung auf digitale Technik und die entsprechende Programmierung können die Sirenen von der Kreisleitstelle angesteuert werden.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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