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Stadtgespräch Februar 2016

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36 TIPPS Das Stadtgespräch Feiern im Abrahams Wir bieten ein außergewöhn liches Ambiente für Ihre Hochzeit, Familienfeier und Betriebsfeste für bis zu 140 Personen. Rufen Sie uns unverbindlich an. Mediterranes Restaurant Di. – So. ab 18:00 Uhr Montags geschlossen – In Rheda direkt am Bahnhof Bahnhofstrasse 4 33378 Rheda-Wiedenbrück – www.lars-abraham.de Tel.: 0 52 42/96 800-80 Das Haus der guten Küche Angebote im Februar Tranchierte Barbarie Entenbrust auf Tellerrösti mit Brombeersauce, dazu bunten Salatteller € 13,80 Kanadisches Lachssteak mit Helgoländer Käutersauce an schwarzen Nudeln, dazu bunten Salatteller € 13,50 Mittagstisch Abendkarte ab 18.00 Uhr Montags und dienstags Ruhetag Rheda-Wiedenbrück | Herzebrocker Str. 162 Tel: 05242 - 42 434 WILLKOMMEN! www.oerpohl-gmbh.de 05242-9375-0 info@oerpohl-gmbh.de KRIMI-TIPPS: JUDITH MERCHANT Rapunzelgrab man für die mehr Hintergrundinformationen braucht). Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie ein Beispiel möchten? Bitte sehr: »Zwei Frauen unterhalten sich im Flieger, sie kamen gerade erst ins Gespräch. Irgendwann fragt die eine: Fliegen Sie auch nach Chicago?«. Na gut, eine noch: »Eine Mutter überquert mit ihrer kleinen Tochter die Straße, als ein Cabrio vorbeifährt. Das Mädchen: Mama, kaufen wir uns auch so ein kurzärmeliges Auto?«. Einige der Geschichten sind politisch brisant oder auch einfach nur böse, meistens entlarvend. Gute Unterhaltung jedenfalls für 9,99 Euro (erschienen bei Heyne). Schon als Kind fand ich Rapunzel ein komisches Märchen: Wie sollte das gehen, dass sich eine Frau, auch wenn es eine alte dürre Hexe war, und später ein ausgewachsener Mann an Haaren eines Mädchens einen Turm hochziehen konnte. Mit dem Zaubern und sprechenden Tieren kam ich ja klar, aber das war doch unrealistisch! Kein Wunder, dass sich auch Krimiautoren gerne dieses seltsamen Stoffs annehmen. Kriminalhauptkommissar Jan Seidels erster Gedanke, als er zum Tatort nach Rheinbach gerufen wird, ist dann auch sofort: ein Märchenmord! Am Fuße des verwunschenen Hexenturms liegt eine Frauenleiche mit langen blonden Zöpfen. Bald stellt sich heraus, dass das Opfer an einer rätselhaften Krankheit litt: dem Rapunzelsyndrom. Die Ermittlungen führen zu einem Zirkel von Schriftstellern, die einiges zu verbergen haben. Und außerdem zu einem Roman, der besser nie geschrieben worden wäre. Rapunzelgrab (Knaur, 409 Seiten, 9,99 Euro)ist der dritte Fall in Judith Merchants Rheinkrimi-Serie. Judith Merchant studierte Literaturwissenschaft und unterrichtet heute an der Bonner Universität Creative Writing – warum hat es früher so etwas an der Uni nicht gegeben? Zumindest nicht an deutschen Hochschulen, da waren die Amis viel weiter! Na egal, die jungen Leute haben es heute einfach besser. Für ihre Kurzgeschichten wurde Judith Merchant zweimal mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Mit Nibelungenmord und Loreley singt nicht mehr startete sehr erfolgreich ihre Krimireihe um Jan Seidel, die demnächst fortgesetzt wird. Neben den unverzichtbaren Krimi-Motiven, zu denen bei Judith Merchant übrigens nicht literweise Blut gehört, und den Referenzen Richtung deutscher Mythen geht es in Rapunzelgrab ganz modern um den gnadenlosen Buchmarkt, aber auch die schriftstellerischen Klassiker: Größenwahn und Schreibblockaden sowie natürlich die Todsünde des Neids. PATRICIA CORNWELL Ihr eigen Fleisch und Blut An ihrem Geburtstag findet Kay Scarpettas auf ihrer Mailbox eine kryptische Nachricht von einem gewissen »Copperhead«, und kurz darauf entdeckt sie an ihrer

TIPPS 37 Gartenmauer sieben blank polierte Münzen. Ein alberner Scherz? Bevor sie darüber nachdenken kann, klingelt das Telefon und Detective Pete Marino berichtet ihr, dass ganz in ihrer Nähe ein Mann erschossen wurde. Auf dem blank polierten Projektil, so stellt man später fest, ist die Zahl 3 eingraviert. Es ist bereits der dritte Mord, der nach diesem Muster begangen wurde – und die Opfer stammten alle aus Scarpettas Umfeld. Sieben Münzen, drei Morde: bleiben noch vier... Dieser neue Fall ist der zweiundzwanzigste der Gerichtsmedizinerin, die eine ausgesprochen treue Leserschaft auch bei uns hat. Als Patricia Cornwell 1990 ihren ersten Roman über die Figur Kay Scarpetta schrieb konnte niemand ahnen, dass sie derart erfolgreich weltweit werden würde. Zum einen liegt das wohl daran, dass Patricia Cornwell, 1956 in Florida geboren, sowohl als Polizeireporterin als auch in der Gerichtsmedizin gearbeitet hat. Sie weiß sehr wohl, wovon sie schreibt. Auch hat ihre Hauptfigur ein Vorbild in der Realität. Und dann sind da natürlich auch noch die weiteren Figuren, deren Entwicklung von Roman zu Roman fortschreitet. Da ist zum einen Kays hochbegabte Nichte Lucy Farinelli, die sie an Stelle ihrer Schwester großgezogen hat und die wie eine Tochter für sie ist. Allerdings bedeutet das keineswegs ein unkompliziertes Verhältnis. In diesem Krimi spielt Lucy eine völlig undurchsichtige Rolle. Es scheint gar, als hätte sie etwas mit den Umständen der verschiedenen Morde zu tun. Ebenfalls nicht unkompliziert ist Kays Beziehung zum Polizisten Pete Marino, der schon für sie gearbeitet hat, nunmehr aber wieder in den Diensten der Polizei agiert. Das hält ihn nicht davon ab, permanent Grenzen zu überschreiten. Und dann ist da noch ihr Ehemann, der FBI-Profiler Benton Wesley, nicht gerade ein Plaudertasche, wenn es um Berufliches geht. Ihr eigen Fleisch und Blut ist raffiniert konstruiert und spannend geschrieben, als Hardcover bei Hoffmann und Campe erschienen, 464 Seiten, 24 Euro. WALTER SERNER Der rote Strich Die Geschichten Walter Serners hätten wir auch in der Rubrik »Alte Literatur wiederentdeckt« besprechen können, aber sie passen auch hierhin, handelt es sich bei der Sammlung Der rote Strich doch um Kriminalgeschichten. Diese sind sämtlich in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erschienen, den »Wilden Zwanzigern« wie man ergänzen könnte. Walter Serner gilt als Meister der verruchten Pose, des amoralischen Affronts. Das Generalthema seiner Kriminalgeschichten ist die Faszination des Bösen. In geschliffener Sprache feiert hier ein durch und durch moderner Autor das blühende Laster der Großstadt und deren zwielichtige Helden: leichte Mädchen und schwere Jungs, Tagediebe und Nachtschwärmer, Damen von Welt und solche »mit Vergangenheit«, Gentleman-Gauner, Schieber und Schlepper. In den Dialogen allerdings herrscht die Sprache des Volks vor, genau dieses Volks: »Was bin i? Sö, gebn S‘ acht, was sagn«. Gleichzeitig schmuggelt der Autor aber auch immer wieder Bonmots in seine

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