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Stadtgespräch Februar 2016

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30 Das

30 Das Stadtgespräch RHEDA ERBLÜHT Schmuckstück Bahnhofsviertel (Kem) Bis zur Eröffnung der Bahnlinie von Köln nach Minden im Jahr 1847 war der Bereich des heutigen Bahnhofviertels bedeutungslos und nahezu unbebaut. Der Bahnhof entstand vor den Toren der Stadt. In jener Zeit wurde ein Privatweg zur Bahnhofstraße ausgebaut. Zwischen 1918 und 1924 wurde die Eisenbahnstrecke auf einen Damm hoch gelegt und gleichzeitig auf vier Gleise erweitert. Die Bahn wurde zu einem der größten Arbeitgeber in der Stadt. Über die Entwicklung des Bereichs um den Bahnhof in den zurück liegenden 170 Jahren berichtet der Heimatfreund und Erforscher der Heimatgeschichte Jochen Sänger im Kreisheimat-Jahrbuch 2016 des Kreises Gütersloh unter dem Titel »Der Bahnhofsvorplatz Rheda ändert sein Gesicht: Von der Randlage zum zentralen Platz«. Als einziges Haus lag hier in der Feldmark 255 das Wohngebäude der Familie Gerstein, in dem Christoph Ortkrass 1850 eine Schankwirtschaft einrichtete. 1883 übernahmen Allerbecks die Wirtschaft und bauten sie zu einem angesehenen Hotelbetrieb um. Es bestand bis 1972. Bis 1977 nutzten es die Westfalia-Werke zur Unterbringung ihrer Gastarbeiter. Danach entstand die bis heute bestehende Neubebauung, in der sich aktuell ein Schuhmarkt und ein Backwarengeschäft befinden. 1847 errichtete der Herzebrocker Postexpediteur Franz Joseph Zumbusch das Posthotel, was für ihn Der Bahnhofsvorplatz 1966 allerdings mit einem finanziellen Desaster endete. Er wanderte in die USA aus. 1920 erwarb Franz Niestadtkötter dieses Gebäude. Es wurde 1993 restauriert. 1864 siedelte sich die Brennerei Hagedorn neben der neuen Eisenbahnlinie an. Umweltauflagen und steigender Konkurrenzdruck führten 1982 zur Stilllegung der Brennerei. Auf der anderen Seite der Bahnlinie gründete der Düsseldorfer Hugo Simons 1889 die Baubeschlagfabrik »H. Simons & Co.«. Die Post siedelte sich von 1864 bis 1892 in dem 2013 abgerissenen Hagedornschen Haus (heute Dentalzentrum OWL). 1891 zog die »Kaiserliche Reichspost« in einen Neubau auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnhofstraße um. Die Bürgermeister Rhedas fanden von 1929 bis zu seiner schweren Beschädigung durch einen Fliegerangriff am 22. Februar 1945 eine Dienstwohnung in dem Gebäude auf dem Eckgrundstück Ringstraße/Bahnhofstraße 25. 1948 endete die Ära dieses Hauses als Wohnstätte des Bürgermeisters. In den renovierten Räumen fand zuletzt u. a. das Reisebüro Müther bis 1979 sein Domizil. Im Jahre 2005 wurde das ehemalige Bürgermeisterhaus abgerissen. Das in diesem Bereich Ende 1912 eröffnete Kino schloss endgültig 1999 seine Tore. Es wurde 2001 zusammen mit dem rückliegenden Wohnhaus und Nebengebäuden beseitigt. Das 1921 von Eugen Göpfert neben der Post errichtete kleine »Cigarren-Haus« ließ die Stadt 2004 im Rahmen der Neugestaltung des Bahnhofumfeldes abreißen. Heute präsentiert sich der Bereich um den Bahnhof den Besuchern als einladende städtische Visitenkarte. Seit zwei Jahren entstehen hier moderne und geschmackvolle Neubauten. Noch in diesem Jahr will die Verwaltungsstelle Gütersloh-Oelde der Industriegesellschaft Metall in das renovierte ehemalige Wohnhaus der früheren Fabrikantenfamilie Hagedorn einziehen. Die Einmündung der Bahnhofstraße, Ringstraße und Kolpingstraße in die Herzebrocker Straße und Wilhelmstraße entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Rheda-Wiedenbrück. In den Jahren 1961 und 1962 gestaltete die Stadt den Bahnhofsvorplatz komplett um. Der Bahnhof sollte nicht mehr versteckt hinter den zwischenzeitlich errichteten Gebäuden verschwinden, sondern sich großzügig Richtung Stadt präsentieren. So wurden die Besitzung Wedeking, der Konsum und das Postnebengebäude abgerissen, der nicht mehr benötigte Wasserturm gesprengt. Mit rückgehendem Güterverkehr verlor die Ladestraße ihre ursprüngliche Bedeutung. Ein weiteres Mal wurde der Bahnhofsvorplatz im Jahre 2000 durch einen Kreisel, eine neue Busstation und abschließend 2005 mit einem Parkhaus neu gestaltet. Nähere Informationen erhalten Interessenten in dem Bericht von Jochen Sänger im Kreisheimat- Jahrbuch 2016. In dem Buch können sich Heimatfreunde noch über zahlreiche weitere heimatkundliche Themen informieren, beispielsweise »Wieso kümmerte sich der englische König Georg III. im Jahr 1776 um den Hochwasserschutz im damaligen Amt Reckenberg? Wie erlebte der Gütersloher Bürgermeister Wilhelm Baumann den Ersten Weltkrieg? Wieso konnte man mit Bergbau kein Geld in Halle verdienen?«. Der farbige, reich bebilderte Jahresband enthält auf 192 Seiten insgesamt 27 Einzelbeiträge. Im örtlichen Buchhandel oder über den Flöttmann Verlag Gütersloh kann das Buch zum Preis von 12 Euro erworben werden.

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