Aufrufe
vor 3 Jahren

Das Stadtgespräch September 2015

Magazin für Rheda-Wiedenbrück

40 TIPPS

40 TIPPS Das Stadtgespräch Hamburg, wo sie seitdem arbeitet. Ihre Stationen innerhalb des NDR führten sie in unterschiedliche Bereiche, so auch in die Abteilung Unterhaltung/Fernsehspiel, wo sie auf Produktionsseite an der Entstehung vieler Shows und mehrerer Krimis mitgewirkt hat. Seit mittlerweile zwanzig Jahren arbeitet die Autorin als Disponentin. Kiellinie war Angelika Svenssons erster Kiel-Krimi. Sie ist Mitglied im »Syndikat« und bei den »Mörderischen Schwestern.« Zum Inhalt: Auf einem Gestüt an der Ostsee werden zwei junge Männer aufgefunden – der eine tot, der andere schwer verletzt. Ein Fall für Kriminalhauptkommissarin Lisa Sanders von der Mordkommission Kiel, der dadurch erschwert wird, dass Oberstaatsanwalt Fehrbach der Sohn des verstorbenen Gestütsbesitzers ist. Fehrbach, vom Dienst zeitweilig suspendiert, kann sich nicht recht entscheiden, wie sein Lebensweg weitergehen soll. Soll er das Gut seines Vaters weiterführen, was seiner in etwa gleichaltrigen Stiefmutter sehr gefiele, mit der er pikanter Weise früher leiert war. Oder soll er sich wieder dem Staatsdienst widmen. Doch auch bei Lisa ist nicht alles klar. Seit ihrem letzten Fall hat Lisa eine äußerst zwiespältige Beziehung zu Fehrbach, zu dem sie sich eigentlich hingezogen fühlt, obwohl oder weil er aus einer ganz anderen Welt kommt. Kein Wunder, dass sie sich mit gemischten Gefühlen an die Aufklärung des Verbrechens macht – die sie bald in den düsteren Bannkreis der Rockerbanden und ihrer Drahtzieher führt. Der Roman ist neben der Ausformung der Figuren und eines kniffeligen Falls auch noch durchdrungen von reichlich Lokalkolorit – der Ostseeurlaub schwingt im Hintergrund immer mit. Erschienen ist Kielgang bei Knaur, 425 Seiten, 9,99 Euro. HÖRBUCH: ELIZABETH GEORGE Nur eine böse Tat Wenn das kein tolles Preis-Leistungsverhältnis ist: mehr als 27 Stunden (genauer: 1.624 Minuten) Spannung für 9,99 Euro! Das bietet der neu als Hörbuch erschienene Roman Nur eine böse Tat (Hörverlag) von Elizabeth George. Akribische Recherche, präziser Spannungsaufbau und höchste psychologische Raffinesse zeichnen die Bücher der Amerikanerin Elizabeth George aus. Dabei denkt man eigentlich, dass die Geschichten um den aristokratischen Inspektor Lynley, der selbstverständlich noch immer einen Butler beschäftigt, und seine Assistentin Havers, ein typisches Arbeiterklassenkind, nicht britischer sein könnten. Ihre Fälle sind stets detailgenaue Porträts unserer Zeit und Gesellschaft. Elizabeth George, die lange an der Universität »Creative Writing« lehrte, lebt heute auf Whidbey Island im Bundesstaat Washington, USA, hat aber auch in London gelebt, wo sie noch immer viel Zeit verbringt. Ihre Bücher sind allesamt internationale Bestseller, die sofort nach Erscheinen nicht nur die Spitzenplätze der deutschen Verkaufscharts erklimmen. Ihre Lynley-Havers-Romane wurden von der BBC verfilmt und auch im deutschen Fernsehen mit großem Erfolg ausgestrahlt. In dem 18. Fall der beiden geht es in erster Linie um Barbara Havers. Sie macht sich große Sorgen um ihren Freund Taymullah Azhar. Denn nachdem ihn seine Freundin Angelina aus heiterem Himmel verlassen und auch die gemeinsame Tochter mitgenommen hat, ist er völlig verzweifelt. Erst nach Wochen bangen Wartens steht Angelina plötzlich wieder vor Azhars Tür, allerdings ohne die kleine Hadiyyah, denn die ist in Italien, wohin sich Angelina abgesetzt hatte, spurlos verschwunden. Als der Fall des vermissten Mädchens auch in der britischen Presse Schlagzeilen auslöst, muss die Polizei reagieren – und Inspector Lynley reist in die Toskana, um die Ermittlungen in dem kleinen Ort Lucca zu begleiten. Doch dann gerät Azhar selbst in den Verdacht, in die Entführung des Kindes verwickelt zu sein. Barbara ist fassungslos und kämpft mit allen Mitteln darum, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Bis sie einen Schritt zu weit geht. Natürlich kann man den Roman auch selbst lesen (Goldmann, 864 Seiten), doch dann entgeht einem der Vorlesegenuss, den der Vollblutschauspieler Stefan Wilkening in seiner facettenreichen Lesung bietet. Und obwohl die Lesung natürlich in deutscher Sprache ist, kommt die Geschichte der Engländer in der Toskana als very British, indeed über… JUGENDBUCH: BRANDON SANDERSON Der Rithmatist Seit die Menschen vor vielen Hundert Jahren die Vereinigten Inseln besiedelt haben, mussten sie gegen magische Wesen kämpfen. Die Wesen, Kreidlinge genannt, existieren nur in zwei Dimensionen, doch sie haben Macht über Menschen – und einige besonders begabte Menschen haben Macht über sie. Jene Menschen heißen Rithmatisten, und mit ihren Kreidezeichnungen und magischen Berechnungen kämpfen sie gegen die Kreidemonster. Joel, ein junger Schüler an der Armedius-Akademie für Rithmatisten, weiß alles über Magie, Kreide und Geometrie. Nur eines fehlt ihm: die magische Begabung, seine Zeichnungen zum Leben zu erwecken und in den Kampf gegen die wilden Kreidlinge schicken zu können. Als einige Rithmatik-Schüler spurlos verschwinden, steht für Joel fest: der Entführer hat es nicht nur auf die Kinder, sondern auf die Zukunft aller Rithmatisten abgesehen! Gemeinsam mit seiner Freundin Melody macht er sich auf die Suche nach dem unheimlichen Entführer. Aber weder die Polizei noch die Professoren der Armedius-Akademie glauben ihnen, und schon bald müssen Joel und Melody feststellen, dass sie in noch größerer Gefahr schweben, als sie geahnt haben. Ein lebensgefährliches Abenteuer beginnt. Autor Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen »Kinder des Nebels«-Romanen und seinen Sturmlicht-Chroniken gilt Brandon Sanderson auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Der Autor lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. Der Rithmatist ist erschienen bei Heyne fliegt, umfasst 429 Seiten, kostet 14,99 Euro und ist für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

Das Stadtgespräch Dezember 2015
Das Stadtgespräch November 2015
Das Stadtgespräch Oktober 2015
Das Stadtgespräch September 2015
© 2016 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz