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Das Stadtgespräch September 2015

Magazin für Rheda-Wiedenbrück

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30 Das Stadtgespräch Goldkuhle steht für handwerkliche Fertigung auf höchstem Niveau. Aufmaß und Montage bei Ihnen vor Ort. Besuchen Sie unsere Ausstellung! Glas ist unsere Passion! Immer gut bedacht – ein Vordach aus Glas von Goldkuhle. GOLDKUHLE · SÜDRING 125 · RHEDA-WIEDENBRÜCK TELEFON 05242 93070 · WWW.GOLDKUHLE-GLAS.DE Systempartner Endlich wieder zu Hause? Bevor Sie weiterlesen bitte kurz überlegen: Was vermissen Sie persönlich im Urlaub am meisten? So, jetzt kann’s weitergehen: Die beliebtesten Wochen des Jahres, der Urlaub, sind längst ein Gebiet, in dem intensiv geforscht wird. Kein Wunder, sind die Ferienreisenden doch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Wer nicht versteht, was Urlauber wollen, kann mittelfristig keine Geschäfte machen. Es gibt kaum einen Aspekt, der in diesem Zusammenhang nicht untersucht worden wäre. Umso interessanter finde ich die Befragung der BAT- Stiftung für Zukunftsfragen, die sich damit beschäftigt, was die Urlauber am meisten im Urlaub vermissen. Das BAT dieser Stiftung steht für British American Tobacco, sie hat also ein mächtiges Imageproblem, aber das soll uns hier nicht stören – auch die Ironie, die in dem Widerspruch »Zukunft« und Raucher liegt, deren Zukunft bekanntlich nicht so lang wie die der Nichtraucher ist. Doch egal, die Untersuchung fand ich jedenfalls spannend. Mit überwältigen 46 % liegt an erster Stelle dessen, was wir Deutsche im Urlaub vermissen, das eigene Bett. So schön Hotelbetten sind, da sind wir offenbar doch sehr eigen. Für mich ist das übrigens einer der Gründe, die für Camping im eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen sprechen, denn dort hat man sein eigenes Bett im- mer dabei – und auch die eigene Toilette, die in der Untersuchung der Stiftung nicht vorkommt. Nach dem Bett kommt erst einmal gar nichts. Auf ungefähr ein Drittel derjenigen, die ihr Bett am meisten vermissen, kommen die, die ihr gemütliches Zuhause vermissen sowie ihr Haustier (16 %). Bei letzterem stellt sich natürlich die Frage, wie viele von den befragten Urlaubern denn auch ein Haustier haben. Wenn ich keines habe, kann ich es logischer Weise auch schlecht vermissen. Aber so ist das eben bei Umfragen. Eigentlich fährt man ja in Urlaub, um einmal raus zu kommen, aber das ist offenbar nicht jedermanns Sache, denn 13 % der Befragten vermissen ihre gewohnte Umgebung im Urlaub, ebenso viele ihre Freunde und Nachbarn – die Familie dagegen nur 11 %. Gut, letztere kann man sich ja auch nicht aussuchen, obwohl – Nachbarn ja auch nicht. Auf Platz 6 der Hitliste kommt dann schließlich das Badezimmer, das ich viel weiter oben vermutet hätte, gleich nach dem Bett. Auch Tröstliches für die schreibende Zunft ist übrigens herausgekommen, denn während 6 % der Urlauber das deutsche Fernsehen vermissten, gaben doppelt so viele an, sie hätten gerne die Zeitung aus der Heimat. Diese Angabe liegt mit 11 % knapp hinter dem Wunsch nach bestimmten Lebensmitteln – etwa dunkles Brot (12%). Ge-

31 rade dieser Aspekt wird im Laufe der Zeit, die man im Ausland verbringt, immer wichtiger, habe ich durch meine persönliche Erfahrung gelernt. Denn während das Weißbrot, das es überall auf der Welt gibt, für zwei oder drei Wochen in Ordnung ist, nervt es dann irgendwann ab Woche vier gewaltig. Als ich als Student ein halbes Jahr in England gelebt habe und meine Eltern mich anlässlich eines Besuchs fragten, was sie mir aus Deutschland mitbringen sollten, war mein Antwort ohne Zögern: zwei Brote Doppelback. Die habe ich dann auch noch aufteilen müssen, denn ich wollte meine Freunde missionieren und davon überzeugen, dass so ein Brot einfach besser schmeckt. Und wenn kein Besuch aus Deutschland kam, was ja meistens der Fall war, dann habe ich auch schon mal eine dreiviertel Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ein Weg) von meinem Studentenheim im Norden Londons in der Nähe des Zoos bis Harrod’s zurückgelegt, weil es dort dunkles Brot gab. Aber das ist ja schon eher die Auswandererproblematik. Von den mehr als viertausend befragten Urlaubern gaben dann auch nur 8 % an, sie vermissten die deutsche Sprache. Das wird auch schlimmer, wenn man wochen- oder monatelang die Muttersprache nicht hört. Was 10 % der Befragten vermissten, war gutes Wetter – wahrscheinlich waren einige Ostsee-Touristen dabei, von den anderen wünschten sich 2 % einen Regentag. Den ganz normalen Alltag vermisste nur jeder 25., 7 % dagegen hätten im Urlaub gerne etwas zu tun gehabt. Ein paar Aha-Effekte bietet die Analyse der Interviews, denn die Umfrage beruht auf Befragungen von Angesicht zu Angesicht (neudeutsch: face to face). Deutlich ungleichgewichtig sind nämlich die Aussagen von Männern und Frauen (wer hätte das gedacht?). Während Männern das Fernsehen, das deutsche Essen und Trinken (bei Getränken, vor allem Bier, lagen die Gesamtwerte bei 7 %) und die Zeitung vermissen, sind es bei Frauen die Familie, das Haustier und das Badezimmer. Und um die Klischee-Kiste noch weiter zu öffnen: Ostdeutsche wollen Unterhaltung, Abwechslung und etwas zu tun haben, Westdeutsche vermissen den Kontakt zu Einheimischen und Sauberkeit. Allen ist jedoch gemein, dass das Heimweh mit der Entfernung wächst. Einzige Ausnahme bilden die Singles, denn die vermissen den richtigen Urlaubspartner – ja und auch das kann man ja nachvollziehen. Löwentour trotzt den Widrigkeiten Am Samstag dem 8. August fand zum 31. Mal die Rhedaer Löwentour statt. Die TSG Rheda Löwen hatten diesmal mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Der Sommer legte ausgerechnet am Samstag eine Pause ein, über Nacht verschlechterte das Wetter. In den frühen Morgenstunden zog eine Gewitterfront über Ostwestfalen hinweg, so dass sich der eine oder andere Radsportler morgens nach dem Blick gen Himmel im Bett wieder umdrehte und nicht den Weg nach Rheda antrat. Weitere Radler entschieden sich für eine zeitgleich stattfindende RTF in Dortmund. Die Radsportler, die den Weg nach Rheda-Wiedenbrück gefunden hatten, hatten es diesmal nicht einfach zum Start zu kommen, die Zufahrt zum Schulzentrum Fürst-Bentheim Straße war durch eine Baustelle versperrt. Dennoch fanden sich zur Freude der TSG-Löwen immerhin 420 Teilnehmer ein, 242 Trimmfahrer und 178 Wertungskarten-Inhaber. Die erstmalige Anmeldung mit Scan&Bike für die Wertungskarten-Inhaber und die vereinfachte Anmeldung der Trimmfahrer war ein voller Erfolg, sodass die Teilnehmer schnell auf die Strecken gehen konnten. Zum Glück besserte sich das Wetter im Laufe des Tages und es blieb den ganzen Tag über trocken. Die Mehrzahl der Radler verteilte sich auf die mittleren Strecken über 75 und 115 km. Auf den beiden längeren Strecken 115 und 157 km, hier wurden 65 Starter gesichtet, konnten die Rennradler die herrliche Landschaft leider nicht genießen, auf dem Haarstrang und an der Möhne herrschte zum Teil dichter Nebel. Der Organisator der Löwentour Uwe Ander nahm in dieser Funktion zum ersten Mal die Ehrung der teilnehmerstärksten Mannschaften vor. Der 1. Platz ging an den RSC Rietberg mit 17 Teilnehmern vor dem RMC Schloss-Neuhaus mit 15 Teilnehmern und dem RSV Schwalbe Oelde mit 11 Teilnehmern. Alle Teilnehmer kamen wohlbehalten wieder ins Ziel, es gab keinen Unfall und nur ein paar kleinere Defekte, bei denen die Streckenposten helfen konnten, sehr zur Freude der »Löwen«.

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