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Das Stadtgespräch März 2018

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64 seniorenzeitung

64 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank SIE Du, die Winterzeit ist immer etwas bedrückend, schon so früh ist es dunkel und man kommt immer seltener aus dem Haus. ER Ja, das finde ich auch, aber man muss ja nicht mehr im Dunkeln spazieren gehen. SIE Doch ab und zu möchte man ja noch mal jemanden besuchen oder es ist noch etwas zu erledigen. ER Dann musst du halt mal durch die Dunkelheit gehen. Es gibt doch in unserer Stadt an fast allen Wegen und Straßen eine gute Beleuchtung. SIE Ja das stimmt, aber mir fällt schon seit einiger Zeit auf, dass etliche Leuchten nicht in Ordnung sind. ER Mir war das auch schon aufgefallen. Ich habe inzwischen die Stadtverwaltung angeschrieben und über die defekten Leuchten berichtet. SIE Prima, aber ich glaube, da ist noch nichts repariert worden. ER Das ist manchmal schon sehr merkwürdig, dass solche Reparaturen so lange dauern müssen. Sie Glaubst du denn, dass man sich für solche Reparaturen so lange Zeit lassen darf? Abends im Dunkeln fühle ich mich immer ein bisschen unwohl, etwas mehr Licht vermittelt mehr Sicherheit. ER Na dann werde ich der Verwaltung noch einmal schreiben, ...mitgehört und aufgeschrieben die sollen mal in die Pötte kommen. SIE Meinst du, dass das hilft? Mir und bestimmt auch Anderen würde es sicherlich guttun, wenn die Ausleuchtung der Wege und Straßen wieder ausreichend hell wäre. ER Wenn die Stadt von uns etwas will, dann müssen wir immer ©eyetronic - Fotolia.com zügig reagieren, da gibt es keine Ausreden wie keine Zeit, kein Geld und so weiter. Umgekehrt ist das schon mal etwas anderes. SIE Dann schreib doch noch mal, der Versuch ist ja nicht strafbar. Steter Tropfen höhlt den Stein und die Hoffnung stirbt zuletzt. Erna und Berta »Was meinst du, ob wir mal Alzheimer kriegen? Wenn ich mich so umgucke, sehe ich so viel Krankheit im Alter. Ständige Pflege zu brauchen, stell ich mir ja schon schrecklich vor, aber am allerschlimmsten fände ich es, verwirrt zu werden. Wenn ich an manche Bekannte denke, die in ihren letzten Jahren nicht mehr sie selber waren. Ganz furchtbar.« »Dabei weiß man heutzutage viel mehr über Demenz oder Alzheimer als früher. Ich hab zum Beispiel gelesen, dass man nach Operationen eine plötzliche, aber vorübergehende Demenz entwickeln kann, oder auch, dass Medikamente Verwirrtheit hervorrufen können, die wie eine Demenz aussehen. Aber über Alzheimer bzw. Demenz sprach neulich im Fernsehen eine Frau, die die neuesten Erkenntnisse zusammenträgt, um ein besseres Zusammenleben der Betroffenen und ihrer Familien zu erreichen.« »Wie soll das denn gehen? Demente Menschen verlieren doch ihre geistigen Fähigkeiten immer mehr. Da ist doch normales Zusammenleben gar nicht mehr möglich.« »Ich weiß, ich finde das auch. Aber diese junge Frau vertrat die Ansicht, dass wir alle viel zu verkopft sind.« »Na, ich weiß nicht. Alle Gefühle, Geduld und liebevolle Zuwendung helfen ja nix, wenn der Kranke verrückte Dinge tut.« »Sie sagt, dass Menschen mit Demenz zwar über den »vernünftigen« Geist nicht mehr zu erreichen sind, aber über alle anderen Sinne durchaus noch, Geruch, Geschmack, oder auch über das Gehör, und dass Musik da viel bewegen kann, übrigens auch vorbeugend, wenn man ein Instrument spielt.« »Das mag ja alles sein, ich hab auch gehört, dass Sport bestes Gehirntraining als Vorbeugung sein soll. Aber wenn jemand schon erkrankt ist, dann frag mal die, die mit ihm leben. Die sagen dir, dass du nicht ständig aufpassen kannst. Und wenn der Kranke in solchen unbeobachteten Momenten die Polizei ruft, weil er dunkle Gestalten zu sehen glaubte oder so etwas, dann kann der geduldigste Mensch ausrasten.« »Ja und vermutlich deshalb meint sie, dass die Angehörigen sich viel schneller Hilfe holen müssten. Es gäbe so viele Angebote und Beratungen, sehr gut wär auch die Tagespflege, die aus Scham nicht in Anspruch genommen würden.« »Da könnte was dran sein. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte eine demente Mutter zu betreuen und ich würde es übers Herz bringen, sie ein paar Mal in der Woche an die Tagespflege abzugeben, das wäre bestimmt gut. Vielleicht ist es wie mit kleinen Kindern. Wenn du dein Kind stundenweise in gute Obhut geben kannst ohne den ganzen Tag verantwortlich sein zu müssen, ist das kürzere Zusammensein mit ihm vielleicht viel unaufgeregter und entspannter. Aber wie auch immer, ich hoffe doch sehr, dass uns diese Krankheit erspart bleiben möge.« Spuren Überall hinterlassen wir sie – und ständig. Solche, die sichtbar sind, und andere, die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Nichts, das wir tun und sagen, verliert sich spurlos. Jedes Lächeln, jedes freundliche Wort, jede Geste der Güte, jede Tat der Liebe, alles hinterlässt seine Spur so wie Fußstapfen im Schnee. Aber es gibt auch Spuren der Hässlichkeit, der Lieblosigkeit. Oft sind sie besonders tief und langlebig, egal ob aus Gehässigkeit oder aus Gedankenlosigkeit oder nicht einmal aus böser Absicht: Wir legen damit bei anderen Menschen eine Spur des Schmerzes. Mit allem, was wir tun, hinterlassen wir eine Spur. Ist es also nicht wichtig, sich bewusst zu machen, dass niemand mit dem, was er tut, ohne Wirkung bleibt? Das wissend und beherzigend sollten wir niemals die Gelegenheit verpassen, etwas Freundliches, eine Aufmunterung oder ein Wort der Wertschätzung zu sagen. Manchmal genügt sogar nur ein einfaches Lächeln. Das sind nämlich die Spuren, die unsere Welt ein bisschen besser und schöner machen würden. Albert Schweitzer sagte es in einem Satz: »Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen«.

seniorenzeitung 65 Frühlingsimpression Das wohl bekannteste Gedicht über den Frühlingsanfang stammt von dem deutschen Lyriker, Biedermeierdichter und Pfarrer Eduard Mörike aus dem Jahre 1829. Er beschreibt das Veilchen, das an warmen Frühlingstagen einen starken Duft verströmt, ohne auch das Schneeglöckchen zu nennen, denn beide sind fast gleichzeitig Vorboten des Frühlings. Als Dritter im Bunde gehört die Zaubernuss genannt, deren Duft bereits im Februar unsere Nase erfreut. Im kalten Winter ist das Warten auf den Frühling ein nicht enden wollendes Sehnen. Kommen dann noch kalte und trübe Spätwintertage, die nicht mehr erwünscht und erwartet sind, dann soll man sich an diese Frühlingsboten erinnern können. Meteorologen legen den Frühlingsbeginn auf den 1. März. Die Astronomen sind eigentlich näher dran, denn der 21. März ist der definierte Tag. Doch nicht der Verstand legt solche Zeiten fest. Erst wenn das Gefühl sagt: »Jetzt ist Frühling!«, dann ist es wirklich soweit. Und was symbolisiert »das blaue Band«? Bei Mörike ist es der Himmel und die Luft. Überhaupt scheint für Mörike die Frühlingszeit mehr aus Luft und milden würzigen Winden zu bestehen als aus ersten Blumenblüten. Schwimmen für Senioren Rückschwimmen wird gerade älteren Menschen immer wieder empfohlen. Deshalb wird beim Seniorenschwimmen mit verschiedenen Hilfsmitteln und viel Spaß versucht, diese Disziplin zu erlernen. Immer dienstags, zwischen 16:15 und 18:00 Uhr, treffen sich ältere Interessierte an der Schwimmhalle der Gesamtschule an der Fröbel-, Ecke Mergelstraße zum gemeinsamen Sport. Auskunft unter 05242 42540, Vroni Korsmeier. Atemnot Lassen Sie sich morgens auf Asthma testen. Schwellungen und Entzündungen der Luftwege nehmen naturgemäß in den frühen Morgenstunden (zwischen zwei und fünf Uhr) zu. »Wenn Sie gleich morgens zum Arzt gehen, geben diagnostische Tests zuverlässiger Aufschluss über die Schwere Ihrer Erkrankung«, erklärt Dr. Michael Smolensky, Professor für Biomedizinische Technologie an der Universität von Texas in Austin. Weil Frauen an den Tagen vor ihrer Menstruation besonders anfällig sind für schwere Asthmaanfälle, ist das ebenfalls ein guter Zeitpunkt zur Überwachung. Medikamente sollten grundsätzlich griffbereit sein. Er ist’s Frühling läßt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land. Veilchen träumen schon, Wollen balde kommen. Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist‘s! Dich hab ich vernommen Tomaten-Paprika- Schmortopf Man nehme: · 500 g Strauchtomaten · jeweils 1 rote, gelbe und orangefarbene Paprikaschote · 1 kleine Dose geschälte Tomaten oder Tomatenstücke · 500 g Bratwurst · ca. 5 EL Olivenöl · 1 kleines Päckchen gemischte tiefgefrorene Gartenkräuter oder, falls vorhanden, frische Kräuter · ca. 60 ml heißes Wasser · Salz und Pfeffer zum Würzen, evtl. noch etwas Instantbrühe Und jetzt geht es los: Strauchtomaten je nach Größe halbieren oder in Scheiben schneiden. Paprika putzen und in grobe Würfel schneiden. Bratwurst aus der Pelle nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden. 1 Auflaufform mit dem Olivenöl auspinseln und die Bratwurststücke hineingeben. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Heißluft oder 200 Grad Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten anschmoren. Dann die Tomaten, Paprika, geschälte Tomaten mit Soße oder Tomatenstücke hinzugeben. Mit den Kräutern bestreuen und wieder ab in den Backofen für ca. 30 Minuten. Je nachdem wieviel Soße man möchte mit Wasser angießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Evtl. das Ganze etwas andicken. Dazu schmecken Salzkartoffeln oder Reis. Echt lecker, leichtes Gericht und guten Appetit! Jeder Fünfte über 85 fühlt sich einsam Auch eine Studie an der Ruhr-Universität Bochum zeigte vor Kurzem auf, dass sich in Deutschland jeder Fünfte über 85 einsam fühlt. Bei den 45- bis 65-jährigen ist es nach Medienberichten jeder Siebte. »Es gibt keine Altersgruppe, in der sich Menschen nicht einsam fühlen«, so die bittere Kernaussage der Studie. Aber besonders ältere und kranke Menschen, die kaum noch ihr Zuhause verlassen können, sind betroffen – ein Teufelskreis. Denn soziale Isolation kann Krankheiten wie Depressionen oder Herz- Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. SoVD – Präsident Adolf Bauer sagte, oft wüssten die Betroffenen einfach nicht mehr weiter. »Damit sich das ändert, muss die Bundesregierung das Thema Einsamkeit auf die Agenda setzen.« Höre niemals auf anzufangen, und fange niemals an aufzuhören Impressum Seniorenzeitung: Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Christa-Maria Bank, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Carola Linnemann, Hans Dieter Wonnemann, Koordination: Arnold Bergmann Rathausplatz 13 33378 Rheda-Wiedenbrück E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de Schreiben Sie uns, wir antworten bestimmt

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