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Das Stadtgespräch März 2018

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52 Das

52 Das Stadtgespräch Komisch sind immer die anderen Vielleicht kennen Sie den blöden Witz noch: Hört ein Mann im Autoradio, dass ihm ein Falschfahrer auf der Autobahn entgegenkommt, woraufhin er sagt »Wieso einer? Mir kommen Dutzende entgegen!«. Natürlich ist es wohl gut und richtig, wenn man das, was man selbst tut – zumal wenn alle anderen das auch so machen – als das Normale, das Eigentliche oder sogar das einzig Mögliche ansieht. Aber gelegentliche Selbstreflektion hat ebenfalls noch niemandem geschadet. Und das gelingt am besten, wenn man sein Verhalten von anderen gespiegelt bekommt. DIE BESTEN FESTE ENDEN EINFACH IN DER KÜCHE. Brutalität im Kinderzimmer Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung: Auf einer Mexiko-Reise vor langen Jahren habe ich einen Bekannten besucht, der hier bei uns in Deutschland im Goethe- Institut studiert hatte. Beim gemeinsamen Abendessen in Mexikos Hauptstadt im Freundeskreis fragte mich eine junge Frau, ob die deutschen Kinder tatsächlich mit so ungeheuren Brutalitäten im Kinderzimmer konfrontiert würden. Als ich dann heftig verneinte, kam sie auf Struwwelpeter zu sprechen. Und als sie dann dessen Inhalt referierte, im Sinne von Kindern, die für Fehlverhalten verstümmelt werden (Daumen abschneiden), zu Tode hungern, verbrannt werden und wer von Hunden gebissen wird (Da biss der Hund ihn in das Bein, recht tief bis in das Blut hinein) kommt noch gut dabei weg, da hat es mir zunächst die Sprache verschlagen. Natürlich war mir schon als Kind der pädagogische Ansatz irgendwie klar und ich habe die Geschichten nicht wörtlich genommen, aber Recht hatte die junge Mexikanerin ja trotzdem. HERZLICH WILLKOMMEN! Hauptstr. 145 33378 Rheda-Wiedenbrück Tel. 05242 / 578390 Mo. - Fr. 9.30 - 19.00 Uhr | Sa. 9.30 - 16.00 Uhr www.kuechen-schmidt.de Das rote Ampelmännchen Aber auch anderes finden Ausländer bei uns seltsam. Zum Beispiel amüsiert es Engländer oder Amerikaner offenbar, dass man bei uns ein Strafmandat bekommen kann, wenn man die Straße überquert und die Fußgängerampel rot zeigt. Für sie heißt es: Wenn kein Auto kommt, kann man doch gehen. Und auch unser »wir geben den Kindern ein gutes Beispiel« greift nachts um eins ja nicht so richtig. Dennoch kann ich persönlich auch nachts, wenn wirklich niemand da ist, das rote Männchen nicht ignorieren und wenn doch, dann mit irgendwie schlechtem Gewissen. Das gleiche gilt natürlich auch für »Rasenfläche nicht betreten«-Schilder in Parks, die in anderen Ländern rein dekorativen Charakter haben. Auf Bolzen oder ein Picknick wird in England (wenn das Wetter schon mal schön ist) deshalb noch lange nicht verzichtet. Mitklatschpflicht Worauf ich dagegen gut verzichten kann ist das Klatschen im Takt, sobald auch nur die ersten Töne erklingen. Wenn Günther Jauch in »Fünf gegen Jauch« die Kopfhörer aufsetzt und auch nur drei Schlagertöne erklingen, klatscht das gesamte Publikum im Takt (natürlich auf eins und drei, wie sich das für Marschmusik gehört). Ich weiß noch eine Szene – auch schon lange her – aus dem Folk-Club in Gütersloh (den gab es noch bis 1992). Die irische Band spielte das erste Lied und hielt dann mittendrin an. »Wenn ihr alle mitklatscht, könnt ihr die Musik doch gar nicht richtig hören. Könnt ihr nicht stattdessen einfach mit dem Fuß wippen?« Was ich, der ich hier groß geworden bin, spätestens seit dem Grundschulalter befremdlich fand und immer noch finde, sind Polonäsen und Schunkeln. So angetrunken kann ich gar nicht sein, dass ich mich gerne an der Schulter durch einen Saal schieben lasse oder untergehakt von rechts nach links (meistens gleichzeitig) reißen lasse. Wie erst müssen sich da Ausländer fühlen, die das nicht schon von Kindesbeinen an kennen? Verschärft wirkt das Ganze natürlich noch im Karneval. Frühstück muss sein Sehr deutsch bin ich dagegen wohl, wenn es um das Frühstück geht. Wenn ich es eilig habe oder wenn es Teil meiner Frühjahrsdiät ist, dann kann das Frühstück durchaus mal spärlich ausfallen. Aber eigentlich verzichte ich doch freiwillig nicht auf ein gutes Frühstück. Und das scheint vielen Deutschen so zu gehen – zur Verwunderung anderer Nationen. Die Härte für mich war eine Übernachtung bei Freunden in Zypern. Dort gab es zum Frühstück ein Glas Wasser, vier Oliven pro Person, einen griechischen Mokka (also wenig Kaffee mit viel Prütt) und eine Scheibe trocken Brot. Auf meine Nachfrage, ob sie immer so frühstücken, bekam ich zur Antwort: »Nein, die Scheibe Brot haben wir nur für euch aufgetischt«. Dieses Frühstück stand im krassen Gegensatz zum Abendessen, das aus der sogenannten Meze bestanden hatte. In Griechenland besteht die Mezedes aus vielen kleinen Vorspeisen, auf Zypern ist sie eine komplette Mahlzeit aus kleinen Vorspeisen – allerdings mit bis zu 40 Gängen! Doch auch schon in unserem Nachbarland Frankreich spielt das Frühstück keine große Rolle, ein Croissant mit einem Milchkaffee, das reicht erstmal. Auch in der nächsten Ausgabe schau’n wir mal, was für uns so alles selbstverständlich ist, für andere vielleicht nicht. Das ist dann auch gleich so ein kleiner Test, den man nennen könnte: Wie typisch deutsch bin ich eigentlich?

GESCHÄFTLICHES anzeigen 53 Tiefenentspannt: ruhen wie auf einem Bett aus Moos, engl. moss NEU VON COR SITZMÖBEL Weicher als weich: Moss • Tagwäsche • Bettwäsche • Freizeitmode • Nachtwäsche • Strumpfwaren • Oberhemden • Miederwaren • Frottierware • Bademode täglich Lagerverkauf mit günstigen Angeboten Montag - Freitag 9.30 Uhr - 18.00 Uhr Samstag 9.30 Uhr - 13.00 Uhr Freigerichtstraße 10 • 33378 Rheda-Wiedenbrück • Telefon: 0 52 42 / 5 96 46 www.baumhueter-international.de Weder den genügsamen Softy, noch die lässige Couch-Potato hatten Markus Jehs und Jürgen Laub vor Augen, wenn es um die Zielgruppen für das neue, besonders weiche und großzügige COR-Sofa geht. Nach dem Herstellerbriefing schwebte ihnen eher vor, eine Art Diwan für das 21. Jahrhundert zu entwerfen. Mit Moss ist ein modernes Sitz- und Ruhemöbel entstanden, fast ein Liegemöbel – und schon formal eine Weiterentwicklung von Polstern, auf denen man einfach »nur« gut und bequem sitzt. Geprägt ist der Designansatz von dem größtmöglichen Komfort, den ein Polstermöbel bieten kann. Realisiert in einer archaisch-reduzierten Formensprache, deren Elemente und Konturen wie aus einem Monolithen herausgearbeitet scheinen und hat zum Ziel, die zeitgenössische Sitzkultur mit zu erneuern. Typisch COR, führt der Neuentwurf aber ein Eigenleben. Den monolithischen Möbelkörper segmentieren feine Einschnitte, von plastisch wirkenden Ziernähten (Paspeln) zusätzlich betont. Wie die großen Kissen mit sanftem Knautscheffekt sind auch die Seiten- und Rückenpartien sanft abgerundet; ein gestalterischer Kunstgriff zugunsten einer modernen, eher lässigcoolen Gesamtwirkung. Neu sind auch die Fülle und Kombinationen wertvoller Materialien, aus denen das überdimensionale Ruhekissen besteht, darunter Daunen und wattierte Ummantelungen. Sitzkomfort in Reinkultur »Materialfülle und eine zur direkten Sitzfläche hin immer weicher werdende Polsterung mit Daunen zum Abschluss sind funktional begründet, keine luxuriöse Spielerei«, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Leo Lübke. »Mit Moss verwirklichen wir unsere Idee von Sitzkomfort in Reinkultur. Wer auf ihm Platz nimmt oder ruht, soll sich sofort entspannen, fast ›schweben‹ können.« Die Sitzmöbelmanufaktur übernimmt damit erneut Pionierfunktion. Aus dem Vollen geschöpft Das Untergestell in Form zierlicher Metallfüße ist kaum sichtbar, das Fundament des »schwebenden« Möbelkörpers bildet ein massives Buchenholzgestell. Die üppige Kernpolsterung auch an Rückenund Armlehnen besteht aus hochwertigem Kaltschaum mit hohem Volumen, die äußeren Teilpartien des Möbels sind mit einer starken Watteschicht zusätzlich abgesoftet. Den krönenden Abschluss bilden dann die Daunenummantelungen der Sitzkissen, die vor dem Polsterrücken positionierten Kissen enthalten ausschließlich das federleichte Naturmaterial. Maßgefertigte Bezüge in Stoff und Leder, die wechselbar sind, erweitern den hohen Nutzungskomfort.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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