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Das Stadtgespräch März 2018

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36 Das

36 Das Stadtgespräch MORGENS VOR DER SCHULE MORGENS VOR DER SCHULE Helikoptereltern – nein danke Feiern im Abrahams Wir bieten ein außergewöhn liches Ambiente für Ihre Hochzeit, Familienfeier oder Betriebsfest für bis zu 200 Personen. Restaurant Di. – So. ab 18:00 Uhr Montags geschlossen In Rheda direkt am Bahnhof Bahnhofstrasse 4 33378 Rheda-Wiedenbrück www.lars-abraham.de E-Mail: kontakt@lars-abraham.de Tel.: 0 52 42 /96 800-80 Jeden Morgen vor den Schulen unserer Stadt. Das Bild ist überall gleich: Elterntaxis blockieren die Zufahrten zum Schulgelände. Nach der Aufsteh-Hektik soll der oder die Kleine jetzt schnell raus. Immer sieht das gleich aus – kurzes Küsschen für Mama, dann öffnet sich die Beifahrertür, das Kind steigt aus, öffnet die hintere Tür und angelt sich den Schulranzen. Das alles dauert, hält den Verkehr auf, die Eltern behindern sich gegenseitig, gefährden in ihrem Stress die anderen Kids, die sich zwischen den parkenden, wartenden und anfahrenden Autos hindurchschlängeln müssen. Besonders gut ist dieses Szenario morgens vor den Schulen und dem Kindergarten rund um den Burgweg zu sehen. »Die Straßen sind dann dicht«, klagen Anwohner. Falsche Signale Dass Elterntaxis nicht nur Verkehrsbehinderungen verursachen, beklagen die Psychologen. Für Kinder ist es nicht gut, zur Schule gebracht zu werden. Sie verpassen Möglichkeiten, das Umfeld zwischen Schule und Zuhause zu erkunden, in Gruppen zur Schule zu gehen und so schon beim Einstieg in den Tag soziale Kontakte zu üben und zu pflegen. Das kindliche Selbstbewusstsein hat keine Chance, denn Eltern signalisieren ihren Kids: »Den Schulweg traue ich Dir nicht zu«. Auch der ADAC warnt vor Elterntaxis. Kinder, die selbst zur Schule gingen, hätten ein größeres Bewusstsein für Gefahrensituationen und trainieren die eigene Einschätzungsfähigkeit sowie lebensrettende Verhaltensmuster. Helikoptereltern – eine Erfindung des Wohlstands Da seit Jahren die Zahl der Elterntaxis steigt, versucht nun auch der Kreis Gütersloh, die Lage zu entspannen. An fünf Schulen soll ein Pilotprojekt Chancen ausloten, Eltern zur Vernunft zu bringen. An fünf Grundschulen sollen in einigen hundert Metern Entfernung sogenannte Bring- und Hol-Zonen eingerichtet werden. Von dort aus sollen die Kids dann zu Fuß die Schule ansteuern. Das klingt gut, hat aber praktische Hürden. An welcher Schule ist im Abstand von einigen hundert Metern genug Platz für eine solche Zone? Bewerbungen aus RhWd Aus Rheda-Wiedenbrück bewerben sich zwei Grundschulen an dem Projekt des Kreises. Entschieden war bei Redaktionsschluss noch nichts. Die Stadtverwaltung betont, dass die Straßenverkehrsbehörde natürlich stetig versuche, »schwierige Verkehrssituationen vor Schulen durch Verkehrsregelungen zu entzerren und zu beruhigen. Hilfreich und notwendig wären dafür bauliche Ausbauten. Aber: Es ist nicht bekannt, dass es in den letzten Jahren vermehrt zu Unfällen an Schulen gekommen ist«. Einsicht gefragt Egal was Behörden versuchen, um die Lage zu entspannen – wirklich verbessert wird die Situation nur durch die »Helikoptereltern« selbst und deren Einsicht. Sie sollten all ihren Mut zusammennehmen und ihren häufig schon im Teenageralter angekommenen »Kleinen« etwas zumuten: den Alltag nämlich, der ihrem Entwicklungsstand entspricht, den Nachwuchs nicht überfordert, aber auch nicht unterfordert – spätestens bei Abitur und Ausbildung sind die Erziehungsberechtigten raus aus dem Kuschelmodus, und das muss auf beiden Seiten rechtzeitig eingeübt werden. Dem Nachwuchs verschafft das Selbstvertrauen, erhöht Standing und Leistungen in der Schule, wirft die »Kleinen« auf sich selbst und ihre Leistungsfähigkeit zurück und ersetzt so den sozialen Wettbewerb über elterliche Luxusautos. Vor allem aber: Es macht den Schulweg sicherer.

TIPPS 37 Buchtipps Da bekanntlich Abwechslung erfreut, stellen wir in dieser Ausgabe ganz unterschiedliche Bücher vor, in der Hoffnung, dass etwas für jede Leseratte dabei ist. Beginnen wir mit einem historischen Roman, einer Trilogie genauer gesagt. Das Schöne an einer Trilogie ist, dass tolle Romane weitergeführt werden und man so die verschiedenen Figuren wieder trifft und deren Schicksal weiter verfolgt. Nervig ist dagegen, dass man auf den zweiten Teil oft ein Jahr oder mehr warten muss und auf den dritten erst recht. Eine lange Wartezeit entfällt allerdings für die meisten Leser Ulf Schiewes, denn der hat seine historischen Romane recht zackig nacheinander herausgebracht. So erschien »Thors Hammer« im September 2017, im Dezember folgte »Odins Blutraben« und gerade erschien: ULF SCHIEWE »Die letzte Schlacht« Im dritten und letzten Roman geht es wieder um Harald, den der geneigte Leser (natürlich auch die geneigte Leserin) aus dem ersten Buch als Zwölfjährigen kennt. Doch eine wohlbehütete Kindheit erfährt der kleine Norweger nicht, denn Harald, aus edlem, wenn auch entmachteten Hause stammend, muss ganz schnell erwachsen werden. Schon mit 15 ist er gezwungen in die Schlacht ziehen und anschließend sein Heil in der Flucht zu suchen. Und damit beginnt auch seine Odyssee, die ihn zunächst nach Russland verschlägt. Zwölf Jahre später hat er immer noch reichliche Probleme: In Konstantinopel tobt 1042 ein blutiger Volksaufstand. Der verhasste neue Herrscher verschanzt sich im Palast, wo er die Kaiserin Zoe gefangen hält. Harald kämpft, um sie zu befreien und den Despoten abzusetzen – sowie sich und seinen Männern blutige Rache zu ersparen. Schließlich zieht es ihn in die nordische Heimat. Auf abenteuerliche Weise gelangt er nach Kiew, wo er Elisif, die Tochter des Großfürsten, heiratet, die all die Jahre auf ihn gewartet hat. Mit seinem Beutegold wirbt er ein Heer an und segelt mit ihr nach Norwegen, um sich zum König zu machen. Doch dort hält sein Neffe Magnus den Thron besetzt. Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Er begann seine Berufskarriere als Software- Entwickler und war später in mehreren europäischen Ländern als Marketingmanager internationaler Softwarehersteller tätig. Ulf Schiewe war schon immer eine Leseratte, den spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Laufe der Jahre wuchs der Wunsch, selbst historische Romane zu schreiben. So entstand »Der Bastard von Tolosa«, sein erster Roman, dem inzwischen eine ganze Reihe weiterer, gut recherchierter und vor allem spannender Abenteuerromane folgten. Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München. Erschienen ist »Die letzte Schlacht«, der auch als Einzelroman funktioniert, als Taschenbuch bei Knaur, bietet mehr als 500 Seiten Lese-Spaß und kostet wie »Thors Hammer« und »Odins Blutraben« 10,99 Euro. TINY STRICKER »Unterwegs nach Essaouira« Tiny Stricker schreibt nicht unbedingt Bestseller, die sich fast von selbst lesen. »Unterwegs nach Essaouira« ist kein richtiger Roman und auch keineswegs ein Reisebuch, selbst wenn es von der sehr ästhetischen Aufmachung (schwarzumrandetes Foto eines Forts am Meer im milden Licht) so aussehen mag. Das marokkanische Essaouira des Titels ist in diesem Buch nicht in erster Linie ein konkreter Ort, Fluchtpunkt und Szene der Hippies, sondern ebenso eine Metapher für das ständige Unterwegssein der Protagonisten. Zwei junge Leute wollen nach Essaouira, schaffen es aber zunächst nicht. Stattdessen bleiben sie unterwegs hängen, an der spanischen Küste und auf der Baleareninsel Formentera. Dann geht es wieder in die bayerische Heimat und dann wieder Richtung Orient. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen nach »Die Kinder von Torremolinos« (The Drifters, 1971) von James A. Michener. Doch anders als Michener, der seinen Roman mit 64 Jahren schrieb, war Tiny Stricker als Zeitzeuge im passenden Alter selbst dabei. Seine Protagonisten gründen später eine Musikgruppe, die eine LP aufnimmt und sich danach auflöst. Dann gelangt doch noch einer von ihnen nach Essaouira, aber die Szene dort ist bereits »am Kippen«, wie es im Code der Zeit vom 01.03. – 31.03.2018 WWW.OPTIK-KESSNER-HEIMANN.DE BERLINER STR. 42 RHEDA-WIEDENBRÜCK TEL. 05242 / 4 31 01 GmbH SCHÜRENSTR. 1 SASSENBERG TEL. 02583 / 22 66

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