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Das Stadtgespräch März 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

40 TIPPS

40 TIPPS Das Stadtgespräch Buchtipps querbeet 05242 - 93030 Im Folgenden empfehlen wir einige Bücher, die lesenswert sind – allerdings aus ganz verschiedenen Gründen. Aber lesen Sie selbst! ROBERT GALBRAITH »Die Ernte des Bösen« So aktuell kann das Stadtgespräch nur sehr selten sein, wenn es um neue Bücher geht. Aber so wie zu Harry Potter-Zeiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene den neuen Harry Potter-Band nicht abwarten konnten und sich in ihrer Not sogar die englische Ausgabe kauften, so ging es mir mit den neuen Abenteuern von Cormoran Strike. Also habe ich »Career of Evil«, das vor einigen Wochen erschienen ist, auf Englisch gelesen, als »Die Ernte des Bösen« noch nicht auf dem Markt war. Den Zusammenhang zwischen Harry Potter und Cormoran Strike muss man nicht lange konstruieren, stammen sie doch beide aus der Feder von J.K. Rowling. Und die kann nun mal schreiben, und wie! Denn ob sie als Robert Galbraith ihre Krimis schreibt oder unter ihrem eigenen Namen den gesellschaftskritischen Roman »Ein plötzlicher Todesfall«, spielt keine Rolle, denn man kann ihre Bücher einfach nur sehr schlecht zur Seite legen, wenn man einmal angefangen hat zu lesen. Das gilt auch für den dritten Fall, der just im Moment bei Blanvalet erscheint (Hardcover, 22,99 Euro). Nachdem Robin, die ursprünglich nur einen Büro-Job suchte, längst aber selbst ermittelt, ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Schon hier wird klar, dass dieser Krimi nichts für Zimperliche ist. Robins Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde – und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu gnadenloser Grausamkeit fähig ist. Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo, man ist versucht zu sagen: natürlich, selbst mehr und mehr in Bedrängnis – schließlich ist J.K. Rowling am Werk und das allein garantiert schon Spannung. Gleichzeitig taucht der Leser in Welten ein, die den meisten von uns völlig unbekannt sind, selbst wenn wir gelegentlich nachmittags ins Privatfernsehen schalten, um die Proletenparade abzunehmen. Vor allem interessieren natürlich die Hauptfiguren, denn dem Kriegsveteranen und Kriegsversehrten Cormoran macht nicht allein sein fehlendes Bein zu schaffen, sondern auch erheblicher finanzieller Druck, der natürlich bei Ermittlungen in eigener Sache nicht weniger wird. Und auch im Privatleben läuft es nicht so, wie er es sich wünscht. Zudem knistert es auch zwischen ihm und der attraktiven Robin, die sich an ihren Verlobten, einen langweiligen Bürohengst, gebunden hat. Doch auch Robins Welt besteht nicht aus eitel Sonnenschein, denn sie schleppt ebenfalls eine nicht

TIPPS 41 unerhebliche Last aus ihrer Vergangenheit mit. Mit anderen Worten erwarte ich Band 4 mit Ungeduld! MONIKA BITTL/ SILKE NEUMAYER »Ich hatte mich jünger in Erinnerung« Ich habe ja schon angedroht, dass sich die Lesetipps diesmal auf sehr unterschiedliche Bücher beziehen. Nach »Ich hatte mich jünger in Erinnerung« hätte ich allein schon wegen des Titels gegriffen, selbst ohne das Versprechen des Untertitels: Lesebotox für die Frau ab 40. Monika Bittl hat im vergangenen Jahr den wunderbaren Roman »Das Fossil« veröffentlicht – das Stadtgespräch berichtete über die originelle Familiensaga. Und auch die studierte Kommunikationswissenschaftlerin Silke Neumayer hat reichlich Erfahrung mit dem Schreiben von Drehbüchern für Film und Fernsehen. Gemeinsam veröffentlichten sie die Frauen-Bücher: »Alleinerziehend mit Mann«, »Muttitasking« und »Der Brei und das Nichts«, die so gut sind wie die Titel es versprechen. Ihr neuestes Werk, erschienen bei Knaur (207 Seiten, 12,99 Euro) umreißen sie so: Morgens im Badezimmerspiegel schaut uns eine Frau an, die man irgendwie jünger in Erinnerung hatte. Mittags huschen wir zum Optiker, um eine Lesebrille zu erstehen – die wir zuvor nur von unseren Omas kannten. Und auf dem Nachhauseweg pfeifen einem nicht einmal mehr die Bauarbeiter hinterher. Älterwerden ist scheußlich und wunderbar zugleich. Es kommt nur auf die Perspektive an. Man kann es tragisch sehen oder komisch. Monika Bittl und Silke Neumayer haben sich für den Humor entschieden und bekämpfen die kleinen Einbrüche mit den besten Waffen der Frauen: der Selbstironie und dem Lachen über sich selbst. Und auch für Männer kann die Lektüre nicht schaden, sind sie doch auch von so mancherlei Unbill betroffen, auch wenn die wenigsten den Mut haben, dass so offen zuzugeben, wie die beiden Autorinnen das tun! TINY STRICKER »Lektüren in Sarajevo« Ich mag den älteren Tiny Stricker vom Goethe Institut viel lieber als den jungen Hippie. Heinrich (das konnte in Asien niemand aussprechen, daher Tiny) Stricker fuhr nach dem Abitur einen Mercedes nach Persien. Nach einem Intervall bei der Bundesmarine fing er in Erlangen zu studieren an, ging aber schon bald auf den »Hippie-Trail« nach Indien. Mittellos in Chittagong gestrandet, arbeitete er dort eine Zeitlang im Hafen, unter anderem im Seamen´s Welfare Club. Seine Reiseeindrücke verarbeitete er in dem experimentellen Roman »Trip Generation«, der ersten Veröffentlichung des damals neugegründeten Maro Verlags. Der Roman erschien zwei Jahre später als rororo-Taschenbuch. Nach seiner Rückkehr aus Indien setzte Tiny Stricker sein Studium in München fort und schloss sich der Musikkommune von Thom Argauer an. Die Gruppe spielte garagen-psychedelischen Folkrock, was immer man sich darunter vorstellen soll. 2001 erschien jedenfalls die CD- Version. Dann folgten relativ bürgerliche Zeiten. Nach dem Studium ging Tiny Stricker zunächst als Lek-

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