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Das Stadtgespräch März 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

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24 Das Stadtgespräch Blick auf die beiden Baustellen der genossenschaftlich betriebenen Windräder. Der konstante Wind verzögerte die Fertigstellung der Energieanlagen. Die Vorstandsmitglieder der Genossenschaft Hubert Leiwes u. Rainer Wennemar TAG DER OFFENEN TÜR: WILLKOMMEN IM WINDPARK Genossen schaft liche Windkraftanlagen gingen ans Netz (Kem) Die Rotoren der beiden Windkraftanlagen der heimischen Energiegenossenschaft drehen sich. Es sind die ersten Windkraftanlagen in Rheda-Wiedenbrück. Mit stolzer Höhe und ästhetischem Anblick künden sie von der eingeleiteten Energiewende in Rheda-Wiedenbrück. Die Freude der Genossenschaft über die klimafreundlichen Kraftwerke ist groß. Die Wegbereiter der Energiewende in der Doppelstadt feiern dieses Ereignis mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, dem 12. März 2016, ab zirka 10 Uhr morgens. Zu der Veranstaltung sind die Mitglieder der Energiegenossenschaft Rheda-Wiedenbrück und alle Interessierten eingeladen. Nach mehrjähriger Planungs- und Genehmigungszeit begannen Anfang Juli 2015 die Vorbereitungen zum Bau der beiden Windkraftanlagen der Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft. Nach der Fertigstellung des 22 Meter langen quadratischen Fundaments montierte ein 105 Meter hoher Kran auf dem Bühlmeyerschen Grund (Anlage Nord) und auf dem Besitztum des Schlosses (Anlage Süd) an der Oelder Straße die grün abgestuften Betonringe des Turms der Enercon-Anlage Typ E-28. Als die an der Sole 10 Meter breiten Betontürme fertig gestellt waren, rückte ein noch höherer Krahn an, um darauf den Stahlturm, und in 138 Meter Höhe die Narbe und die Rotoren anzubringen. Im Dezember 2015 war es für die nördliche Anlage soweit: Entgegen des Zeitplans konnte die Montage aufgrund der starken Windverhältnisse dann aber noch nicht zwischen der 50. und 52. Kalenderwoche erfolgen, sondern erst an dem windstillen Dienstag, dem 29. Dezember 2015. Gegen 16.30 Uhr begannen auf der Turmspitze die Arbeiten für die Installation der Narbe samt den 41 Meter langen Rotorblättern. Viele Menschen verfolgten mit zufriedenen Mienen die spektakulären Arbeiten. Diese dauerten bis in die Nacht. Seitdem grüßt die insgesamt 180 Meter hohe klimafreundliche Anlage weithin sichtbar mit ihrem elegant wirkenden Turm. Die Fertigstellung des zweiten genossenschaftlichen Windrades erfolgte im Januar 2016. Nun mussten noch Kabel gezogen, ein Industriefahrstuhl eingebaut und weitere Restarbeiten erledigt werden. Am 29. Januar, um 10.30 Uhr, nahmen die Rotoren der nördlichen Anlage Fahrt auf für die Stromproduktion. Die Rotorblätter drehen sich zirka 17 Mal in der Minute um die Narbe. Anfang Februar startete die südliche Anlage. Die Jahresleistung der beiden Windkrafträder liegt bei insgesamt zirka 8 Mio. Kilowattstunden. Das reicht für rund 2500 Haushalte (8 Mio. kWh: 3200 kWh/j. je Standardhaushalt), bzw. rund 5000 Menschen. Den rund 400 Anteilseignern bereitet es nicht nur ein gutes Gefühl bei diesem klimafreundlichen Energieprojekt dabei zu sein. Auf sie wartet auch eine Rendite von mindestens 3 %. Hubert Leiwes, Vorstand der Energiegenossenschaft, sagte am Tag des Netzanschlusses der ersten Anlage: »Gern greifen wir weitere Windenergie-Projekte auf!«. Zu den beim Oberverwaltungsgericht Minden eingereichten Klagen gegen den Betrieb der Windkraftanlagen sagte Vorstand Rainer Wennemar: »Mit Glück werden die Klagen abgewiesen!«. Die Hoffnung ist nicht unbegründet. Die Kläger wohnen nicht in unmittelbarer Nachbarschaft des Windparks an der A2, sondern in dem Ortsteil St. Vit. Aus Rheda liegen keine Klagen vor.

25 HÖHERE KOSTEN DURCH ZEITVERSETZTEN AUSBAU Anlieger von Frankensteiner, Reichensteiner und Brieger Straße verärgert Die Anlieger von der Frankensteinerund Reichensteinerstraße sowie Brieger Straße konnten sich bis zu den 2014/15 aufgrund erheblicher Schäden notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten an den Mischwasserkanälen über einen relativ guten Zustand der Straßendecken dieser drei Straßen freuen. Der Belag hatte die Jahrzehnte lange Nutzung erstaunlich gut überstanden. Dennoch sprach die Verwaltungsvorlage für die Bau-, Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusssitzung am 28. Januar 2016 von »einem inzwischen maroden und abgängigen Zustand« dieser Straßen. Aber erst das Aufreißen der drei Straßen für die Kanalsanierung und die anschließende provisorische Verschließung der Straßendecken verschlechterte deren Zustand sehr deutlich. Peter Berenbrink (SPD) sprach das Thema verärgert in der Ausschusssitzung an: »Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass sich die Straßen in einem sehr, sehr schlechten Zustand befinden?«. Gemeinsam mit der Peter Woste (CDU) monierte er den nun in diesem Frühjahr zeitversetzt folgenden endgültigen Ausbau der drei Wohnstraßen: Dadurch würden »einige tausend Euro unnütz ausgegeben. Das darf nicht wieder passieren, dass die Stadt die Sanierung der Kanäle und die abschließenden Straßenbauarbeiten nicht hintereinander durchführt, sondern zunächst erst eine provisorische Straßendecke anbringen lässt«, so die beiden Ratsvertreter. Zu diesem Kritikpunkt hatte die Verwaltung selber schon in ihrer Sitzungsvorlage mit Bezug auf die Anliegerversammlung vom 12. bzw. 14. Januar 2016 eingeräumt: »Der Einwand der Anlieger, dass die zeitversetzte Ausführung Kanalbau-Straßenbau zu unnötigen Kosten, auch zu Beeinträchtigungen und Belästigungen führt, es insbesondere für die beitragspflichtigen Anlieger nicht zumutbar ist, ist nachzuvollziehen und sollte in Zukunft vermieden werden«. In der Informationsveranstaltung zum Ausbau der Brieger Straße und Frankensteiner Straße akzeptierten die Anlieger zudem nicht den von der Verwaltung gewählten Standard des Ausbaus, den sie ja als beitragspflichtige Anlieger zu einem großen Teil mitfinanzieren müssen. Sie vertraten die Auffassung, dass eine Deckenerneuerung ausreichen würde – verständlich, die guten Straßendecken hatten auch bislang gereicht. Das Gegenargument der Verwaltungsvertreter Michael Duhme und Karl-Heinz Roesler in der Anliegerversammlung, dass der »gegenwärtige Ausbauzustand nicht die Belange des Fußgängerverkehrs berücksichtigt« wurde nicht von allen Anliegern geteilt. Nach ihrer Auffassung habe sich der gegenwärtige Ausbau bewährt, er sei funktionsgerechter als der geplante Ausbau, heißt es im Protokoll über die Versammlung. Sofern aber ein Gehweg angelegt werde, sollte zumindest durchgängig eine Rundbordhöhe von ca. 3 cm verwendet werden, schlugen die Anlieger vor. Diese von den Anliegern vorgeschlagene Bordsteinführung nahm die Verwaltung in ihre Planung auf. Die von Ausschussmitgliedern geäußerte Auffassung, dass die Rundborde zum Parken auf den Bürgersteigen verleiten, entkräftete Roesler: »Nach unseren Erfahrungen werden dadurch die Bürgersteige nicht zugeparkt«. Letztlich blieb noch die Sorge der Anlieger, dass durch eine Verlegung von Glasfaserleitungen die neue Straßendecke wieder aufgerissen werden müsste. Aus dem Protokoll geht hervor, dass in »naher Zukunft keine Straßenaufbrüche« durch Versorgungsunternehmen »notwendig werden«. Ob mit dieser Auskunft die Anlieger zufrieden sind? Schließlich befand sich die bisherige Straßendecke Jahrzehnte lang in einem guten Zustand. Raimund Kemper SONDERVERKAUF Samstag, 5. März von 9.00 bis 13.00 Uhr an der Nonenstraße 12 in Rheda-Wiedenbrück (gegenüber COR Fabrikgelände) cor.de

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