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Das Stadtgespräch März 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

16 Das

16 Das Stadtgespräch (V. l.) Prof. Dr.-Ing. Iris Mühlenbruch (Hochschule Bochum), Landrat Sven-Georg Adenauer, Anastassia Voth (20.000 Schutzengel), Lena Ostermann (mehrjährige Projektteilnehmerin), Hauptkommissar Andreas Koptik PROJEKT »SCHUTZENGEL« Signifikanter Rückgang der Verunglücktenzahlen (Kem) Seit 2008 läuft das Projekt »Schutzengel« im Kreis Gütersloh mit großem Erfolg. Das bestätigt eine von Prof. Dr.-Ing. Iris Mühlenbruch, Hochschule Bochum, erstellte Langzeituntersuchung. Junge Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren können sich als sogenannte Schutzengel registrieren und übernehmen, damit die Aufgabe, auf Freunde und Bekannte auf emotionaler Ebene im Straßenverkehr Einfluss zu nehmen. Sie sollen durch ihr aktives Einschreiten schwere Unfälle verhindern helfen. Auf einer Wellenlänge sollen die Engel ihre Freunde davon abhalten, sich unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen ans Steuer zu setzen. Sie achten ebenso darauf, dass ihre Bekannten nicht rasen und sich ohne Gurt ans Steuer setzen oder während der Fahrt mit dem Handy telefonieren. Als Dankeschön erhalten die Schutzengel einen Ausweis, der wie eine Bankkarte aussieht, und ihnen Vergünstigen bei verschiedenen Sponsoren gewährt. Das Projekt findet im Kreis hohe Akzeptanz. Bei der Vorlage der Langzeituntersuchung konnte Prof. Dr.-Ing. Iris Mühlenbruch gemeinsam mit Landrat Sven-Georg Adenauer, dem Leiter des Straßenverkehrsamtes, Detlef Stieg, und Hauptkommissar Andreas Koptik vom Verkehrsdienst der Polizei die 20-jährige Anastassia Voth als den 20000. Schutzengel begrüßen. Die bereits mehrjährig bei dem Schutzengel-Projekt engagierte Lena Ostermann überreichte ihr ein Geschenk. Die Langzeituntersuchung der Hochschule Bochum stellt in einem Vorher-Nachher-Vergleich für die Zeiträume 2002 bis 2007 mit 2009 bis 2014 einen statistisch signifikanten Rückgang der Verunglücktenzahlen im Kreisgebiet Gütersloh in Höhe von 22 % und bei den Fahrern mit dem Kennzeichen GT sogar zirka 25 % fest. Die Zahl der Schwerverletzten und Getöteten im Straßenverkehr ging um 36 % zurück. Es gelang, die Zahl der Verunglückten in der Altersgruppe der 18 bis 24-jährigen zu senken, und zwar durchweg massiver als im Landesdurchschnitt und in den eigens für das Projekt ausgesuchten Kontrollkreisen. Die Projektpartner Polizei, Kreisverwaltung und Verkehrswacht sehen sich in ihrem Bemühen bestätigt und möchten mit einer bereits im diesem Jahr verkündeten Verlängerung der Projektlaufzeit zum Jahr 2018 einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Unfälle unter der Beteiligung von jungen Fahrern weiter reduzieren. Der hohe Erfolg des Projekts soll aber auch weitere junge Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren motivieren, sich aktiv als Schutzengel zu engagieren. Weitere Informationen zum Abschlussbericht der Hochschule Bochum und die Möglichkeit sich als Schutzengel zu registrieren erhalten Interessenten auf www.be-myangel.de Landrat Sven-Georg Adenauer: »Danke an alle Schutzengel!«

17 MÄNNERGESANGVEREIN »GESELLIGKEIT« Eine gesellschaftliche Säule in Batenhorst (Kem) Dass der Männergesangverein »Geselligkeit« Batenhorst gesellschaftlich und kulturell ein besonderer Faktor im schönen Batenhorst ist, das wurde wieder einmal bei der Jahreshauptversammlung deutlich, zu der sich die Sänger im Pfarrheim der Herz-Jesu Gemeinde trafen. Vorsitzender Günter Herrmann freute sich über die zahlreich erschienenen Mitglieder und die Ehrengäste von der Freiwilligen Feuerwehr, vom St. Hubertus Schützenverein sowie Ortsvorsteher Hans Schulte. In einer Schweigeminute gedachte man den verstorbenen Sängern Jürgen Hambrock, Franz Meierkord und Hubert Schmidtfrerick. Dann erinnerte Herrmann an die Auftritte und die Beteiligung an zahlreiche gesellschaftliche Ereignisse in dem südlichen Doppeldorf von Rheda- (Stehend v. l.) Chorleiter Gunther Schöler, Pressewart Josef Flaskamp, Vorsitzender Günter Herrmann, 2. Vorsitzender Manfred Schüngel, (sitzend v. l.) Vereinswirt Karl-Josef Kemper sowie die fleißigsten Probenbesucher Heinz Westermann und Hermann Bünte. Wiedenbrück, bei denen der Männerchor sein Repertoire vorstellte. Herrmann sagte allen Aktiven ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz. Besonders würdigte er die fleißigsten Probenbesucher Heinz Westermann (86), er fehlte keinmal, sowie Hermann Bünte (87), der einmal fehlte und Ferdi Aufderheide nebst Josef Flaskamp mit drei Fehlproben. Im Fokus stand ebenfalls Egon Strotmeier, der seit 25 Jahren Fahnenträger beim Män- nergesangverein ist. Mit einem vollen Programm startet dieser in die neue Saison: Er bereichert das kulturelle Leben in Batenhorst am 23. Oktober 2016 mit einem Konzert in der Hubertushalle und gestaltet das Pfingstsingen gemeinsam mit dem MGV Bokel und der Liedertafel Eintracht. Die Geselligkeits-Sänger wirken aktiv mit bei der Herz-Jesu Prozession, Kranzniederlegung am Ehrenmal, der Christmette und der Adventsfeier im Pfarrheim. ANWOHNER KLAGEN ÜBER LÄRMBELÄSTIGUNG Was wird aus dem Wiedenbrücker Schützenfest? Immer häufiger müssen landauf, landab traditionelle Feste abgesagt werden, weil Anwohner gegen die Lärmbelästigung vor Gericht ziehen, klagen Vereinsvorstände und Politiker in der ganzen Republik. Dabei sind Volksfeste für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar und gerade auf dem Land ein wichtiges Angebot zur Freizeitgestaltung. Darüber berichtete jüngst die Münchener Abendzeitung. Volksfeste, neuere Traditionsveranstaltungen und Abendgastronomie gehören auch zu Rheda-Wiedenbrück wie der weiß-blaue Sommerhimmel. Hintergrund der aktuellen Diskussion über die Lärmbelästigung in unserer Stadt ist das Ende des Schützenfestmontags in Wiedenbrück. Während die Mehrheit der Reitbahn-Anwohner das hier seit über 100 Jahren veranstaltete Fest mit Fähnchenschmuck an ihrer Straße begrüßt, selber gerne mitfeiert und beispielsweise in diesem Schützenjahr den amtierenden Jungschützenkönig und die Kinderkönigin stellt, ist es anderen Nachbarn bei Geräuschspitzen von 82 Dezibel und 68 Dezibel Dauerbeschallung zu laut. Aus Furcht vor Bußgeldern, Gerichtsverfahren und anderen Unwägbarkeiten einigte sich der Vorstand des St. Sebastian Bürgerschützenvereins mit dem Beschwerde führenden Anlieger, der sich durch Rechtsanwalt Peter Henz vertreten lässt, auf einen Kompromiss: Der Beschwerdeführer rückte von seiner Forderung ab, dass an allen drei Festtagen um 24 Uhr die nächtliche Ruhe beginnen muss. Der über 900 Mitglieder zählende Schützenverein verzichtet wiederum auf den Schützenfest- montag, damit die Anwohner in der Arbeitswoche in ihrer Nachtruhe nicht mehr von der Musik und den Feiergeräuschen gestört werden. Parallel dazu legt er den Festbeginn vor auf den Freitag. Somit wird das kommende Schützenfest vom 5. bis 7. August 2016 gefeiert. Am Freitag und Samstag spielt die Musik spätestens bis 3 Uhr und am Sonntagabend wird sie um 24 Uhr abgestellt. Die getroffene Vereinbarung gilt zunächst probeweise für das bevorstehende Schützenfest. Schützenoberst Hermann-Josef Pierenkemper, selber Rechtsanwalt, sagte, dass alle Beteiligten sich noch einmal an einen Tisch setzen müssten, wenn durch den Wegfall des besucherstärksten Festmontags nicht zu kompensierende Umsatzverluste aufträten. Raimund Kemper

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