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Das Stadtgespräch März 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

10 Das

10 Das Stadtgespräch Die Ausübung von Macht oder dominierende Handlungen gegenüber Gästen ist nicht bekannt. Es wird gesagt, dass es in der Notunterkunft Frauen gegeben hat, die sich nachts aus Angst vor unsittlichen Kommentaren bzw. anzüglichen Handlungen nicht auf die Toilette trauen. Die Notunterkunft besteht aus zwei Hallen – die der Osterrath-Realschule und die der Ketteler-Schule. Die Schlafplätze sind räumlich getrennt, d.h., Frauen und Kinder schlafen in einer, die Männer in der anderen Halle. Jede Halle verfügt über eigene Sanitäranlagen. Zwischen 21 Uhr und 9 Uhr morgens haben Männer in der Halle mit den Schlafplätzen der Frauen keinen Zutritt. Es macht das Gerücht die Runde, dass es Flüchtlinge gegeben hat, die sich nicht von einer Frau bedienen lassen wollen und die sich weigern, einer Frau zur Begrüßung die Hand zu geben. In jedem Bereich der Betreuung der Notunterkunft (Betreuungsverband, Catering und Sicherheitsunternehmen), arbeiten viele Frauen. Keine von ihnen hat von Respektlosigkeiten männlicher Flüchtlinge berichtet. Es ist davon die Rede, dass es hin und wieder zu Diebstählen kommt. Diebstähle gibt es in sehr geringem Maß. Sie werden schnell mithilfe der Polizei aufgeklärt. Nach der Gerüchteküche soll es zu Spannungen zwischen den Flüchtlingen aus den verschiedenen Herkunftsländern gekommen sein. Es gibt hin und wieder Spannungen zwischen den Gästen, die jedoch weniger mit dem Herkunftsland zusammenhängen, sondern mit den unterschiedlichen Charakteren, die auf engem Raum über einen teils längeren Zeitraum zusammenleben. Diese Spannungen drücken sich in verbalen Auseinandersetzungen aus. Zu Handgreiflichkeiten ist es nicht gekommen. Inwieweit ist das Sicherheitspersonal nachts erforderlich und inwieweit trägt es zu einem reibungslosen Zusammenleben der Flüchtlinge bei? Musste es jemals aktiv werden? Wenn ja, bei welchen Fällen? Sicherheitspersonal in einer Notunterkunft ist eine obligatorische Voraussetzung für den Betrieb einer solchen Unterkunft. Die Praxis zeigt, dass die Anwesenheit von Sicherheitspersonal zu einem guten Zusammenleben beiträgt. Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes haben bislang geholfen, Situationen zu entspannen oder um zum Beispiel bei einem Notarzteinsatz zu helfen. STADT INFORMIERT BÜRGER ÜBER NEUE FLÜCHTLINGSUNTERKUNFT Der erste Wohnpavillon entsteht in St. Vit (Kem) »Wir sind immer ansprechbar«, fasste Bürgermeister Theo Mettenborg am Ende der sehr gut besuchten Informationsveranstaltung zur Unterbringung von Flüchtlingen am Lattenbusch im Feuerwehrgerätehaus St. Vit das Engagement der Stadtverwaltung zusammen und ermunterte die Bürger, nachzufragen, wenn es Unklarheiten oder Probleme gebe. Er sprach den Wunsch aus, dass sich in St. Vit Personen finden, die sich bereit erklären, eine Patenschaft für einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie zu übernehmen. Für die private Flüchtlingsinitiative, die sich um Betreuung der Flüchtlinge am Haxthäuser Weg und im Küsterhaus kümmert, appellierte Heiner Edenfeld an die St. Viter, sich der Gruppe anzuschließen. Er sagte:: »Wir müssen auf die Flüchtlinge zugehen, mit ihnen gemeinsam Dinge erarbeiten, mit ihnen sprechen und uns mit ihnen beschäftigen. Je länger die Kontakte laufen, je größer ist das Vertrauen. In diese Richtung wollen wir auch am Lattenbusch weitermachen.« Ortsvorsteher Dieter Feldmann mahnte: »Wir sind aufgefordert das Beste aus der Situation zu machen.« Vorausgegangen

11 war eine teilweise erregte Diskussion über die geplante Unterbringung von bis zu 60 Flüchtlingen in einem neu zu errichtenden Wohnpavillon auf dem Bolzplatz am Lattenbusch. Die Wohneinheit soll in der zweiten Märzwoche stehen. Der in Holzrahmenbauweise (ursprünglich war eine Stahlbauweise geplant) entstehende Neubau ist der erste von neun Wohnpavillons, die in Rheda- Wiedenbrück auf alle Stadtbezirke in diesem Jahr gleichmäßig verteilt entstehen sollen. Mettenborg sagte, dass »wir als Stadt sicherzustellen haben, dass kein Flüchtling in die Obdachlosigkeit fällt«. Eine Alternative zu der Unterbringung in Wohnpavillons wäre die Belegung weiterer Sporthallen gewesen. Die Erfahrungen aus der Notunterkunft zeigen, dass diese Variante aufgrund der dann erforderlich werdenden Catering-Versorgung mit rund 440.000 Euro monatlich erheblich teurer ist, als die mit der Unterbringung in Wohnpavillons verbundene Selbstversorgung der Flüchtlinge. Auf besorgte Fragen zu möglichen Konflikten sagte der Bürgermeister: »Wir sind hellwach. Wenn sich jemand nicht zu benehmen weiß, reagieren wir klar. Ich will da nichts schönreden. Unser Betreuungsteam versteht es zu begleiten«. Der Integrationsbeauftragte Ernst Jürgen Michaelis unterstrich, dass auch Sanktionen nicht ausgeschlossen sind. Mettenborg ergänzte, dass solche Fälle bislang stets die Ausnahme geblieben sind. Er versicherte, dass ein ruhiges Miteinander der Personen in der Flüchtlingsunterkunft und der Menschen beim Totengedenken auf dem benachbarten Friedhof gefunden wird. Und Alexander Löhner aus der Abteilung Integration fügte an, dass ebenfalls die Mischung von Familien mit jungen Männern in dem Pavillon zu einem harmonischen Miteinander beitragen werde: »Ich bin überzeugt, dass die Familien mit aufpassen, wenn durch die »jungen Bengels« mal etwas nicht so funktioniert. Thomas Becher vom Fachbereich Immobilien berichtete, dass der 54 x 14 Meter große eingeschossige Pavillon eine Lärchenholzfassade erhält. Das Freigelände zwischen dem neuen Gebäude und der Feuerwehrschule dient als Aufenthaltsraum. Er soll Fahrradständer und Spielgeräte erhalten. Der gesamte Bereich soll mit Hecken eingegrünt werden. Die Investitionskosten für den Pavillon zeichnen sich durch ein gutes Preis- Leistungsverhältnis (625.000 Euro) aus. Er ist demontierbar und kann an anderen Standorten wieder errichtet werden. Die Haltbarkeit beträgt mindestens 10 Jahre. Mettenborg versicherte, dass der Pavillon nicht auf Dauer am Lattenbusch stehen bleiben soll. Eine Antwort auf Fragen zur Dauer der Unterbringung konnte er natürlich nicht eindeutig geben: »Werden es 5, 6 oder 7 oder mehr Jahre?«, sagte er. Das in Leichtbauweise entstehende Gebäude wird 18 Zimmer erhalten. Die »Familienvariante« besteht aus einem Schlafraum für bis zu 6 Personen (rund 34 qm) und einem gleich großen Wohn- und Essenraum. Die zum Wohnen, Essen und Schlafen bestimmten Räume für Wohngemeinschaften bis zu 4 Personen sind ebenfalls rund 34 qm groß. Sowohl die »Familienvariante« als auch die Zimmer für Wohngemeinschaften verfügen über eine Küche sowie einen sanitären Raum mit Dusche, Waschbecken und WC. Jeweils zwei Wohngemeinschaften (bis zu 8 Personen) benutzen die Küche und den sanitären Raum gemeinsam. Ansprechpartner der Flüchtlinge und Nachbarn sind Ernst Jürgen Michaelis (Ruf 963562) und Alexander Löhner (Ruf 963237) – die direkten Anwohner erhalten zusätzlich eine 24-Stunden-Hotline für absolute Notfälle. Darüber hinaus betreuen Mitarbeiter der Fachbereiche Immobilienmanagement, Soziales und Integration sowie Sozialarbeiter, Städtische Hausmeister und ehrenamtliche Kräfte das Pavillon-Dorf. FRÜHLING! ERSTE ANZEICHEN FINDEN SIE BEI UNS. NEUESTE WOHNTRENDS MÖBEL UND ACCESSOIRES HEIMTEXTILIEN KERAMIK WOHNBERATUNG UVM. Musterring Gallery Hauptstraße 134 – 140 33378 Rheda-Wiedenbrück Tel.: 0 52 42 . 59 22 50 Fax: 0 52 42 . 59 21 49 www.musterring-gallery.de Verkaufszeiten Mo. – Fr. 10.00 bis 18.30 Uhr Samstag 10.00 bis 16.00 Uhr

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