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Das Stadtgespräch Juni 2018

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46 TIPPS

46 TIPPS Das Stadtgespräch JUGENDBUCH: ELISABETH HERRMANN »Zartbittertod« Nein, Elisabeth Herrmann warnt in ihrem neuesten Roman nicht vor dem Konsum von zu viel Schokolade! Allerdings geht es schon vordergründig auch um Schokolade. Sogar um eine gewaltiges Nashorn aus Schokolade. Mia ist in dem kleinen Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern aufgewachsen – mit den wunderbaren Rezepten. Aber in die Fußstapfen ihrer Familie möchte sie dann doch nicht treten, denn ihr Bruder soll das Erbe übernehmen und ihr Talent liegt ohnehin weniger auf der handwerklichkaufmännischen und eher auf der Seite des Schreibens. Als sie für die Aufnahme an der Uni den Auftrag erhält, anhand eines Fotos eine Geschichte zu erstellen, trifft sie auf ein rätselhaftes Familienfoto, auf dem ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade zu sehen ist. Auf dem Foto sind auch ihr Urgroßvater Jakob und sein Lehrherr abgebildet. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Mia ist zwar bekannt, dass ihr Vorfahr als kleiner Junge aus dem heutigen Namibia, dem damaligen Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Aber warum kam er aus Afrikas Süden ins kalte Norddeutschland und unter welchen Umständen? Als Mia den Nachkommen von Jakobs Lehrer unbequeme Fragen stellt, sticht sie völlig unerwartet in ein Wespennest. Denn da gibt es offenbar einiges, was sorgsam totgeschwiegen werden sollte. Es geht um Liebe und Verrat über Generationen. Daran soll auf keinen Fall gerührt werden, unter keinen Umständen. Als Mia endlich versteht, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät. Wie auch in ihren Kriminalromanen für Erwachsene entfaltet sich auch in »Zartbittertod« (Altersempfehlung ab 14 Jahren) eine unrühmliche Vergangenheit. Und so ganz nebenbei erfährt der Leser oder der Hörer auch einiges über die deutsche Kolonialgeschichte, die für uns heute keine Rolle mehr zu spielen scheint. Als Hardcover erschienen bei cbj, 480 Seiten, 18 Euro. Die Hörbuchausgabe, gelesen von der vielfach für ihre Interpretationen ausgezeichneten Laura Maire, ist im hörverlag erschienen, vollständige Lesung in elfeinhalb Stunden, 18 Euro. ISLAMISCHE GEMEINDE FEIERT AN DER EGERSTRASSE ISLAMISCHE GEMEINDE FEIERT AN DER EGERSTRASSE Miteinander (Kem) Bürgermeister Theo Mettenborg ist sich sicher: Das jährliche Frühlingsfest der Islamischen Gemeinde an der Egerstraße bietet alle Voraussetzungen, damit sich die Menschen, unabhängig von Religion und Herkunft, näher kommen können. Das sagte er am vergangenen Wochenende in seiner Begrüßungsrede beim Frühlingsfest der Gemeinde. Einen Beweis für seine These hatte er dabei direkt vor Augen. Denn rund um die Moschee reihten sich Animationen für die Kinder, ein kleiner Basar mit Tüchern, Kleidungsstücken, Büchern und Gegenständen für den Haushalt sowie Stände mit türkischen Spezialitäten. Hier wurde allen Geschmacks- und Glaubensrichtungen eine offene Tür geboten. Das gute Wetter hatte in diesem Jahr seinen Teil dazu beigetragen. Seit vielen Jahren feiert die Gemeinde nun schon ihr jährliches

TIPPS 47 Fatma Özden hatte für die Gäste einen riesigen Obstboden gebacken: (v. l.) Larissa Varohl (Integrationsbeauftragte), Hüseyin Acehan (Integrationsrat), Ufuk Ulun (Regionalverband), Erol Köseoglu (Vorsitzender), Fatma Özden, Bürgermeister Theo Mettenborg, Ratsfrau Gudrun Bauer, Kadir Catakli, Selami Köseoglu (Integrationsrat). Fest. Zu diesem Anlass wurde nicht nur der Bürgermeister eingeladen. Ebenfalls die neue Integrationsbeauftragte der Stadt, Larissa Varol, Ratsmitglieder sowie der Kontaktbeamte der Kreispolizei für muslimische Mitbürger, Torsten Lindahl, wurden direkt angesprochen. Auch einige Nachbarn schauten herein. »Das Ziel der gesamten Veranstaltung ist es, das Miteinander zu stärken«, sagten Kadir Catakli und Selami Köseoglu für die Gemeinde. Das zeigte sich auch bei der Organisation: »Wer Zeit hat springt ein«, erklärten sie. Zudem wird das Fest als Einnahmequelle für gute Zwecke genutzt. Den Erlös aus dem Kaffeeverkauf verwendete die Gemeinde traditionell für anstehende Hilfsprojekte in Westafrika, beispielsweise für den Brunnenbau in Togo. Zudem unterstützt sie zu Ramadan die internationale Lebensmittelkampagne des Sozialvereins Hasene »Teile das Echte«. Picasso-Museum Münster zum Frieden Wie kaum ein anderer Künstler der Klassischen Moderne versuchte Pablo Picasso, mit seiner Kunst zu einer Befriedung Europas und der Welt beizutragen. Im Rahmen der Ausstellung »Picasso – Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube« präsentiert das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster neben Kunstwerken aus dem eigenen Picasso-Bestand Leihgaben aus weltweit führenden musealen Sammlungen. Die rund 60 Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Plakate, zeigen Picassos künstlerische Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden. Die Schau demonstriert seinen Einsatz für die Ziele der Friedensbewegung, seine Ausei- nandersetzung mit politischen Parteien und seinen Versuch, die Kriegsschrecken des 20. Jahrhunderts künstlerisch zu überwinden – in der Hoffnung auf die Errichtung eines friedlichen Europas. Unter dem Titel »Frieden von der Antike bis heute« zeigen noch vier weitere Museen in Münster vom Stadtmuseum über das Archäologische Museum bis zum LWL- Museum für Kunst und Kultur (am Domplatz) gleichzeitig Exponate von Weltrang. Die Ausstellung am Picasso-Platz 1 läuft bis zum 2. September und ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt 10 €, Kinder bis sechs frei sonst 4 €. Das Kombi- Ticket für alle fünf Ausstellungen kostet 25 €.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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