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Das Stadtgespräch Dezember 2018

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46 Das

46 Das Stadtgespräch Das »Fahrerteam«: (v. l.) Annika Röhn / Marco Weis, im Hintergrund Eric Dieck, Simon Blechschmidt / Vanessa Sion, Jürgen u. Bettina Jeß. Für die beiden ersten Rennen wurde Eric Dieck von Simon Blechschmidt vertreten, da sich Eric für seine Techniker-Prüfungen vorbereiten musste. HEISSE NAHT AUF DEM NÜRBURGRING Dem Langstrecken-Rennen verschrieben (Kem) Da lag ich nun breitbeinig und mit tief gebeugtem Rücken über dem Tank der 600er-Yamaha- Rennmaschine von Jürgen Jeß. Ich fühlte mich wie mit dem 136 PS-Ross verwachsen. Der begeisterte Amateur-Rennfahrer war überzeugt, dass ich mich durch die hautnahe Sitzprobe besser auf das Thema »Langstrecken-Rennen« einlassen könnte. John Wayne hätte sich bei dem Dreh’ zu »Rio Bravo« nicht ansehnlicher mit seinem Pferd verbünden können. Für mich aber lag es trotzdem fern jeder Vorstellungskraft, mit dem Benzin-Ross auf dem Nürburgring stundenlang Runden zu drehen. Fallschirmsport Derlei Überlegungen haben Jürgen Jeß nie bewegt. Schon in der Ausbildung bei der Firma Fölling infizierte den damals Siebzehnjährigen der Rennbazillus seines Lehrherrn. Doch so richtig erfasste er ihn jetzt vier Jahrzehnte später. Eine Erkrankung, Beruf und das ausgelebte Faible für den Fallschirmsport hatten ihn bis vor drei Jahren von der Verwirklichung seines Traums vom Motorrad-Rennsport abgebracht. Jürgen Jeß aus Rheda-Wiedenbrück verwirklicht auf seiner 600er Yamaha-Rennmaschine seinen Reif für die Rennpiste Er startete mit Trainingsfahrten auf dem Nürburgring. Wenig später machte er sich fit für die Rennpiste durch den Erwerb der bis heute gefahrenen Rennmaschine und der auf jeden Fall erforderlichen Sicherheitskluft. Im nächsten Schritt gewann der heute Achtundfünfzigjährige vor zwei Jahren für die von ihm gegründete Langstrecken- Renn-Crew »Driftwood-Racing- Team« den Kfz-Mechaniker Marco Weis (29) aus Kirchdaun (Bad Neuenahr) und den vom Niederrhein kommenden Issumer Maschinenbautechniker Eric Dieck (27). Renntag Der Renntag zu der jährlichen Rennserie des »Reinoldus Langstrecken Cups« über fünf Läufe auf dem 5,148 km langen Grand Prix-Kurs (GP) des Nürburgrings beginnt für sie am Vorabend: Bevor das vorbereitende Pflicht-Training für den Wettbewerb des Dortmunder Motorsportclubs beginnt, ist so viel an den drei Yamaha R6 4-Takt-Maschinen des Teams in der Box zu erledigen. Dabei findet das Renn-Trio Unterstützung durch die Mechaniker Simon Blechschmidt, Sven Mielke und Dennis Küpper aus dem Ahrtal. Aus der schnellsten Zeit im Qualifying ergibt sich der Startplatz. Ein wichtiger Grund für die frühe Anfahrt ist natürlich auch das kameradschaftliche Boxenleben. Wir wünschen eine besinnliche Adventszeit und viel Glück für 2019! Eigener Reparatur- & Montagedienst für Neuund Altbau Fenster & Haustüren Verglasung aller Art Rollläden, Rollladenmotoren & Rollladenkastendämmungen Eildienst bei Einbruchschäden Garagentoraktion 2019: Türen & Motoren Lümernweg 60 33378 Rheda-Wiedenbrück Tel. 05242-36772 • Fax 05242-36207 Mobil 0172-537 65 25 • 0172-523 67 72 stephan@hansel-wd.de www.hansel-wd.de

47 In der Boxengasse werden die Vorbereitungen für das Rennen getroffen. Traum vom Rennen auf dem Nürburgring. Le-Mans-Start Die Fahrer beziehen ihre Startposition und stellen ihre Bikes an der Boxenmauer mit abgestelltem Motor ab. Die Helfer halten die Maschinen. Die Startfahrer stellen sich auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite auf. Der Start erfolgt mit dem Senken der Nationalflagge. Der Startfahrer läuft zu seinem Gefährt. Und nur er darf es starten. Bei den Wettbewerben ist die Startnummer der drei Benzin- Rennpferde identisch. Fahrer- und Motorradwechsel ist nach jedem »Stint« – so nennen die Langstrecken-Motorsportler den zeitlich begrenzten Dauereinsatz bis zum Fahrerwechsel. Das heißt im Klartext: den Tank leer fahren. Für Jürgen Jeß sind das mit dem 18-Liter- Tank 27 Runden auf der GP-Strecke in 60-minütiger Fahrzeit. Boxenphilosophie Die Reifen – Slicks mit weichen Gummimischungen – halten in der Regel die Distanz von 3 – 5 Stints aus. Sie sind vor dem Start mit speziellen Heizdecken auf die Betriebstemperatur von 70 °C vorzuwärmen. Bei dem sechsstündigen Rennen benötigt das Driftwood-Racing-Team sieben Stints (sechsmal Fahrerwechsel) In der Box haben neben dem Fahrer-Trio die Mechaniker das Sagen. Sie schuften permanent an den drei Bikes, sind beim Fahrerwechsel vor Ort, heizen die die Reifen vor, gucken nach jedem Schräubchen, jedem Elektronik- Teil, wechseln nach jedem Stint den Transponder (Zeitmesser) auf das Einsatz-Bike. Professionell wirkt auch der von Jürgens Frau Bettina und Annika Röhn, Lebensgefährtin von Marco Weis, geführte Kommandostand mit zwei Bildschirmen mit Aufnahmen von der GP-Strecke sowie allem weiteren nützlichen technischen Zipp und Zapp. Alle zwei Minuten und fünfzehn Sekunden fahren die Maschinen ihres Teams vorbei. Wenn die beiden Frauen von den Fahrern ein mit dem Bein gegebenes Signal erhalten oder selber Probleme auf den Bildschirmen ausgemacht haben, schlagen sie Alarm und leiten in Abstimmung mit den freien Fahrern und Mechanikern sofort einen Fahrerwechsel ein. Auch Vanessa Sion sowie Monique und Frank Warschitzka und weitere Bekannte reihen sich gerne ehrenamtlich in den Kreis der Helfer ein. Wettbewerbe Im vergangenen Jahr nahm das Driftwood-Racing-Team erstmals an der fünfläufigen Rennserie auf der GP-Strecke teil. Das Tolle: Nach den fünf sechsstündigen Langstreckenrennen durfte das Driftwood-Racing-Team auf das Formel-1-Podest steigen und zum Klang der Nationalhymne einen Pokal für den dritten Platz entgegennehmen. Auch aktuell liegt es wieder gut im Rennen. 12 Bild Schauen Sie täglich in unser Adventsschaufenster in der Marienstraße und entdecken Sie unsere schönen Weihnachtsangebote 18 auf das jeweilige Adventstürchen 10% Melanie Filies • Marienstraße 14 • 33378 Rheda-Wiedenbrück • 05242 9089190 • info@foto-blende11.de 4 Auch täglich auf unserer Facebookseite.

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