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Das Stadtgespräch Dezember 2016

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54 Das Stadtgespräch FREIHEIT GENIESSEN Wenn man es nicht nach dem Abi macht... »Es ist erst mal eine wunderschöne Erfahrung, die Welt zu entdecken, Kontakt mit Menschen aus der ganzen Welt zu bekommen. Allein diese Erfahrung: zu leben und zu arbeiten in einem komplett fremden Land mit fremden Menschen...«. Laura Janning kommt ins Schwärmen, sie hatte als jüngste von drei Schwestern den Rucksack gepackt für neue Erfahrungen »down under« – von Rheda aus ans andere Ende der Welt. Nach dem Abistress wollten sie und eine Freundin ein Stück der Welt erkunden, heraus finden, was man kann, was man will und was man alles allein, oder zumindest ohne die Eltern, schafft. Die ersten Übungen in Selbständigkeit und Entscheidungsfindung finden schon im Vorfeld statt. Wohin zieht es einen? »Für uns war sehr schnell klar: Laura Janning – Australien: »herausfinden, was man kann« Australien oder Neuseeland«. Mit einer Freundin zusammen hat sie schon Monate vor dem Abitur mit allen Planungen angefangen, Infos zusammengetragen, online das Visum im Voraus beantragt, ein Konto eröffnet und vor der Abreise noch gejobbt, um 4.000 Euro für die ersten Wochen in Australien zur Verfügung zu haben. 3.500 Euro muss man mindestens bei der Einreise nachweisen. Und mit einem Vorurteil kann sie aufräumen, gleichzeitig junge Schulabgänger davor warnen, aus Ideen- oder Perspektivlosigkeit erst mal »ein bisschen Ausland« zu machen: »Wenn man richtig orientierungslos ist, dann kriegt man auch so ein Jahr Australien nicht organisiert. Da muss man schon richtig motiviert sein und sich auch dahinterklemmen, damit man das alles organisiert«.

55 nur in der Küche, beim Eindecken und Bedienen geholfen hat, sondern sehr schnell in die Gästebetreuung »aufgestiegen« ist. Diese Erfahrung war der Grund, die geplanten neuneinhalb Monate um sechs weitere Wochen zu verlängern. »Generell sind die Deutschen gerne gesehen«, ist Lauras Erfahrung, vor allem wenn sie eine Ausbildung haben zum Beispiel für Arbeiten auf dem Bau, »dann steigt der Lohn auch schon mal auf 20 Dollar. Die Australier sind richtig begeistert von den Deutschen.« Gute Planung – schöne Zeit Die beiden Freundinnen hatten jedenfalls schon im Vorfeld alles richtig gemacht: Nach einem Zwischenstop in Singapur empfing sie zur Begrüßung auf dem Kontinent gleich die größte Stadt Australiens: Sidney hat ihnen als Einstieg gut gefallen. Gewohnt haben sie in einem Hostel für 30 Dollar die Nacht in einem Schlafraum für acht junge Frauen. Ihre Lebensmittel kamen in einem beschrifteten Sack in den Gemeinschaftskühlschrank: Wer sparen will, muss sich gut sortieren und Ordnung halten. Und sparsam zu leben empfiehlt sich angesichts der hohen Lebenshaltungskosten in Australien. Praktische Erfahrungen Aufgestockt wurde das Taschengeld mit Jobs um die Ecke. Man schreibt Lebensläufe und verteilt die bei möglichen Arbeitgebern. »Gerade in Australien kann man richtig gut verdienen«, ist Lauras Erfahrung, »man sagt, wie lange man bleibt, nach zwei Wochen gibt es das erste Geld«. Ihre Freundin hat als Babysitter gearbeitet, sie selbst hat ein RSA- Zertifikat für den verantwortungsbewussten Ausschank von Alkohol gemacht, um kellnern zu können. Bedient hat sie dann in Bars, Pubs, Cafés und einem Restaurant. Die Krönung war aber der Einsatz auf einem Kreuzfahrtschiff, bei dem sie nicht »...bin offener geworden« Wer vor Ort nicht weiter kommt oder in einer entlegenen Region untergekommen ist, kann sich im Forum Gumtree Hilfe holen: Hier wird ge- und verkauft, getauscht und vermittelt, unter anderem auch Jobs für junge Menschen aus dem Ausland. »Wenn du in Australien ein Problem hast, kannst du Menschen auf der Straße ansprechen, die würden dir helfen. Die Menschen da sind super herzlich. Das kannst du gar nicht mit Deutschland vergleichen... erst mal hatte ich einen kleinen Kulturschock und musste damit klar kommen, wieder in Deutschland zu sein«.

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