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Das Stadtgespräch Dezember 2016

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44 Das Stadtgespräch Was für ein netter Mensch Wie immer in Eile, Paketbote verstellt mir eine passende Parklücke, wieder zurück und um die Kurve... Hey da ist noch eine! Und zwar direkt vor dem Stichweg, also noch ein paar Meter mehr gespart. Und jetzt nichts wie raus, schnell ins Geschäft, das heute mitten am Vormittag ausnahmsweise schließt, und nur da gibt es das, was ich heute noch brauche – unbedingt. Hingehetzt und: zu spät! Also doch ein kläglicher Versuch im nächsten und übernächsten Laden, wie erwartet erfolglos! Zurück im Laufschritt, durch den fußgängerbreiten Durchschlupf zum Auto gesprungen: Wo kann man jetzt noch gucken? WAS IST DAS? Farbiger Zettel an der Windschutzscheibe heißt nichts Gutes. Dabei habe ich noch vor Freunden geschwärmt von dieser Stadt: Nie ein Knöllchen, immer genug Parkraum. Und jetzt das, an einem Tag voller Hektik und Stress? Der Mann in Dunkelblau knöpft sich gerade einen Volvo vor. Wozu ihn ansprechen? Das hat noch nie genutzt. Ich kenne das aus unserer alten Stadt so: An Samstagen mit vielen Besorgungen und Stress für alle lauert das Ordnungsamt an strategisch günstigen Stellen, um auch für 10 Minuten Brötchenholen abzukassieren, sie schwärmen aus, wenn es sich lohnt: bei schönem Wetter mehr, bei Dauerregen weniger – ist wohl so eine Sache von Gewinnbeteiligung oder Fangprämie... Warum sollte das hier in Rheda-Wiedenbrück anders sein! Außerdem: Wie blöd bin ich? Habe direkt vor dem Schild geparkt, auf dem die Parkscheibe verlangt wird! Hätte keinen Cent gekostet, wenn ich die benutzt hätte! Ich parke aus – das wir dein teures Geschenk. Wie viel kostet mich das eigentlich? Beim Zurücksetzen macht mir der Mann vom Ordnungsamt Platz. Kann ich ihn also gleich selbst fragen. »10 Euro!« ist die Antwort, jetzt weiß auch er, wie blöd ich bin, denn ich schimpfe vor mich hin. »Haben Sie keine Parkscheibe?« fragt er – halb besorgt halb mitleidig. Doch klar habe ich die, direkt unter meinem linken Arm, in der Fahrertür, die muss ich nur rausnehmen und einstellen... Ich will gar nicht jammern, wer seinen Verstand nicht beisammen hat, sollte eben nicht parken, geschweige denn Autofahren. Ich gräme mich so sehr, dass ich seine Freundlichkeit gar nicht würdige und schon gar nicht wirklich wahrnehme, dass da ein liebenswürdiger Mensch steht und kein

45 betonköpfiger Vollstrecker. Das hat der Mann nicht verdient. Er sieht auf mein Kennzeichen – immer noch das auswärtige. »Man kann ja froh sein, dass man hier mit Parkscheibe umsonst stehen darf. Da wo wir herkommen, hätte ich mindestens zwei Euro bezahlt für einmal hin und zurück laufen. Und dabei wollte ich doch nur meiner Freundin eine Freude machen«, ärgere ich mich weiter. Der Mensch vom Ordnungsamt kennt die nicht und mich auch nicht. Er ist einfach ein netter Mensch: Ich traue meinen Ohren nicht, ich kann es nicht glauben, dass er tatsächlich sagt: »Ich kann es Ihnen ja noch mal durchgehen lassen! Jetzt wissen Sie ja Bescheid!« Das macht mich fassungslos. Vor Freude. In meiner früheren Stadt habe ich so etwas noch nie erlebt! Er lächelt. Wir sind hier ja auch in Rheda-Wiedenbrück! Und das ist gut so! DANKE! 4000 NIKOLÄUSE FÜR HILFSBEDÜRFTIGE MENSCHEN Heinz und Käthe Schulte mit Ursula Kampmeier helfen (Kem) Vielen Menschen ist der frühere KAB-Vorsitzende Heinz Schulte durch den vorweihnachtlichen Trödelmarkt im Stadthaus zugunsten von Kindern in Not bekannt. Noch immer sorgt der mittlerweile 78-jährige gemeinsam mit seiner engagierten Frau Käthe und der ebenso tatkräftigen Nachbarin Ursula Kampmeier für kleine Geschenknikoläuse zum Verkauf für soziale Zwecke. In über 700 Stunden sägten sie seit mehreren Monaten 4000 Nikoläuse in verschiedenen Größen und ebenso Weihnachtsbäume Stück für Stück aus, bemalten sie und packten die weihnachtlichen Boten im 3er-Set oder im Doppelpack mit einem Tannenbaum zu einem weihnachtlichen Gebinde in Heinz Schulte fertigte Tausende Nikoläuse Klarsichtfolie festlich ein. Schultes Dank gilt den vielen Sponsoren, die ihnen das Material spendeten bzw. für einen günstigen Preis überließen. Die farbenfrohen Geschenke sind ab Mitte November gegen einen kleinen Obolus von nur 2 Euro bei Heinz Schulte, Goldkuhlestr. 13, Ruf 05242- 7488, zu haben. Sie sind ebenfalls an 30 Verkaufsstellen erhältlich, und zwar u. a. beim Emshaus, Vinzenzhospital, Baumarkt Hellweg, Rathaus Rheda-Wiedenbrück, Hotel zur Sonne, Kloster, sowie bei der Firma Daut, Baumhüter, AOK in Wiedenbrück und Krane, ferner bei der Morsey’schen, Markt- und Pius-Apotheke, Tankstelle Markant, Kreissparkasse, Blumen Dürbusch und Blumen Hesse, Westermann, Dr. Demandt, Dr. Frahm, Dr. Werner, Dr. Rogalski, Friseur Setter, Kammerewert, Meyer und Meloh sowie Linnemann. Insgesamt konnten in den zurück liegenden Jahren über 25.000 Nikoläuse verkauft werden. Der Erlös ist immer für hilfsbedürftige Menschen bestimmt. Zur Freude verholfen werden sollen auch wieder Flüchtlingskinder.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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