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Das Stadtgespräch Dezember 2016

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38 Das Stadtgespräch Prof. Dr. Ernst Albien (r.), u. a. Vorsitzender des Heimatvereins Rheda, mit Johannes Blomberg, Leineweber und Inhaber des Leinewebermuseums Ein tolle Gelegenheit, Herzebrock- Clarholz neuen Besuchern zu erschließen. Frau Weniger, die seitens der fürstlichen Kanzlei mit der Organisation der Veranstaltung betraut ist, hat ein erstes Konzept im Rathaus vorgestellt«. Am 3. November haben Frau Weniger und ihre Kollegin Frau Briese darüber auch in einer Anliegerversammlung des Propsteihofs ihre Pläne erklärt. Rheda hat das Nachsehen Bürgermeister Theo Mettenborg teilte dem Stadtgespräch auf Nachfragen zu der Entscheidung und den Gesprächen hierzu mit: »Die Entscheidung, dieses privat organisierte Festival neu aufzustellen, trifft allein das Fürstenhaus. Selbstverständlich sind wir regelmäßig zu verschiedenen Themen, Entwicklungen oder Abstimmungserfordernissen in Gesprächen mit der Kanzlei und der fürstlichen Familie, wie z. B. auch zum Festival. Für das Gartenfestival im letzten Jahr haben wir noch gemeinsam Sponsoren um Unterstützung gebeten. Auch als Zeichen der Verbundenheit und auf Grund der Bedeutung des Festes. Eine konkret bevorstehende Verlegung war für mich nicht ersichtlich. Zur aktuellen Verlegung der Veranstaltung ›Frühling im Park‹ auf ein neues Festivalgelände haben noch keine Gespräche zwischen der Verwaltung und dem Fürstenhaus stattgefunden. Der Austausch dazu wird sicher noch erfolgen«. Rheda-Wiedenbrück übergangen Uwe Henkenjohann, Sprecher der CDU-Mehrheitsfraktion im Stadtrat schrieb u. a.: »Bis Stand heute (3. 11. 16) ist die ›CDU-Fraktion Rheda-Wiedenbrück‹ weder schriftlich noch persönlich vom Fürstenhaus angesprochen worden! Auch vor der Entscheidung des Fürstenhauses das Gartenfestival zu beenden, gab es keine Gespräche. Wir sind als CDU-Fraktion sehr überrascht dass das Gartenfestival 2017 in den Herbstferien über eine Pressemitteilung von Seiten der Fürstlichen Familie beendet wird. Ich halte es allerdings persönlich »bei den offenen Armen der Stadt Rheda-Wiedenbrück gegenüber dem Fürstenhaus« für eine zu kurze Kommunikation seitens des Fürstenhauses«. Einzelhändler und Gastronomen engagierten sich für das Festival Für die Initiative Rheda schickte uns ihre Geschäftsführerin Simone Hördel die angefragte Stellungnahme: »Wir bedauern die Entscheidung des Veranstalters, ›Frühling im Park‹ nicht mehr in Rheda durchzuführen. Die positive Strahlkraft dieses Events mit den zahlreichen Besuchern aus der Region war eine Bereicherung für die gesamte Stadt und insbesondere für den Stadtteil Rheda. Viele Einzelhändler und Gastronomen vor Ort haben in den vergangenen Jahren durch eigenes Engagement während der Veranstaltungstage zum Erfolg von »Frühling im Park« beigetragen. Auch die Initiative Rheda hat die privatwirtschaftliche Veranstaltung stets wohlwollend unterstützt«. Nochmal überdenken Nachfolgend die persönliche Stellungnahme von Prof. Dr. Ernst Albien, u. a. Vorsitzender des Heimatvereins Rheda: »Es ist sehr gewagt, eine so eingefahrene und über die Stadtgrenzen von Rheda-Wiedenbrück hinaus bekannte Veranstaltung zu verlegen. Hier fällt mir das Sprichwort eines amerikanischen Professoren- Kollegen ein: ›Don’t change the running system‹. Und wenn ich doch etwas verändern möchte, dann bitte mit einem professionellen Ansatz. Dazu gehört für mich eine Befragung der Besucher mittels Interview. Das bitte auf dem 15. ›Fest im Schlosspark‹ in Rheda. Ein mir befreundeter Wurstfabrikant aus Minden schlug spontan vor, die Eintrittspreise drastisch zu senken, wenn es darum geht, die weitläufigen Wiesen mit mehr Publikum zu füllen«. …als würde das Altstadtfest nach Bokel verlegt Altstadtbürgermeister Klaus Weiner, Vorsitzender der Bürgerinitiative Altstadt sagte: »Nach unserer Auffassung fällt Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg mit der getroffenen Entscheidung Rheda-

39 Wiedenbrück in den Rücken. Aus generationenlanger Verbundenheit zwischen der Fürstenfamilie und Rheda hätte das Festival hier vor Ort bleiben müssen. Warum wurden die Möglichkeiten dafür nicht diskutiert? Die getroffene Entscheidung wirkt so, als würden wir das Altstadtfest nach Bokel verlegen«. Es geht etwas kaputt Johannes Blomberg, bekannter Leineweber und Freund des Fürstenhauses, sagte auf unsere Nachfrage: »Bisher gab es immer gute Kontakte zu den Rhedaer Bürgern. Ich befürchte, dass er da jetzt auch etwas kaputt macht«. Mit gleicher Münze zurückzahlen? Der frühere Ortsheimatpfleger von Wiedenbrück, Christoph Beilmann meinte: »Die Stadt unterstützt in jeglicher Weise die Familie und den Schlossbereich. Wir zahlen für Parknutzung, Orangerie-Veranstaltungen, nicht gerade wenig. Dann die kostenlose Arbeit der Gärtner im Schlosspark. Ganz klar und deutlich würde ich der Prinzenfamilie beibringen: ›Solltet Ihr nicht ein wenig der Stadt entgegen kommen, so werden wir auch unsere Unterstützung in Geld und Arbeit reduzieren!‹« Politik und Verwaltung sind gefragt Manfred Hegel, Heinrich Koch, Werner Eckert und Werner Schröder hatten in Rheda gemeinsam 35.000 Euro für die Sanierung des Mühlrads am Schloss gesammelt und selber bei der Renovierung mit angepackt. Noch heute kümmern sie sich um das Mühlrad. Manfred Hegel sagte auf unsere Anfrage: »Meines Erachtens ist der entscheidende Grund für die Verlegung des Festivals nach Clarholz Bürgermeister Theo Mettenborg bat Sponsoren um Unterstützung für das Festival. eine unbefriedigende Situation bei den Einnahmen des Festivals. Alle anderen Gründe, wie z. B. ›die kurzen Wege‹ sind nach meiner Einschätzung vorgeschoben. Ich möchte mich an das Fürstenhaus wenden, die Verlegung des Festivals von Rheda nach Clarholz rückgängig zu machen. Parallel dazu sollte jetzt auch die Politik diskutieren, ob und inwieweit sie Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg vor dem Lageplan des Klosters in Clarholz Möglichkeiten für die Unterstützung des Fürstenhauses bei einer Rückverlegung des Festivals nach Rheda-Wiedenbrück sieht. Wenn es zutrifft, dass die Verwaltung nach Kenntnis von der Verlegung nicht sofort den Rat einbezogen hat, finde ich das ein starkes Stück.« Raimund Kemper

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