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Das Stadtgespräch Dezember 2016

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30 TIPPS

30 TIPPS Das Stadtgespräch WIEDERENTDECKT: JAKOB WASSERMANN »Faber oder Die verlorenen Jahre« Die vielfältigen Verhaltensmuster des Täuschens und Tricksens, des Herunterspielens und Aufplusterns sind bereits uralt. Denn auch in der Tierwelt gibt es Simulanten: Weichtiere und Insekten, Fische und Vögel und selbstverständlich unsere nächsten Verwandten, die Affen, verfügen über ein ganzes Arsenal von Finten, um Feinde abzuwehren oder Konkurrenten zu übertölpeln. Doch der Homo sapiens übertrifft dank seines hoch entwickelten Gehirns die tierischen Vorfahren bei Weitem, wie die Autoren – ausgehend von prominenten Fallbeispielen – auf unterhaltsame Weise darlegen. Den speziellen Bereich des Simulierens in der ärztlichen Sprechstunde stellen die drei Autoren augenzwinkernd als »Gebrauchsanweisung« für Simulanten vor. Und jeder, der möchte, bekommt praktische Tipps für so manches Zipperlein. Mit dieser ironischen Betrachtungsweise soll jedoch das moralische Dilemma von Medizinern und anderen Professionellen nicht übersehen werden, die von Fall zu Fall zu entscheiden haben, ob das Vortäuschen einer Störung angesichts skandalöser Arbeitsbedingungen oder schwer belastender Lebensanforderungen zuweilen nicht sogar zu rechtfertigen ist … Die »Anleitung für Simulanten« richtet sich also an Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Schüler und Lehrer, Mediziner und Patienten, Hochstapler und Tiefstapler – und zeigt nicht zuletzt, wie sehr wir alle in eine Kultur der Täuschung verstrickt sind. Erschienen bei Mankau, 191 Seiten, 9,95 Euro. Neben dem Glossar wissenschaftlicher Begriffe am Ende gibt es noch ein Wiedersehen mit zwei berühmten Simulanten der Literatur, nämlich Fontanes Effie Briest, die Kreuzschmerzen vortäuscht, und den Thomas-Mannschen Hochstapler Felix Krull, der an Pseudodemenz leidet, also vorgetäuschter Blödheit. DAVID SAFIER Traumprinz Sich den perfekten Mann einfach selbst malen? Davon träumt doch jede Frau. Für Comiczeichnerin Nellie wird dieser Traum tatsächlich wahr. Von Liebeskummer geplagt, findet sie eine mysteriöse, tibetische Zeichenkladde. Nichts ahnend zeichnet sie in ihrem Schmerz den Traummann schlechthin: groß, stark und mit Dreitagebart. Am nächsten Morgen trifft Nellie dann fast der Schlag, als Mister Perfect leibhaftig vor ihr steht. Nach dem ersten Schock, versucht Nellie gemeinsam mit Retro, so heißt nämlich der einst gezeichnete Traummann, dem Geheimnis der magischen Kladde auf die Spur zu kommen. Und zwischen einem Chihuahua, der Polizei und bösen Kräften, kommt ihnen dann natürlich auch die Liebe in die Quere. Bestsellerautor David Safier hat mit »Traumprinz« erneut einen zum Brüllen komischen Roman vorgelegt. Schmunzelnd liest man sich durch die Seiten und staunt ein ums andere Mal über die verrückten Ideen des Autors. »Traumprinz« ist ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen und überrascht zum Schluss mit einer unerwarteten sowie trotzdem logischen Auflösung. Erschienen ist der Roman als Hardcover im Kindler Verlag, hat 320 Seiten und ist erhältlich in der Buchhandlung bücher-güth für 19,95 €. »Das Gold von Caxamalca« war früher bei uns Pflichtlektüre am Gymnasium. Die Erzählung von 1928 schildert, wie die Spanier unter Pizarro den Inka Atahuallpa übertölpeln, als Geisel nehmen, das Gold der Inka erpressen und deren Führer schließlich umbringen. Das, was die Literaturkritik nicht nur der Weimarer Zeit Wassermann gelegentlich vorwarf, nämlich dass er spektakuläre Ereignisse schildere und dass er »manchmal arg wonnevoll in die Klaviatur von Rührung und Gefühl greift«, wie es Insa Wilke in ihrem Nachwort zu »Faber« so treffend ausdrückt, genau das macht Wassermann zu gut lesbarer Lektüre. Wobei gut lesbar meilenweit entfernt ist von gut verdaulich. Schon thematisch nicht, denn in dem gerade bei Manesse neu aufgelegten Roman (415 Seiten, 26,95 Euro) geht es um Kriegsheimkehr, die Rechte der Frauen, die Reformpädagogik, um Ehekrise und vielleicht auch die Erkenntnisse der Psychoanalyse. Zum Inhalt: Als Eugen Faber nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in seine Heimatstadt zurückkehrt, liegt seine Welt in Trümmern: Er ist zum Außenseiter geworden, zum Fremden in seiner eigenen Familie. Sechs Jahre hat sich der junge Architekt Faber (der diesen Namen dreißig Jahre vor Max Frischs Faber hat) in russischer Gefangenschaft nach seiner Frau, seiner großen Liebe und Seelenverwandten, gesehnt und schließlich eine gefährliche Flucht auf sich genommen. Doch das Leben ist inzwischen weitergegangen. Seine Frau erkennt er kaum wieder, sein kleiner Sohn kann sich nicht an ihn erinnern. In seinem Beruf wird er nicht mehr gebraucht, und auch Ideologien bieten ihm keinen Halt. Zunehmend verzweifelt versucht er, sich in eine Welt einzufügen, die nicht mehr die seine ist. Jakob Wassermann, selbst durch die Intervention seiner ersten Frau

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