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Das Stadtgespräch Dezember 2016

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28 TIPPS

28 TIPPS Das Stadtgespräch MUSIK: NORAH JONES »Day Breaks« Geethali Norah Jones Shankar wie Norah Jones mit vollem Namen heißt, hat etwas, was so viele Sängerinnen nicht haben. Eine unverwechselbare Stimme nämlich. Die Tochter des zumindest in der westlichen Welt berühmtesten Sitar-Spielers Ravi Shankar hat ebenso wie ihre Halbschwester Anoushka Shankar das musikalische Talent des Herrn Papa geerbt. Doch während Anoushka sich auf indische Musik und das Sitarspielen konzentrierte und östliche und westliche Musik zusammenbrachte, erreichte Nora mit Anfang zwanzig schon ein weltweites Publikum. 2002 veröffentlichte sie ihr »Come away with me«, für das sie nicht nur im Folgejahr fünf Grammys abstaubte. Weltweit wurde das Album rauf und runter gespielt, wobei sich Experten und das normale Publikum gleichermaßen fragten, wieso eine so dem Jazz verbundene Stimme offenbar so viele Leute berühren konnte. Seitdem sind fast anderthalb Dekaden vergangen, Norah Jones hat mit »Day Breaks« ihr sechstes Soloalbum aufgenommen. Dabei hat sie immer wieder mit verschiedenen Musikrichtungen experimentiert. Auch mit vielen Musikern ist sie zusammen aufgetreten, von Keith Richards bis Bonnie Raitt, und hat Stücke aufgenommen. Zu den Größen, mit denen sie im Bereich Rock gespielt hat, zählt zum Beispiel Neil Young. Ihre Version von »Tell me why« versetzt mich, dessen erste LP »Harvest« war (die zweite war übrigens »Deep Purple in Rock«) in einen Zustand tiefster Andacht. Und bevor sich vielleicht ein Besserwisser meldet: Tell me why ist natürlich auf »After the Goldrush«, aber das ist nicht der Punkt. Auf ihrem neuen Album ist »Don‘t be denied« von Neil Young eine von drei Cover-Versionen. Die anderen beiden sind von Horace Silver und Duke Ellington. Die anderen neun Songs sind von der Sängerin selbst, nach eigenen Angaben n mit frischem Baby nachts in der Küche geschrieben. Auch Sarah Oda hat bei einigen Stücken mit geschrieben. Doch zurück zu Norah Jones. Zurück ist auch schon das Stichwort (das war ja wieder eine elegante Überleitung!), denn für mich ist »Day Breaks« das Album, das dem ersten Album von Norah Jones am nächsten kommt. Wie auf ihrem ersten Album verlässt sich die Jones nicht auf Effekte, sondern auf ihre Stimme und meist zurückhaltende, exzellent gespielte Musik. Neben ihrem eigenen Klavierspiel natürlich.Exzellente Musik bekommt man natürlich nur von erstklassigen Musikern. Und die hat Norah Jones auf »Day Breaks« zu Hauf um sich versammelt. Ob Schlagzeuger Brian Blade oder Bassist John Patitucci (der den elektrischen Bass ebenso beherrscht wie den »wirklichen«), ob Saxophonist Wayne Shorter oder der Hammondorgelspieler Dr. Lonnie Smith, bei allen ist Qualität am Werk. Und auch wenn gestrenge Musikjuroren vielleicht meinen, dass neue Album sei zu vielseitig, um wirklich als Gesamtkunstwerk Album gelten zu können, wird die neue Scheibe denjenigen gefallen, die Norah Jones gut finden. Und die rekrutieren sich beileibe nicht nur aus den Jazz-Anhängern. Muss man da noch erwähnen, dass die Songs beim Mehrfachhören besser werden? Wohl kaum. Wer die Musikerin mit der begnadeten Stimme in nächster Zeit live erleben möchte, muss schon bis Paris fahren, wo sie am 21. November im Olympia auftritt.

TIPPS 29 DVD Sieben verdammt lange Tage Jonathan Tropper war noch keine 40, als er 2009 seinen Roman »Sieben verdammt lange Tage« schrieb. Das ist für einen Schriftsteller ein vergleichsweise zartes Alter. Dennoch war der Roman, den wir im Stadtgespräch damals besprochen haben, so etwas wie, lassen Sie mich das altmodische Wort benutzen, weise. Der Roman brachte zum Schmunzeln, gelegentlich zum Lachen und man musste aufpassen, dass man nicht noch ein Tränchen verdrücken musste. Mit diesem Wissen im Hinterkopf war ich erst dann bereit, mir die Verfilmung anzuschauen, als ich las, dass der Autor selbst das Drehbuch zum Film verfasst hat. Der Film ist nun aber ein gänzlich anderes Medium, was wiederum die Gefahr in sich birgt, dass eine allzu vorlagengetreue Umsetzung eben dem Medium Film nicht gerecht wird. Doch darüber braucht man sich bei »Sieben verdammt lange Tage« keine Gedanken zu machen, denn dieser Film funktioniert, jedenfalls wenn man für Komödien mit tragischen Untertönen empfänglich ist. Das liegt zum großen Teil auch an der Besetzung. Jane Fonda spielt die ziemlich spezielle Mutter vierer erwachsener Kinder, deren Vater gerade verstorben ist. Zur Überraschung aller war dessen Wunsch, dass seine Familie geschlossen die Schiv’a, also die siebentägige jüdische Totenwache, abhält. Zähneknirschend stimmen die Kinder der Erfüllung des letzten Wunsches ihres Vaters zu, der zu Lebzeiten mit Religion ausgesprochen wenig am Hut hatte. Dabei haben alle ihre eigenen Probleme. Da ist zunächst Judd, überzeugend dargestellt von Jason Bateman, der vor kurzem seine Frau überraschen wollte, als er früher von der Arbeit kam. Das ist ihm auch gelungen, denn die tobte gerade mit seinem Boss durchs eheliche Bett. Und da die Affäre schon ein Jahr lang lief, ist Judd ausgezogen. Seine Schwester Wendy (Tina Fey) ist alles andere als glücklich mit ihrem Ehemann, der kaum Zeit für sie hat. Auch die anderen beiden Brüder haben jeweils ihr Päckchen zu tragen, beziehungsweise nicht zu tragen. Der jüngste Bruder Phillip (Adam Driver) lehnt es ab, Verantwortung auch nur für sein eigenes Verhalten zu übernehmen, wobei es ihm die wechselnden Frauen in seinem Leben leicht machen. Seine derzeitige Partnerin ist seine Therapeutin gewesen, könnte vom Alter her aber fast seine Mutter sein. Und so dreht sich zügig das Karussell der Ehepartner, Partner, Ex- Partner, Kinder, Eltern, Großeltern. Das alles könnte auch Stoff für ein düsteres skandinavisches Drama (in Schwarzweiß, Norwegisch mit Untertiteln) sein, doch Regisseur Shawn Levy inszeniert das Ganze mit leichter Hand und die Schauspieler sind einfach erste Sahne. Anleitung für Simulanten Sie haben noch nie simuliert? Wirklich nicht? Vielleicht stört Sie nur der Begriff – haben Sie vielleicht schon einmal die Wahrheit »ausgeschmückt«? Ein bisschen »schön gefärbt«? Die Angelsachsen sprechen von »little white lies«. Oder haben Sie einfach Unerfreuliches charmant verborgen? SCHÖNE BESCHERUNG! JETZT WECHSELN UND WEIHNACHTSBAUM BEKOMMEN VGW Gas Arbeitspreis: 6,09 ct/kWh (Netto: 5,12 ct/kWh) Grundpreis: 11,90 €/Monat (Netto: 10,00 €/Monat) 50 € Neukundenbonus & Weihnachtsbaum sichern!* Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern. www.vgw-gmbh.de/gas Besuchen Sie uns in unserem Kundenbüro in Rheda-Wiedenbrück, Ringstraße 144 oder rufen Sie uns an 05242 923-241 www.vgw-gmbh.de * Jetzt VGW-Gas-Kunde werden und 50 € Neukundenbonus erhalten. Der Bonus ist ein Bruttobetrag und wird mit der nächsten Rechnung gutgeschrieben. Wer vom 21.11. bis zum 18.12.2016 zu Strom oder Erdgas von VGW wechselt, erhält einen Gutschein über 35 € zum Kauf eines Weihnachtsbaums bei der Firma Blumen Flaskamp, Lippstädter Str. 74, 33378 Rheda-Wiedenbrück (einzulösen bis 24.12.2016, 13 Uhr). Der Gutschein wird per Post zugesandt. VGW-GAS-ANZ-195x133-Bescherung-10-16

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