Aufrufe
vor 5 Monaten

Das Stadtgespräch Ausgabe Dezember 2020

  • Text
  • Gemeinsam
  • Ebenfalls
  • Zeit
  • Rheda
  • Stadt
  • Menschen
  • Fraktion
Mein Rheda-Wiedenbrück und Das Stadtgespräch. Stadtmagazin für Rheda-Wiedenbrück Dezember 2020

Wintercamping Eine gute

Wintercamping Eine gute Idee? 1 Besser, die Heizung tut es. Die Corona-Pandemie hat dem Camping viele neue Freunde gebracht, waren Abstands- und Hygieneregeln doch kein Problem, hat man ja bei dieser Urlaubsform so gut wie alles selbst im Griff. Ob die Begeisterung für den Urlaub auf dem Campingplatz auch künftig halten wird, das bleibt abzuwarten. Und außerdem ist das Campen doch nur etwas für den Sommer – oder? Keine Eiszeit mehr am Meer Eingefleischte Campingfreunde sehen das ganz anders, wenn man sich denn auf ein paar Unterschiede zum Sommer einstellt. Der wichtigste Unterschied sind logischer Weise die weitaus kälteren Temperaturen. Das fordert Vorbereitung. Wie stark man sich vorbereiten muss, hängt nicht zuletzt vom Reiseziel ab. Dabei stellen Nord- und Ostsee in den letzten Jahren keine besonderen Herausforderungen für Camper dar. Im letzten Winter gab es in der Lübecker Bucht keinen einzigen Tag mit durchgängigem Frost. Das war auch durchaus schon mal anders, zuletzt wohl im Winter 1996/97, als man bei minus elf Grad auf Teilen der Ostsee spazieren gehen konnte, weil diese eine tragfähige Telefon: 54822 Eisfläche darstellten. Vor einem Vierteljahrhundert gab es auf Fehmarn noch 20 Eistage. Deutlicher noch waren die 40 Eistage im Winter 1981/82, als wirklich weite Teile der nicht sehr salzhaltigen Ostsee zugefroren waren. Die Spitze des Eisberges sozusagen erlebten die Einwohner Schleswig-Holzsteins Telefon: 964545 und Mecklenburg-Vorpommerns seit 1998 jedoch im sogenannten Katastrophenwinter 1978/79 als es 50 Eistage und 67 Tage lang eine geschlossene Schneedecke an Land gab. Doch das ist, wie gesagt, lange her. Entsprechend sparsam können die Vorbereitungen für das Wintercamping sein. Die modernen Wohnmobile und Wohnwagen sind mit einer leistungsfähigen Gas-Heizung ausgestattet. Lediglich der Gasverbrauch ist deutlich höher als im Sommer, wenn man das Gas nur fürs Kochen braucht. Es empfiehlt sich also, in der kalten Saison ausreichend Gasflaschen mitzuführen. Wobei der Nachschub auf deutschen Campingplätzen kein Problem ist. Anders ist das etwa in Italien oder Frankreich, wo man unsere Gasflaschen nicht bekommt. Dort und in vielen anderen Ländern Europas muss der Camper dann Adapter zum Füllen oder zur Entnahme einsetzen. In den Bergen grüßt der Frost Wer allerdings tatsächlich im Schnee der Berge campen will, der muss schon etwas mehr Aufwand betreiben, um gerüstet zu sein. Zum einen ist bei Frost natürlich der Gasverbrauch besonders hoch, sodass man keinesfalls mit einer Elf-Kilogramm Flasche zwei Wochen lang auskommt. Gut dran sind diejenigen, die den Fußboden des Gefährts beheizen können. Das geht entweder elektrisch, wobei das über die Stromversorgung des Zeltplatzes geschieht. Es gibt natürlich auch die gasbetriebene Warmwasser-Fußbodenheizung. Nicht nur skandinavische Wohnwagen arbeiten mit einem doppelten Boden, der nach unten isoliert und Platz genug für eine solche Heizung bietet. Mit Heizmatten, die elektrisch laufen, kann man nachrüsten. Und damit es nicht zu feucht im Innenraum wird, hilft ordentliches Stoßlüften, das wir ja spätestens seit Corona-Zeiten kennen. Wenn es ordentlich schneit, muss man den kleinen Schornstein auf dem Dach unbedingt freischaufeln oder freifegen. Schaufeln, Besen und Eiskratzer gibt es jeweils in der Teleskop-Variante. Allerdings muss man nicht nur an die Wohlfühltemperatur der Camper denken, denn bei Minusgraden frieren nicht nur die. Tanks und Wasserleitungen können einfrieren, was sie dann zerstören kann. Doch auch der Abwassertank im Wohnmobil 52 Das Stadtgespräch

1 Im Sommer rappelvoll oder der Grauwassertank unter dem Wohnwagen und die entsprechenden Leitungen können einfrieren, was dann zu Rückstau führt. Beheizte Wassertanks und etwas Frostschutzmittel im Abwasser sorgen für freie Leitungen. In meiner Camper-Anfangszeit habe ich nicht verstanden, warum Leute im Winter ein Vorzelt aufbauen. Man kann ja sowieso nicht vor dem Wohnwagen oder Wohnmobil im Zelt sitzen, es sei denn, man ist arktisch angekleidet. Oder man hat auch dafür einen Heizofen. Mittlerweile weiß ich, dass ein Vorzelt auch eine Klimaschleuse sein kann. Wenn es dann auch noch einen Boden hat, fungiert es auch als Schmutzfänger. Den Stauraum erweitert es auch noch, sodass Ski und Stiefel hier besser Platz finden als im Campinggefährt. Die Wintercamping-Profis haben meist ein kleineres Vorzelt, das nicht über die ganze Länge des Fahrzeugs reicht. Das bekommt man besser dicht. 1 Ohne Schnee gibts Platz genug. Zeltplatz oder Fünf-Sterne-Camp Der persönliche Komfort spielt eine wichtige Rolle. Das sollte man vor allem bei der Wahl des Campingplatzes berücksichtigen. Gut wäre, wenn der auch geöffnet hätte. Nein, im Ernst, im Winter sind viele Plätze geschlossen, die nicht direkt in Ski-Gebieten oder in touristischen Hot Spots am Meer liegen. Campingführer und das Internet geben über Öffnungszeiten Auskunft. Doch auch bei denen, die ganzjährig geöffnet sind, sollte man schauen, was einen erwartet. Es gibt durchaus noch ursprüngliche Zeltplätze, bei denen man den Komfort selbst mitbringt. Und es gibt natürlich auch die Fünf-Sterne-Camps, die über Sauna und Wellness-Oasen, über Trockenräume für Ski-Kleidung, über beheizte Indoor-Outdoor-Pools und eine Top-Gastronomie verfügen. Das schlägt sich natürlich auch auf den Geldbeutel nieder. Was man auf jeden Fall haben sollte, sind geschlossene und beheizte Waschräume, will man nicht mit Gänsehaut unter die Dusche sprinten müssen. Üben schadet nicht Ein letzter Aspekt sei noch genannt, denn manch einer tut sich schwer, mit einem großen Wohnmobil oder mit einem Gespann zu rangieren. Das ist schon im Sommer so. Im Winter verschärft sich das Ganze noch, denn wenn der Untergrund glatt ist, wird die Fahrzeugkontrolle nicht einfacher. Also am besten vor Fahrtantritt etwas üben. Und Gespannfahrer, deren Wohnwagen einen Mover hat, also einen Elektroantrieb, mit dessen Hilfe sich selbst wuchtige Caravans per Fernbedienung auf einem Bierdeckel drehen lassen, sollten lieber abkoppeln und den Mover arbeiten lassen. So steht den Wintercampingfreunden nichts im Weg. HOLZ – WOHNEN – GARTEN Breslauer Str. 36 Rheda-Wiedenbrück Tel.: (05242) 4 98 42 Mobil: 0171 / 735 55 76 www.joergplugge.de Rechnungswesen 4.0: Digitalisierung des Rechnungswesens Einfach! Zeitsparend! Transparent! Wir helfen Ihnen dabei. Nickelstraße 1a · 33378 Rheda-Wiedenbrück · Fon 0 52 42 / 57 99 68 0 info@hollmann-steuerberatung.de · www.hollmann-steuerberatung.de Foto: shutterstock.com 150481931 Traditionelles Dachhandwerk mit modernem Know-how in der Technik zu verbinden ist typisch Daniel Blomberg. So sorgen wir in Rheda-Wiedenbrück und Umgebung seit vielen Jahren für schöne und sichere Dächer und für zufriedene Kunden. Jetzt anrufen und beraten lassen! Das sind unsere Leistungen: Eindeckung, Sanierung von Steil- & Flachdächern, Schieferarbeiten aller Art, Energieberatung am Dach Wärmedämmung, Fassaden- dämmung, Bauklempnerei folge uns auf Hauptsitz/Buchhaltung: Kornstraße 25 · 33378 Rheda-Wiedenbrück · Tel. 4049-794 Betrieb: Hauptstraße 192 · 33378 Rheda-Wiedenbrück · www.dachdecker-blomberg.com Das Stadtgespräch 53

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz